Auch für die Palästinenser selbst beginnt ihre Geschichte erst mit dem Zionismus

Auch für die Palästinenser selbst beginnt ihre Geschichte erst mit dem Zionismus


Der palästinensische Nationalismus war nie eine originäre und eigenständige Forderung nach Unabhängigkeit, sondern immer nur eine Bewegung zur Zerstörung des jüdischen Staates.

Auch für die Palästinenser selbst beginnt ihre Geschichte erst mit dem Zionismus

Von

Elder of Ziyon

Al-Awda, die „Koalition für das palästinensische Rückkehrecht“, hat einen Kalender, auf dem nicht nur palästinensische Feiertage eingetragen sind, sondern auch jene Daten, die für die palästinensische Geschichte wichtig sind. Monat für Monat geht der Kalender darauf ein, was an den jeweiligen Daten in der Geschichte passiert ist.

Als frühestes und einziges Datum vor dem 20. Jahrhundert wird dieses erwähnt: „1840: Am 11. August schickte Lord Palmerstone, der britische Außenminister und spätere Premierminister, einen Brief an seinen Botschafter in Istanbul, um den Sultan zu ermutigen, die Ansiedlung europäischer Juden mit ihrem Reichtum in Palästina zu erlauben und zu segnen, die Wirtschaft zu fördern und eine Barriere gegen Muhammad Alis Aufstieg zu errichten“. Dies allerdings ist jüdische und nicht „palästinensische Geschichte“.

Das früheste Ereignis in dem Kalender, das auch nur annähernd als „palästinensisch“ bezeichnet werden kann, stammt aus dem Jahr 1918: „1918: Bildung der muslimisch-christlichen Komitees in Jaffa und Jerusalem, die sich im April in verschiedenen palästinensischen Städten konstituierten.“ Dies erfolgte nach der Balfour-Erklärung, ist also offensichtlich eine Antwort auf den Zionismus, und keine unabhängige Gründung.

Dieses Ereignis von 1919 zeigt, dass sich zu diesem Zeitpunkt niemand als Palästinenser betrachtete: „1919: Erster Palästinensischer Nationalkongress (27. Januar). Die Konferenz bringt die erste Nationalcharta hervor, sendet zwei Memoranden an die Friedenskonferenz in Versailles (Frankreich) und lehnt das britische Mandat, die Balfour-Erklärung und die zionistische Einwanderung nach Palästina ab. Fordert die volle palästinensische Unabhängigkeit. Fordert die Einheit von Palästina und Syrien und bezeichnet Palästina als Südsyrien. Sendet eine Delegation nach Damaskus zur Unterstützung der arabischen Regierung.“

Das ist nicht ganz richtig, denn die Palästinenser forderten auf dem Kongress 1919 nicht die Unabhängigkeit. In der Abschlussresolution hieß es: „Wir betrachten Palästina als Teil des arabischen Syriens, da es zu keiner Zeit von ihm getrennt war … Wir sind mit Syrien durch nationale, religiöse, sprachliche, natürliche, wirtschaftliche und geographische Bande verbunden … Angesichts dessen wünschen wir, dass unsere Region Südsyrien oder Palästina nicht von der unabhängigen arabischen Regierung Syriens getrennt werden und frei von jeglichem ausländischen Einfluss und Schutz sein soll“.

Interessanterweise ist eines der frühesten Ereignisse, das der Meinung von al-Awda nach Gedenken verdient, ein früher grenzüberschreitender Terroranschlag gegen Juden: „1920: Erste palästinensische Angriffe auf zionistische Kolonien an der syrischen Grenze. (1. März)“

Die Palästinenser selbst sagen also, dass sie keine Geschichte vor dem 20. Jahrhundert haben – mit anderen Worten, dass es kein „historisches Palästina“ gibt – und dass die gesamte palästinensische Bewegung eine Reaktion auf den Zionismus ist und nicht eine originäre und eigenständige Forderung nach Unabhängigkeit.

Deshalb ist der palästinensische Nationalismus ein Misserfolg gewesen. Von seinen Anfängen bis heute ging es nie um die Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates, sondern vielmehr immer nur um die Zerstörung des jüdischen Staates. Wenn sich Priorität der Palästinenser jemals auf den Aufbau statt auf die Zerstörung verlagern würde, dann wäre der Frieden vielleicht etwas, worüber man nachdenken könnte.

 

Übersetzt von MENA Watch -


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Archiv


Samstag, 11 April 2020

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