IsraTrend: Rechts-religiöser Block baut Mehrheit aus, Sozialdemokraten scheiden aus Parlament aus

IsraTrend: Rechts-religiöser Block baut Mehrheit aus, Sozialdemokraten scheiden aus Parlament aus


Eine heute veröffentlichte Umfrage zu den vorgezogenen Knessetwahlen deutet auf einen erneuten Erfolg der Parteien des rechten und religiösen Blocks hin.

Historisch wird die Wahl hinsichtlich der sozialdemokratischen Awoda: Die einstmals präügende politische Kraft Israels könnte an der 3,25-Prozent-Hürde scheitern und aus dem Parlament ausscheiden.

Laut der Umfrage von Panels Politics würden von den 120 Sitzen in der Knesset auf den konservativen Likud von Ministerpräsident Binjamin Netanyahu 37 Sitze entfallen, ein Zugewinn von 2 Mandaten. Das Mitte-Links-Parteienbündnis Blue&White würde 33 Mandate erhalten, ein Verlust von 2 Mandaten. Die Partei Neue Rechte von Naftali Bennet würde – im Gegensatz zur Wahl im April – den Sprung in die Knesset schaffen und 5 Mandate erringen. Die Partei Vereinigte Rechte kommt in der Umfrage auf 6 Mandate, ein Zugewinn von einem Mandat. Die rechts-säkulare Partei Yisrael Beteinu von Avigdor Liebermann kommt auf 9 Mandate, ein Zugewinn von 4 Mandaten. Die beiden ultraorthodoxen Hareide-Parteien Vereinigtes Torahjudentum und Schass kommen zusammen auf 15 Mandate, ein Mandat weniger als bei der Wahl im April. Die linksgerichtete Meretz-Partei kommt auf 6 Mandate, zwei mehr als im April. Der Zuwachs bei Meretz erklärt sich vor allemam Scheitern der sozialdemokratischen Arbeitspartei (Awoda), die mit 1,9 Prozent an der 3,25-Prozent-Hürde scheitern würde und ihre Mandate somit verliert. Die beiden arabischen Parteien kommen zusammen auf 9 Mandate, ein Mandat weniger als bei den letzten Wahlen.

Insgesamt würde der rechts-religiöse Block 72 von 120 Mandaten gewinnen, ein Zuwachs 7 Sitzen.


Autor: Redaktion
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Freitag, 31 Mai 2019






Ohne die Zustimmung der ultraorthdoxen Parteien würde Netanyahu aber wieder keine Mehrheitsregierung stellen können. Die erneute Wahl in Israel ist also auch so spannend wie unsere nächste Bundestagswahl. Wer kann oder wird mit wem regieren und welche Kompromisse müssen eingegangen werden. Irgendwie kann ich mich mit dem einfachen Mehrheitswahlrecht wie in Großbritanien immer mehr anfreunden.