Hintergrundbericht: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden

Hintergrundbericht: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden


Im Schatten des israelisch-palästinensischen Konflikts werden gewisse Behauptungen oft für bare Münze genommen.

Von Sean Durns, CAMERADie bedeutendste davon ist, die Fatah, die Bewegung, die die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und die palästinensische Autonomiebehörde (PA) beherrscht, sei „säkular“ und „moderat“. Doch das ist übertrieben. Als Beweis muss man sich nur die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden (AAMB) ansehen, eine Terrorgruppe, die besonders aktiv bei der Ausführung von Terroranschlägen gegen Israel aus dem Gazastreifen gewesen ist.

Herkunft und Ideologie

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden entstanden während der zweiten Intifada (2000 – 2005) aus der Tanzim-Fraktion. Ein vom Europarat für Außenpolitische Beziehungen erstelltes Profil vermerkte, dass die Brigaden sich aus „einem losen Netzwerk mit der Fatah verbundener militärischer Gruppen“ gebildet hatten, von denen viele „Aktivisten aus dem Flüchtlingslager Balata“ waren. In den Jahren seitdem sind die AAMB der „primäre terroristische Zweig“ der Fatah geworden, wie der  Historiker Ephraim Karsh schrieb (Arafat’s War: The Man and His Battle for Israeli Conquest. Grove University Press, 2003). Die Brigaden wurden oft als „militärischer Arm“ der Fatah beschrieben (The Al-Aqsa Martyrs Brigades, YNet, 29. Mai 2008). Die AAMB sind zudem als die Palästinensische Nationale Befreiungsbewegung, Al-Aqsa-Brigaden und Al-Mudschaheddin Al-Aqsa bezeichnet worden.

Die Gruppe hat ihren Namen von der Al-Aqsa-Moschee übernommen. Wie CAMERA dokumentiert hat, wird die Moschee, die in Jerusalem auf dem steht, was Juden Tempelberg und Muslime Edles Heiligtum nennen, oft als Mittelpunkt zur Aufstachelung antijüdischer Gewalt benutzt (Backgrounder: The Battle over Jerusalem and the Temple Mount, 24. Juli 2017). Die muslimische Tradition besagt, dass der Prophet Mohammed von der Stelle der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel aufstieg; Al-Aqsa-ist Arabisch für „entferntester Ort“. Viele antiisraelische Organisationen und Einzelpersonen behaupten oft, dass Nichtmuslime im Allgemeinen und Juden im Besonderen die Moschee zerstören, schänden oder beschädigen wollen – um den Status quo zu kippen. Viele muslimisch-arabische Herrscher, insbesondere palästinensische, haben diese – auch „Al-Aqsa-Verleumdung genannte – Behauptung verwendet, um zu Gewalt und Terrorismus aufzustacheln. Als solcher spiegelt der Name, den die Gruppe gewählt hat, nicht nur eine Behauptung die „Hüter der Al-Aqsa“ zu sein wider, sondern ist ein klarer Beleg einer islamistischen Neigung, die der regelmäßigen Darstellung der Fatah als „säkular“ oder nationalistisch im westlichen Sinne des Begriffs zuwiderläuft.

Die Fatah ist keine islamistische Organisation, aber die Präsenz der AAMB in ihren Reihen illustriert, dass die Fatah weit bereiter ist islamistische Motive und Ideologie einzusetzen, als oft anerkannt wird. Der Rat für Außenbeziehungen, das Slate Magazine und andere haben argumentiert, dass die Ideologie der Brigaden „in palästinensischem Nationalismus, nicht im politischen Islam wurzelt“ und dass ihr  Ziel darin besteht Israel „aus der Westbank und dem Gazastreifen zu treiben“. Aber wie oben ausführlich beschrieben, entstanden die Brigaden in einer Zeit, in der Israel begonnen hatte seine Militärpräsenz im Großteil der Westbank abzubauen und in der es den Palästinensern Eigenstaatlichkeit im Tausch für Frieden anbot. Darüber hinaus erschienen die AAMB in dem Jahr wieder und blieben aktiv, nachdem Israel 2005 einseitig aus dem Gazastreifen abzog.

In der Tat bieten die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, wie der Terroranalytiker Samuel Katz festhält, „Arafat eine Streitmacht islamisch angetriebener Angehöriger, die die abscheulichsten Terroranschläge begeht, ohne jemals offiziell mit dem PA-Präsidenten in Verbindung zu stehen“. (The Ghost Warriors, Penguin Random House, 2016).

2011 gaben die Märtyrerbrigaden – zusammen mit Hamas und anderen islamistischen Gruppen – eine Erklärung aus, in der der Tod von Al-Qaida-Führer Osama bin Laden beklagt wurde. In einem Statement gegenüber Ma’an News, einer halb offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur, sagten die AAMB: „Die islamische Nation war geschockt angesichts der Nachricht, dass bin Laden von den Ungläubigen getötet worden ist.“ Die Gruppe fügte an: „Die Kämpfer in Palästina und rund um die Welt, die ihren Führer verloren haben, gaben ihre Mission nicht auf und werden weiter der Anleitung ihrer Herren folgen.“

„Wir sagen den israelischen und den amerikanischen Besatzern, dass wir Führer haben, die mit ihrem Jihad und ihrer Standhaftigkeit die Geschichte verändert haben. Wir sind breit unser Leben zu opfern, um den Frieden zurückzubringen.“ (Jihad to continue without Bin Laden, 3. Mai 2011)

AAMB-Fraktionen wie die Division Nidal al-Amouodi mit Sitz im Gazastreifen haben zudem islamistische Rhetorik eingesetzt, die sich wenig von der unterscheidet, die vom Islamischen Staat oder der Hamas verwendet wird. Ein Mitglied der al-Amouodi-Division ermahnte zum Beispiel in einem Video vom 31. Dezember 2017, das vom Middle East Research Institute (MEMRI) übersetzt wurde: „Einer unserer jungen Männer oder eine unserer jungen Frauen wird die Flagge Palästinas auf den Mauern Jerusalems hissen.“

Beziehung zur Fatah

Das AAMB-Establishment stimmte mit Bemühungen der Fatah überein eine zunehmend harte Linie zu fahren, um der zunehmenden Beliebtheit palästinensisch-islamistischer Terrorgruppen wie Hamas, Palästinensischer Islamischer Jihad und anderen entgegenzutreten, die die Entscheidung der Fatah ablehnten, während des Oslo-Friedensprozesses in den 1990-er Jahren Gespräche mit Israel zu führen.

Wie CAMERA herausstellte, verhandelte Fatahchef Yassir Arafat in übler Absicht; in mehreren aufgezeichneten Reden gab er zu, dass die Verhandlungen eigentlich Betrug waren und dass sein Ziel der Vernichtung der jüdischen Nation Israel unverändert blieb (s. z.B. The Oslo Diaries and Yasser Arafat’s Trunk, 20. September 2018, JNS). Trotzdem sah sich Arafat wegen seiner Bereitschaft mit Israelis zu verhandeln ständiger Kritik seitens anderer Palästinensergruppen ausgesetzt. Arafats Reaktion beinhaltete zum Teil den Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000 sowie die Bewilligung der Gründung der Märtyrerbrigaden.

In der Tat wurden, so zeigte Daniel Byman, ein Professor der Georgetown University, in seinem Buch A High Price: The Triumphs and Failures of Israeli Counterterrorism von 2011 auf, sowohl die AAMB als auch die Volkswiderstandkomitees im Gazastreifen gegründet, nachdem Arafat den Hohen Nationalen und Islamischen Rat für die Nachfolge der Intifada schuf und örtliche Tanzim-Gruppen autorisierte während der Anfangsmonate der zweiten Intifada IDF-Soldaten anzugreifen (s. auch: Backgrounder: Tanzim, CAMERA, 5. September 2017).

Die AAMB setzen sich aus mehreren Gruppen zusammen, von denen viele in unterschiedlichem Maß und Art mit zahlreichen Fatah-Persönlichkeiten in Verbindung stehen. Gemäß dem Rat für Außenbeziehungen, „besteht die AAMB aus lokalen autonomen Einheiten, die zumeist unabhängig voneinander agieren, geeint unter einer gemeinsamen Allianz.“ (Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, 1. November 2005) Viele dieser Fraktionen übernehmen ihre Namen von getöteten Terroristen.

Gemäß dem Europäischen Rat für Außenbeziehungen (ECFR), betrachten AAMB-Mitglieder sich ursprünglich „als Fortsetzung der Fatahgruppen ‚Sturm‘ (al-‘Asifah) und ‚Fatah-Falken‘ (Suqoor Fatah), die in die Sicherheitskräfte der PA integriert wurden.“

Es ist für viele Experten und politische Entscheidungsträger üblich die Verbindungen der Brigaden zur Fatah zu verschleiern. In einem Profil der Terrorgruppe vom 1. Juli 2003 behauptete die BBC: „Die Brigaden sind weder offiziell anerkannt noch offen von Herrn Arafat und der Fatah unterstützt, obwohl die Brigaden dazu tendieren auch zur Fatah zu gehören, der politischen Gruppe des Palästinenserführers.“ Gleichermaßen behauptete ein Hintergrundbericht des Rats für Außenbeziehungen, dass darüber „diskutierte“ wurde, ob die „Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden eine direkte Beziehung zur Führung der Fatah haben“. Mehrere Fatah-Führer haben bei der Verschleierung geholfen, einschließlich Yassir Arafat, der die AAMB als „Schurkenmiliz“ charakterisierte, über die er keine Kontrolle habe.

Es gibt jedoch nicht widerlegbare Beweise, dass die Fatah die Brigaden unterstützt – und dass die Unterstützung insbesondere während der Zeit des damaligen Fatah/PLO/PA-Chefs Yassir Arafat ausgeprägt war.

Bei einer Durchsuchungsaktion in Arafats Hauptquartier in Ostjerusalem, dem Orienthaus, beschlagnahmte die IDF im Jahr 2002 Dokumente, die zeigen, dass AAMB-Mitglieder in Wirklichkeit auf der Gehaltsliste der PA standen. Die Dokumente zeigten z.B., dass Arafat der Gruppe $20.000 gegeben hatte. Eine Recherche der BBC deckte auf, dass die Fatah bis zu $50.000 monatlich direkt an die AAMB schickte.

Zusätzlich haben AAMB-Mitglieder ihre Verbindungen zur Fata zugegeben. Im März 2002 sagte der Führer der Brigaden in Tulkarm gegenüber USA Today: „Die Wahrheit ist, wir sind Fatah … Wir sind der bewaffnete Arm der Organisation. Wir erhalten unsere Anweisungen von der Fatah. Unser Kommandeur ist Yassir Arafat persönlich.“ Bei einer anderen Gelegenheit gestand PA-Minister Abd al-Fattah al-Hamayel ein, dass die Fatah die Brigaden finanziell unterstützte. Arafat seinerseits bezeichnete die Kader der AAMB als seine „Kinder“ (Discover the Networks: Al-Aqsa Martyrs Brigades. David Horowitz Freedom Center).

Auf der Höhe der zweiten Intifada bezeichnete Jibril Rajoub, ein ranghoher Fatah-Vertrter, der heute ein möglicher Nachfolger des aktuellen Fatah-Chefs Mahmud Abbas ist, die AAMB als „das edelste Phänomen in der Geschichte der Fatah, weil sie die Ehre der Bewegung wiederherstellte und die politische und Sicherheitshierarchie der palästinensischen Autonomie stärkte“.

Im einem Briefing für das Washington Institute for Near East Policy, einem Think Tank in Washington DC, stellte der Terrror-Analyst Matthew am 25. März 2002 Levitt fest: „Die Infrastruktur, Gelder, Führung und Mitglieder, die die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden bilden und die Aktivitäten der Gruppe ermöglichen, entstammen allesamt der Fatah.“

Unter Anführung der mehr als 100.000 im Orienthaus gefundenen Dokumente vermerkt Levitt, dass die IDF – in Arafats eigenen Schreibutensilien – Beweise gefunden hat, dass die Fatah die AAMB und andere Terrorgruppen finanzierte. Levitt stellte heraus: „Die Dokumente beinhalteten einen von Arafat unterzeichneten Brief vom 9. Juli 2002, mit dem Kamil Hamid – ein Fatahführer in Bethlehem – ermächtigt wurde Gelder an vierundzwanzig Fatah-Aktivisten auszuzahlen, darunter Atef Abayat, einen Al-Aqsa-Kommandeur in Bethlehem.“ Darüber hinaus „sind die meisten Mitglieder der Führung der Brigaden bezahlte Mitglieder der PA und ihrer Sicherheitskräfte, so wie Nasser Awais, ein Vollzeitbeschäftigter der palästinensischen Nationalen Sicherheitskräfte und ranghoher Al-Aqsa-Kommandeur“.

Yael Shahar, Wissenschaftlerin am International Institute for Counter-Terrorism, studierte ebenfalls einige der im Orienthaus beschlagnahmten Dokumente. In einem Bericht vom 24. März 2002 kam Shahar zu dem Schluss, dass Mitglieder der AAMB „auf der Gehaltsliste der PA stehen, ihre Aktivisten werden aus den Kassen der PA bezahlt und ihre Anschläge werden mit Wissen und Unterstützung von Yassir Arafats innerem Kreis ausgeführt“. Tatsächlich waren viele der gefundenen Dokumente an Brigadegeneral Fuad Schubaki adressiert, der damals als oberster Finanzchef für militärische Operationen diente. Die Brigaden schickten Rechnungen an Schubaki – darunter für Propagandaplakate, mit denen für Selbstmordbomber geworben und diese rekrutiert wurden.

Zusammengefast: Die AAMB boten Arafat zusammen mit den Tanzim und der Force 17 eine plausible Möglichkeit alles abzustreiten. Aber die Gruppe war – zumindest während der Ära Arafat – ein Ableger der Fatah. In seiner Biografie Arafats sagte der verstorbene Terroranalyst Barry Rubin: „Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden waren einfach eine neue Version der Gruppe Schwarzer September aus den 1970-er Jahren.“ Der Schwarze September war eine Gruppe, von der Arafats Fatah zwar behauptete sie sei unabhängig, die aber von der Bewegung kontrolliert wurde.

Viele der im Orienthaus beschlagnahmten Dokumente dienten als Grundlage für Gerichtsverfahren von Terroropfern und ihren Familien gegen die PA (für weitere Informationen s. diesen Bericht vom 15. Januar 2015 des Investigative Project on Terrorism).

In den Jahren seit Arafats Tod im November 2004 sind weitere Beweise für die direkte Unterstützung der AAMB durch die Fatah aufgetaucht. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas hat weiterhin Gehälter an inhaftierte Mitglieder der Terrorgruppe gezahlt, ebenso an die, die getötet oder verwundet wurden, als sie Terroranschläge verübten. So zeigte CAMERA in einem Op-Ed im Washington Examiner, dass Abbas US-Forderungen das einzustellen abgelehnt hat. (The Palestinian Authority Has Chosen Terrorism Over U.S. Foreign Aid. 2. März 2019)

Die Entscheidung der PA weiterhin Terroristen zu bezahlen, verletzt die Bedingungen der Oslo-Vereinbarungen sowie die Zusagen der obersten Palästinenserführer, von denen viele schworen die Unterstützung für Terrorismus im Tausch für Auslandshilfe zu beenden.

Geschichte

Ursprünglich nutzten die Brigaden, angefangen ab etwa September 2000, kleine Waffen um Schussanschläge auf IDF-Soldaten und Einwohner jüdischer Gemeinden in der Westbank zu verüben. Die AAMB begannen allerdings bald Selbstmord-Bombenanschläge zu verüben, so wie Hamas und andere Islamistengruppen es zuvor getan hatten. Nach Angaben des Artikels „Ha’Mitabed Ha-250“ von Yediot Aharonots Korrepondent Roni Shaked waren die Tanzim und AAMB der Fatah für 39 der ersten 250 Bombenanschläge der zweiten Intifada verantwortlich. Die Eskalation der AAMB fiel mit ihrer Zusammenarbeit mit Hamas und Palästinensischem Islamischem Jihad (PIJ) bei der Ausführung von Anschlägen während dieser Intifada zusammen.

Im Januar 2002 beanspruchten die AAMB die Verantwortung für den „ersten von einer Frau verübten Selbstmord-Bombenanschlag (Jewish Virtual Library, Profil der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden). Bis zum 23. März 2002 hatten Fatah-Tanzim und AAMB „die Verantwortung für mehr als 300 Terroranschläge übernommen, bei denen israelische Zivilisten getötet wurden“ (The Al-Aqsa- Martyrs Brigades – A political tool with an edge. International Institute for Counter-Terrorism).

Im März 2002 kennzeichnete das US-Außenministerium die AAMB als Terrororganisation (US lists Al-Aqsa-Martyrs Brigades asl terror group. CNN, 21. März 2002). Wie der Terror-Analyst Matthew Levitt festhielt, „brach das Außenministerium mit der Tradition und verkündete die anstehende Einordnung als Auslands-Terrororganisation (FTO) noch bevor der Kongress den Prozess abschloss, der zu seiner offiziellen Listung im Bundesregister führte“ – ein Drängen, das von Sorgen ausgelöst wurde, dass die AAMB den Friedensauftrag des damaligen US-Botschafters Anthony Zinni untergrub (Designating the Al-Aqsa Martyrs‘ Brigades, 25. März 2002, Washington Institute for Near East Policy). Kanada und die Europäische Union (EU) ordneten die Gruppe ähnlich ein.

2004 unterzeichneten die AAMB einen Waffenstilltand mit Israel, nur um die Anschläge wieder aufzunehmen, als die Hamas die Palästinenserwahlen 2006 gewann. (Al-Aqsa Martyrs‘ Brigades, 1. November 2005, Council of Foreign Relations).

Während der zweiten Intifada wurden zahlreiche AAMB-Akteure getötet oder inhaftiert. Als Ergebnis hat sich die Gruppe stärker dezentralisiert; die Operationen und Aktivitäten werden in kleineren, lokalen Zellen ausgeführt. Ursprünglich setzten die AAMB sich aus älteren Terroristen der Fatah und anderen, viel kleineren Gruppen zusammen (Profil: Al-Aqsa Martyrs‘ Brigade, Anti-Defamation League). Wie Ronen Bergman jedoch 2018 in seinem Buch Rise and Kill First über israelische Geheimdienste vermerkte, wurden gegen Ende der Intifada viele dieser Terror-Veteranen eliminiert oder inhaftiert.

Am 26 Juli 2007 verkündete PA-Präsident Mahmud Abbas die Entwaffnung „aller bewaffneten Milizen und irregulären militärischen und paramilitärischen Gruppen“ die es in der PA gab. Abbas hatte eine unbehagliche Beziehung zu den Brigaden, die im März 2005 eine Zusammenkunft von Fatah-Aktivisten in Ramallah störten, indem sie in den Saal stürmten und das Treffen „durch Abfeuern ihrer Gewehr in die Luft“ auflösten (The Last Palestinian: The Rise and Reign of Mahmoud Abbas. Amir Tibon/Grant Rumley, Prometheus Books, 2007). So stellte das Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) fest, dass die Entwaffnungsankündigung vom Juli 2007 auch die Brigaden einschloss. Die JCPA fügt hinzu: „Die Entwaffnung der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde im Rahmen der ‚Flüchtigen-Vereinbarung‘ zwischen Israel und der palästinensischen Autonomie ausgeführt, die nach der bewaffneten Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas im Juni und Juli 2007 Formen annahm. Im Einklang mit dieser Vereinbarung begnadigte Israel fast 200 flüchtige Fatah-Mitglieder im Gegenzug für ihre Unterzeichnung einer Verpflichtung den Weg des Terrors zu verlassen, zuerst in PA-Gefängnissen und hinterher in palästinensischen Städten, während denen ihnen verboten wurde sich auf irgendeine Weise an Waffenhandel oder Terror zu beteiligen.“

Im Austausch sollten die PA-Sicherheitskräfte die begnadigten Männer übernehmen. Der IDF-Oberstleutnants a.D. Jonathan Halevi gibt an: „Jede der PA-Geheimdienstorganisationen übernahm einige der Männer und war dafür verantwortlich zu zertifizieren, dass sie ihre Waffen abgegeben hatten. In der Folge wurden die Männer in PA-Gefängnissen unter recht komfortablen Bedingungen inhaftiert. Nach der Inhaftierung, die drei bis sechs Monate dauerte, erhielten die Männer eine ‚Teilamnestie‘, die es ihnen erlaubte sich außerhalb der Gefängnisse frei zu bewegen, während sie die Nächte weiterhin in den Hauptquartieren der Sicherheitseinheiten verbringen müssen. Wenn sie diese Bedingungen auch erfüllten, erhielten sie drei Monate später eine ‚volle Amnestie‘, die es ihnen erlaubte sich innerhalb der Westbank ohne Überwachung durch die Sicherheitsorganisationen frei zu bewegen.“

Obwohl viele AAMB-Mitglieder in die PA-Sicherheitskräfte eingegliedert wurden, „behielten andere ihre Waffen und wurden von der PA ins Visier genommen“, vermerkte der Europäische Rat für Außenbeziehungen. „Andere bildeten Splittergruppen wie die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden – Nidal al-Amouodi-Division und die Volkswiderstandskomitees (PRC) im Gazastreifen“.

Im Juni 2007 besiegte die Hamas die Fatah in einem kurzen, aber blutigen internen Krieg und übernahm die Kontrolle über den Gazastreifen. Danach halfen AAMB-Mitglieder der PA drei Monate hart vorzugehen, um „fünfzehnhundert Hamas-Sympathisanten“ in der Westbank zu verhaften (A High Price).

Die nächsten Jahre lang waren die AAMB weitgehend inaktiv, obwohl im Januar 2008 einige Gruppen im Gazastreifen anfingen aktiv mit Hamas und PIJ bei Raketenangriffen auf israelische Grenzgemeinden zu kooperieren. 2014 tauchte die Organisation dann wieder auf. Während der Operation Fels in der Brandung, die am 8. Juli 2014 begann, als IDF-Kräfte auf unablässiges Raketenfeuer aus dem von der Hamas kontrollieren Gazastreifen reagierten, gaben die Brigaden eine öffentliche Erklärung ab, mit der „offener Krieg gegen den zionistischen Feind auf alle [möglichen] Weisen mit [operationellen] Überraschungen in Übereinstimmung mit allen Gesetzen und internationalen Konventionen“ angehalten wird, „die uns [dem palästinensischen Volk] das Recht auf bewaffneten Kampf geben, um diese Besatzung von allem palästinensischen Land zu entfernen“. Die JCPA vermerkte zudem, dass die Brigaden zu einem „Abnutzungskrieg“ aufriefen, „zu dem viele Überraschungen gehören werden und die eine Balance aus Terror schaffen und zu einer Kampagne im zionistischen Innern [ein Begriff für das Territorium des souveränen Staats Israel] führen werden“.

Am 16. August 2014 veröffentlichten die AAMB eine Liste von Terroranschlägen, die im Juli und August des Jahres begangen wurden. Darin wurden mehr als 30 Anschläge angeführt – alle davon in der Westbank (Judäa und Samaria) und Jerusalem. Die meisten der Anschläge bestanden aus Schüssen auf IDF-Soldaten und -Basen, sowie auf jüdische Gemeinden in der Westbank. Obwohl Oberstleutnant a.D. Halvei 2014 schrieb, dass man „nicht weiß, ob Abbas seine Zustimmung zur Wiedereinrichtung des militärischen Arms der Fatah seine Zustimmung und dessen offizielle Rückkehr zu Terroraktivitäten gegeben hat“, scheint es höchst unwahrscheinlich, dass solch eine Entwicklung ohne die Genehmigung des zunehmend autokratischen Abbas geschehen wäre.

Die Brigaden schafften es während der Kämpfe 2014 auch IDF-Ausrüstung in die Hände zu bekommen, darunter schultergestützte Raketen-Abschussgeräte. (Al-Aqsa Martyr’s Brigades Posts Videos Showing IDF Equipment Seized in Gaza. The Jerusalem Post, 5. August 2014)

Die AAMB waren ein aktiver Teilnehmer der sogenannten Messer-Intifada (2015/16), bei der Palästinenser unter anderem Messer, Schusswaffen, Fahrzeugte und Betonsteine einsetzten um Israelis zu ermorden. Obwohl zahlreiche Kommentatoren in der Washington Post und andernorts versuchten die Intifada als nicht mit der Fatah in Verbindung stehend darzustellen, unterstützte die Bewegung tatsächlich die Gewalt, sowohl rhetorisch als auch finanziell. Wie das Investigative Project on Terrorism dokumentierte im Oktober 2015, beanspruchten die AAMB die Verantwortung für „die Eröffnung des Feuers auf Eitam und Na’ama Henkins Auto – ein israelisches Paar in ihren 30-ern – während diese mit vieren ihrer Kinder auf dem Weg nach Hause waren. Die Kinder – vier Monate bis 9 Jahre alt – waren Zeugen des Mordes an ihren Eltern, wurden aber nicht verletzt.“ Mahmud Al-Aloul vom Zentralkomitee der Fatah pries die Morde, nannte sie eine „Operation“. Fatahchef Mahmud Abbas unterließ es derweil sie zu verurteilen. (Netanyahu demands Palestinian condemnation four couple’s murder. 2. Oktober 2015).

Die AAMB-Akteure beteiligten sich am sogenannten „Rückkehr-Marsch (2018/19), bei dem Palästinenser, viele bewaffnet und unter der Schirmherrschaft der Hamas, versuchten – mit dem ausdrücklichen Ziel Israelis zu ermorden – nach Israel einzudringen. AAMB-Terroristen starteten von der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen Angriffe gegen den jüdischen Staat und mehrere, darunter Kommandeure, wurden bei den Kämpfen getötet. (Al-Aqsa Martyr’s Brigades commander killed in explosion in Gaza. YNet News, 15. Juli 2018)

Spannungen mit der aktuellen Fatah-Führung

Obwohl die Fath, die die PA beherrscht, die AAMB schuf und einige Mitglieder mit Geldern versorgt, gibt es Spannungen zwischen AAMB-Zellen und den Behörden und sind in der Ära Abbas auffällig geworden. Im April 2016 z.B. verhafteten PA-Sicherheitskräfte (PASF) Ahmed Izzat Halawa, einen AABM-Führer in Nablus, der Berichten zufolge in Haft zu Tode geprügelt wurde, was örtlich Proteste auslöste. Früher im selben Monat hatten PA-Sicherheitskräfte mit AAMB-Mitgliedern in der Stadt gekämpft. Nach Angaben der Analytiker Grant Rumley und Amir Tibon „ist Nablus zum Epizentrum der Bewegung gegen Mahmud Abbas geworden“. (The Last Palestinian)

Die AAMB sind ziemlich aktiv bei der Verbreitung von Propaganda an die Medien und andere. Am 8. Dezember 2017 zum Beispiel vermerkte der Guardian, eine britische Zeitung: „Maskierte palästinensische Militante der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden hielten eine Presskonferenz, um die Entscheidung von US-Präsident Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zu verurteilen.“

Die Führung der AAMB war in den frühen Jahren ihrer Existenz klarer ausgerichtet. Ihr aktueller Leiter ist Hassan Al-Qassas, den Hamas im Januar 2007 zu ermorden versuchte. (Gaza fighting: 5 killed, 10 kidnapped. YNet, 3. Januar 2007) Die frühen Führer der Gruppe waren oft Mitglieder der Tanzim-Fraktion der Fatah; zu ihnen gehörten:

Marwan Barghouti (sitzt derzeit wegen Terroraktivitäten fünf aufeinander folgende lebenslängliche Haftstrafen in Israel ab; mehr zu Barghoutis Hintergrund auf CAMERAS Backgrounder zu den Tanzim vom 5. September 2017).

Naif Abu-Sharah: örtlicher Kommandeur in Nablus (im Juni 2004 von der IDF getötet).

Fadi Kafisha: ehemaliger Chef der Tanzim in Nablus. Kafisha arbeitete bei der „Vorbereitung zahlreicher Sprengstoffgürtel“ und der Einfädelung von Terroranschlägen eng mit der Hisbollah zusammen. IDF-Kräfte töteten ihn am 31. August 2006. Palestinian Media Watch dokumentierte, dass Kafisha von der Fatah weiter gefeiert wird, darunter auch auf der Facebookseite der Bewegung, die ihn einen „Märtyrer“ nennt. (Fatah Facebook glorifies ‘outstanding‘ commander of Fatah military Wing. 31. August 2018)

Zakaria Zubeidi: Ein örtlicher Kommandeur in Jenin und ehemaliger palästinensischer Polizist. 2007 wurde Zubeidi Amnestie angeboten, wenn er auf terroristische Aktivitäten verzichtet. Die Amnestie wurde 2011 widerrufen. Im Februar 2019 wurde er wegen „ernster und aktueller Terroraktivitäten“ verhaftet. (Israel arrests infamous Zakaria Zubeidi for serious terrorist activities. JNS, 27.02.2019) Zubeidi war davor PA-Minister für Häftlingsangelegenheiten. Er ist zudem Mitgründer des Freedom Theater, einer NGO, die in Schweden registriert ist und zu deren Ehren- und Vorstandsmitgliedern pro-BDS-Akademiker wie Judith Butler und Noam Chomsky und andere gehören.

Zaki al-Sakani: Ein AAMB-Kommandeur, der in Kairo lebt. Die Hamas beschuldigte al-Sakani gerade der Versuche den Gazastreifen zu destabilisieren, indem er ihn und Israel in einen Konflikt zieht. Davor verbrachte al-Sakani Jahre in einem Hamas-Gefängnis, weil er 2007 während der Kämpfe zwischen Fatah und Hamas im Gazastreifen Sprengsätze legte und al-Qassam-Akteure tötete. Die Hamas schickte ihn nach seiner Entlassung ins Exil in Ägypten. (The rift between Hamas and Fatah grows. GroundBrief ACESS, Joe Truzman, 25.04.2019)

Beziehungen zu anderen Terrorgruppen/Finanzierung

Die AAMB haben während ihrer gesamten Existenz mit anderen Terrorgrupen kooperiert, einschließlich der Hamas, der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und dem Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ). Als Repräsentant der Fatah hat die Gruppe holprige Beziehung zu Konkurrenten wie der Hamas – und mal kooperieren sie mit Terrorgruppen im Gazastreifen, mal bekämpfen sie sie.

Angesichts des eisernen Zugriffs der Hamas auf den Gazastreifen scheint es jedoch wahrscheinlich, dass viele AAMB-Gruppen im Streifen mit Erlaubnis der Hamas agieren. Tatsächlich erkennen einige AAMB-Fraktionen in Gaza, so die Nidal al-‘Amoudiy-Fraktion, die aktuelle Fatah-Führung nicht an und unterstützen stattdessen Mohammed Dahlan, einen Rivalen von Abbas. Am 2. Dezember 2017 kündigte diese AABM-Clique an, dass sie „die Märtyrer Yassir Arafat-Basis, die erste Militärbasis der Fatah-Bewegung im Gazastreifen“ gegründet habe. (Al-Aqsa Martyrs Brigades Establish ‚Yassir Arafat‘ Military Base in Gaza. Middle East Media Research Institute, 8. Februar 2019) Dieselbe Fraktion gibt auch Training und Kooperation bei Terroranschlägen mit den Issedin al-Qassam-Brigaden der Hamas zu.

Nach Angaben des Investigative Project on Terrorism, einem Thinktank in Washington DC, bieten der Iran und sein Hauptstellvertreter, die Hisbollah im Libanon, „vermutlich einige Unterstützung für Al-Aqsa-Elemente, aber das Ausmaß äußerer Einflüsse auf die Al-Aqsa als ganze ist nicht klar.“ Im April 2007 gestand ein Führer einer AAMB-Zelle im Nördlichen Gazastreifen mit Namen Abu Ahmed ein, dass die Brigaden „herzliche Beziehungen“ zur Hisbollah hatten, die der Gruppe „Training und Information“ lieferten. Es fällt auf, dass die Volkswiderstandskomitees (PRC), eine Terrorgruppe im Gazastreifen, zu der viele ehemalige AAMB-Mitglieder gehören und die enge Beziehungen zu den Brigaden hat, beträchtliche Unterstützung aus dem Iran erhalten.

Während ihrer Anfangsjahre hatten die Brigaden „Nebenjobs im Waffenhandel und andere Schmuggel-Monopole zu Geschäften“, gibt Mahmud Muslih an, ein Hamas-Offizieller, der sagte, sie habe „Sicherheitschaos“ geschaffen. (The Last Palestintian)

Mediendarstellung

Die AAMB werden in den Medien regelmäßig falsch dargestellt. Wie oben vermerkt, werden die  Brigaden oft als Teil der Fatah geschildert, die jenseits der Kontrolle Yassir Arafats war – trotz Beweisen des Gegenteils. Marwan Barghouti von den Tanzim der Fatah und ehemaliger Leiter der Brigaden, hat Op-Eds in der New York Times und anderen großen US-Zeitungen veröffentlicht – alle aus seiner Gefängniszelle heraus, in der er mehrere lebenslange Strafen wegen Mord absitzt. Am 17. April 2017 – dem jüdischen Pessach-Fest – veröffentlichte die Times einen Text von Barghouti, der ihn lediglich als „Palästinenserführer und Parlamentarier“ bezeichnete. Sein terroristischer Hintergrund oder seine Überzeugungen wurden nicht erwähnt. New York Times-Redakteur Matt Seaton (heute bei der New York Review of Books) lehnte es ursprünglich ab eine Anmerkung der Redaktion mit mehr Information über Barghouti anzuhängen. Nach dem Kontakt durch CAMERA und anderen überstimmten ihn Seatons Redakteure und fügte eine Notiz an, dass Barghouti „fünf Fällen von Mord und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ für schuldig befunden worden war (New York Times adds background on op-ed contributor Marwan Barghouti. CAMERA, 18. April 2018)

Für die Washington Post hat Reporterin Ruth Eglash Barghouti als „einen Mann, den Palästinenser mit Nelson Mandela vergleichen“ bezeichnet sowie nur ein „ranghohes Mitglied der in der Westbank herrschenden Partei Fatah“, der „auf viele Weisen [Mahmud] Abas‘ natürlicher Nachfolger“ ist. Die Post brachte auch ein Op-Ed von Daoud Kuttab, einem palästinensischen Journalisten, der Barghoutis Verbrechen wegließ und nannten ihn einen „prominenten Führer der Fatah-Bewegung der PLO“. (s. Washington Post-Commentator Whitewashes Palestinian Terrorism. The Algemeiner, 28. April 2017) Neben anderen Aktionen nutzte Kuttab, der in westlichen Nachrichtemedien weithin veröffentlicht worden ist, am 23. April 2019 Twitter, um den verstorbenen Fatah-Erzterroristen Abu Jiahd wegen „seiner Rolle bei der Unterstützung der gewaltfreien Intifada, Stärkung der Gewerkschaften und Unterstützung der Bildung“ zu verteidigen.

Struktur und Standort

Es ist nicht bekannt, wie viele aktive Akteure die AAMB haben; die dezentrale Struktur der Gruppe und die Inhaftierung und der Tod vieler ihrer ursprünglichen Mitglieder machen eine genaue Zählung schwierig, wenn nicht unmöglich. So vermerkte YNet News am 29. Mai 2008 im Profil: „Die dezentrale Struktur der Gruppe arbeitet zu ihrem Vorteil, macht es schwerer aktive Akteure und Führer durch die Geheimdienste zu verfolgen.“ Nach Angaben einer Schätzung der Analystin Arlene Kusher hatten die AAMB wahrscheinlich „nicht mehr als ein paar hundert Männer, die in Zellen im Geheimen agieren. (Disclosed: Inside the Palestinian Authority and the PLO. Pavilion Press) Dennoch hat diese Zahl in den folgenden eineinhalb Jahrzehnten sicherlich beträchtlich geschwankt.

In ihren Anfangsjahren waren die AAMB „in den Städten Ramallah und Bethlehem in Raum Jerusalem gut vertreten, auch in Nablus und Jenin in Obersamaria. (Samuel Katz: The Ghost Warriors. Penguin Random House 2016) In der Tat stammten mehrere der AAMB-Selbstmord-Bomber während der zweiten Intifada aus Nablus. Im selben Zeitraum erklärte Jamal Hwaid, ein Top-AAMB-Akteur: „Das Lager Jenin ist eine der großartigsten Quellen an Märtyrern für Palästina. Es ist die Hauptstadt der Märtyrer.“ (A High Price) In der Ära Abbas sind die AABM hingegen im Gazastreifen aktiver. Die Gruppe hat zudem einige Mitglieder in Flüchtlingslagern im Libanon.

Abzeichen

Das Emblem der AAMB ist die Al-Aqsa-Moschee mit zwei Palästinenserflaggen darunter. Zwei M16-Sturmgewehre befinden sich über der Moschee. Zwischen den Gewehren befindet sich eine grüne Granate. Eine dem Koran entnommene Inschrift besagt: „Kämpft. Allah wird sie durch eure Hand bestrafen, er wird sie in Erniedrigung ersticken und euch helfen über sie hinauszuwachsen und die Brust des Gläubigen heilen.“ Die Anti-Defamation League (ADL) stellte daher in ihrem Profil der AAMB fest: „Der Koran-Schriftzug und der Name der Gruppe an sich implizieren ein Gefühl religiöser Pflicht und Rechtfertigung für ihre Bereitschaft Gewalttaten zu verüben.“ Akteure der Terrorgruppe tragen oft Stirnbänder in gelb, grün oder schwarz mit dem Emblem. (Al-Aqsa Martyrs Brigagdes. Jihad Intel, Middle East Forum)

 

Übersetzt von Heplev -


Autor: Heplev
Bild Quelle: Screenshot YT


Freitag, 31 Mai 2019






Dies wird keiner glauben, aber es entspricht der Wahrheit! Diese Märtyrer, haben vor vielen Jahren, ich weiß nicht wie es heute ist, bei Selbstmordanschägen mit Sprengstoffgürteln, ihre Genetalien mit einem Drahtkäfig für ihr Liebeslebens mit den Huris (Jungfrauen) im Jenseits geschützt!




Acht Dinge, die Sie über die Kotel und den Tempelberg wissen müssen [Videos]

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Es gibt viele Fehlvorstellungen zum Tempelberg, der Kotel und der Al-Aqsa-Mosche. Verwirrung und noch mehr Konflikt können ausgeräumt werden, wenn man die Fakten deutlich macht!

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Die PLO hatte nie eine dauerhafte Zweistaatenlösung im Sinn

Die PLO hatte nie eine dauerhafte Zweistaatenlösung im Sinn

Vater Manuel Musallam ist ein prominenter palästinensisch-arabischer Priester und ehemaliger Abteilungsleiter für Christen im PLO-Außenbüro. Er ist seit Jahrzehnten Fatah-Aktivist.

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Iranische Regierungszeitung druckt Karikatur von deutschem Außenminister als `Zionistischem Nazi´

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Zeitung des Obersten Führers sagte: `Deutschland ist Sklave Israels´

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Wie Rabbi Goren im Alleingang Hebron eroberte

Wie Rabbi Goren im Alleingang Hebron eroberte

`Da kamen alle Ältesten Israels zum König nach Chebron, und in Chebron schloss König David mit ihnen einen Bund vor dem HERRN, und sie salbten David zum König über Israel´ (2. Samuel 5,3 – Zürcher Bibel)

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Die UNO hat ein Apartheid-System gegen das jüdische Volk aufgebaut

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Die Vereinten Nationen wurden auf zwei Prinzipien gegründet: 1) Alle Nationen müssen gleich behandelt und nach denselben Standards beurteilt werden und 2) kein UNO-Mitgliedsstaat darf einem anderen aktuellen Mitglied den Krieg erklären.

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Nie wieder?

Nie wieder?

Es ist gesagt worden, dass die Welt im Angesicht von Gräueltaten nie wieder schweigen wird. Aber wie kann man das behaupten, wenn im Verlauf der letzten Jahrzehnte den Morden an Millionen Menschen rund um die Welt mit Stille begegnet wurde?

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