Die Grüne Linie durch Jerusalem

Die Grüne Linie durch Jerusalem


Als die Vereinten Nationen 1947 überlegten Israel in einen arabischen Staat und einen jüdischen Staat zu teilen, wollte man die umstrittenen religiösen Stätten, die Juden, Christen und Muslimen heilig sind, in ein eigenständiges „corpous separatum“ abzutrennen, das unter internationaler Kontrolle stehen sollte.

Die Grüne Linie durch Jerusalem

Von Lay of the Land

Der Bereit von Groß-Jerusalem und Groß-Bethlehem sollte ein „Heiliges Becken“ und ein einzigartiges Modell für die entstehenden Vereinten Nationen werden

Die Araber lehnten die Teilung ab und fünf Armeen marschierten in Israel ein. Als die Kriege 1949 endeten, schufen Waffenstillstandslinien mit Ägypten, Syrien und Jordanien für neue Umgrenzungen in der Region. Jordanien übernahmen die Kontrolle und annektierten bald die Gegend, die es eroberte, einschließlich drei Vierteln des Heiligen Beckens. Die Teilung für die jordanische Front wurde grün markiert und so als „Grüne Linie“ bekannt.

Der israelische Teil der Landkarte wurde blau markiert und Israel übte bis zu dieser Linie Souveränität aus. Der Raum zwischen der blauen und der grünen Linie wurde als  „Niemandsland“ betrachtet.

Zur jordanischen Seite gehörte die gesamte Altstadt von Jerusalem. Die Linie verlief direkt entlang der westlichen Seite der Stadt und schloss das Jaffa-Tor und das Neue Tor bis zum Damaskus-Tor ein. Die Jordanier verboten Juden darin zu leben und die heiligen Stätten in der Stadt zu besuchen.

Die oben abgebildete Karte stammt von den Vereinten Nationen und kennzeichnet die heiligen Orte der Stadt. Beachten Sie: Obwohl die Stadt als die heiligste der Juden gilt, werden die jüdischen Orte zuletzt aufgeführt. Der heiligste Ort, der jüdische Tempelberg, wird nicht einmal als für Juden heilig markiert. Die Westmauer wird als heilig gekennzeichnet – für Juden und Muslime.

Die Karte listet die christlichen Heiligen Orte zuerst auf und schließt zahlreiche Stellen ein, darunter jede Station des Kreuzwegs. Es werden die verschiedenen heiligen Stellen in Bethlehem aufgeführt, aber nicht gezeigt. Muslime haben die wenigsten heiligen Stellen der drei monotheistischen Religionen, belegen aber die dominante Plattform Jerusalems. Nach Angaben der Karte haben einzig die Muslime unter den monotheistischen Religionen keine Stellen, die dem „Status quo“ unterliegen.

Der einzige heilige Ort auf der israelischen Seite der Linien ist das Davidgrab, das seltsamerweise als einzige Stelle aufgeführt wird, die allen drei Religionen heilig sind.

Die Vision der Welt für Jerusalem von 1949 und 1967 war ein Ort, der in bezüglich Verehrung von Christen, von Muslimen in Bezug auf Prominenz dominiert wird und wo Juden ganz hinten anstehen, deren heiligste Stelle nicht einmal anerkannt wird und deren grundlegende Menschenrechte auf Leben und Glaubensausübung ignoriert wurden.

Der Jerusalem-Tag ist ein Tag, um die auf den Kopf gestellte Dynamik kenntlich zu machen, zumindest zum Teil.

 

Übersetzt von Heplev - Foto: Die Teilung Jerusalems in der Waffenstillstandsvereinbarung von 1949 zwischen Israel und Jordanien.


Autor: Heplev
Bild Quelle: Screenshot


Dienstag, 02 Juni 2020

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