Der Krieg der UNRWA gegen Israel (Teil 1)

Der Krieg der UNRWA gegen Israel (Teil 1)


Republikaner im US-Kongress haben vor kurzem einen Gesetzesentwurf eingebracht, um Donald Trumps Sperre für amerikanische Hilfsgelder für die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) wieder einzuführen.

Der Krieg der UNRWA gegen Israel (Teil 1)

Von Andrew Harrod, Jihad Watch

Die Schließung von UNRWA und die Beendigung eines Jahrzehnte langen, Multigenerationen-„Flüchtlings“-Status für mehr als fünf Millionen Araber ist lange überfällig, wie das Buch Roadblock to Peace: How the UN Perpetuates the Arab-Israeli Conflict—UNRWA Policies Reconsidered (Straßensperre für den Frieden: Wie die UNO den arabisch-israelischen Konflikt perpetuiert) aus dem Jahr 2014 dokumentiert.

Der Autor des Buchs, David Bedein, Direktor des Center for Neat East Policy Research in Jerusalem, lieferte eine detaillierte, vernichtende Anklage gegen UNRWA. UNRWA wurde im Kielwasser von Israels Unabhängigkeitskrieg 1948/49 gegründet und hatte den Auftrag Araber zu versorgen, die in dem Gebiet, das Israel wurde, ihre Heime verloren hatten. Verschiedene Schätzungen zu ihrer Zahl liegen zwischen 540.000 und 750.000.

„Als die UNRWA am 1. Mai 1950 ihre Arbeit aufnahm, dachte man, weil die Flüchtlingslage bald gelöst sein würde, hätte die UNRWA eine begrenzte Lebensdauer“, schrieb Bedein. Allerdings wurde UNRWAs Auftrag seitdem „alle drei Jahre von der UNO-Vollversammlung erneuert“. Wie ein weiterer Artikel detailliert analysieren wird, liegt der Schlüssel zur Langlebigkeit der UNRWA in deren Weigerung übliche Wiederansiedlungsprozesse auf diese Flüchtlinge und ihre sich vermehrenden „Flüchtlings“-Nachkommen anzuwenden. Stattdessen besteht die UNRWA darauf, dass sie ins moderne Israel „zurückkehren“.

Die UNRWA ist auf weitere Weisen anormal, denn sie demonstriert eine übertriebene weltweite Aufmerksamkeit für Palästinaflüchtlinge. Bedein schrieb: „Die UNRWA bleibt die einzige UNO-Organisation, die sich einer einzigen ethnischen Gruppe von Flüchtlingen widmet.“ Damit steht „die UNRWA in scharfem Gegensatz“ zum UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) der „im Auftrag aller Flüchtlinge der Welt arbeitet“.

Verglichen mit dem UNHCR hat die UNRWA übergroße Ressourcen. UNRWAs Mündel stellen 17 Prozent der Flüchtlinge weltweit dar, aber das Budget der UNRWA beträgt mehr als ein Drittel der Ressourcen des UNHCR, die allen anderen Flüchtlinge der Welt zugewiesen werden. Entsprechend hat die UNRWA 29.000 Beschäftigte, im Vergleich dazu der UNCHR 7.200, ein „Verhältnis von 1 Mitarbeiter zu 161 palästinensischen bzw. 2.100 Flüchtlingen weltweit“, hält Bedein fest.

Die UNRWA bietet in ihren 59 Lagern im Gazastreifen, Jerusalem, Jordanien, dem Libanon, Syrien und der Westbank weit umfangreichere Dienste als der UNHCR. „Während die UNRWA Bildung und Gesundheitsversorgung bietet, erwartet der UNHCR in der Regel, dass Länder den Flüchtlingen helfen“, vermerkt Bedein. UNRWA „dupliziert zudem Dienste und Gelder für die, die sich für Dienste an anderen Orten qualifizieren“, besonders „in Jordanien, wo palästinensisch-arabische Flüchtlinge und ihre Nachkommen jordanische Bürger sind“.

Die UNRWA-Dienste waren zudem von Anfang attraktiv für Betrug. Bereits 1950 hatte die UNRWA 962.000 angebliche Flüchtlinge registriert, eine Zahl, die weit über jeder realistischen Berechnung arabischer Flüchtlinge während Israels Unabhängigkeitskrieg liegt. Darüber hinaus erfassen die losen Definitionen der UNRWA jeden als Flüchtling, der von dort geflohen war, wo 1948/49 Israel entstand, nachdem er dort lediglich „während des Zeitraums vom 1. Juni 1946 bis 15. Mai 1948“ lebte.

Zusätzlich ließen sich einige bei UNRWA registrieren, die „eine Vorliebe für das Fälschen von Daten in Sachen Geburt und Tod haben“, hielt Bedein fest.

Außerdem haben einige bei UNRWA Registrierte „eine Vorliebe für gefälschte Geburts- und Sterbedaten“, hielt Bedein fest. UNRWA-Generalkommissar Peter Hansen gab derweil „2001 zu, dass UNRWA für die Verteilung von Diensten keine Ausweise von den Flüchtlingen verlangt“. Dafür gibt es an anderen Orten in der „Welt – Nordamerika, Europa, in arabischer Staaten – Personen, die auf den UNRWA-Listen stehen und den Ausweis der Organisation besitzen“.

Die Hilfe der UNRWA hat „Lager“ zu einer Fehlbenennung für UNRWA-Unterkünfte gemacht, vermerkt Bedein. UN-Lager haben sich größtenteils in Stadtviertel mit zwei- und dreistöckigen Steinhäusern entwickelt. UNRWA-Häuser haben heute Strom, fließend Wasser, Abwasser und Telefonleitungen, dazu moderne Gerätschaften. In einigen Fällen haben internationale Spender den Bau von Gebäuden erlaubt, die eher moderne Apartmenthäuser sind; einige davon sind regelrecht luxuriös veredelt worden.

Fast alle UNRWA-Mitarbeiter sind als Flüchtlinge registriert, aber die Beweise deuten an, dass sie wenig Interesse haben das Flüchtlingsproblem der UNRWA zu lösen, stellte Bedein fest:

Die UNRWA wird so wahrgenommen, dass sie ein Interesse daran hat ihre Arbeit weiterzuführen; die Flüchtlinge sind nicht überzeugt (es gibt ja auch keinen Grund, dass sie es sein sollten), dass die UNRWA ein gesichertes Interesse daran hat ihr Problem zu lösen. Immerhin könnten, wenn das Flüchtlingsproblem gelöst wird, 29.000 palästinensische Flüchtlinge ihre UNRWA-Jobs verlieren.

Die Amerikaner haben besonderen Grund über die Fehler der UNRWA zu nachzudenken, da die Vereinigten Staaten der größte UNRWA-Spender gewesen sind, rund 30 Prozent des Budgets der Organisation (aktuell $1,5 Milliarden) zur Verfügung stellten, gefolgt von der Europäischen Union. Störender als die Aufblähung und das Missmanagement der UNRWA ist allerdings, dass die Organisation praktisch die demografische Vernichtung Israels betreibt, was in einem Folgeartikel behandelt wird.

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Heplev
Bild Quelle: Unknown photographer, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Dienstag, 31 August 2021

Spenden an den gemeinnützigen Trägerverein von haOlam.de können von der Steuer abgesetzt werden.

Wir bieten Nachrichten zu Themen aus aller Welt an – vollständig unabhängig von politischen Parteien, Institutionen und Interessengruppen. Nur so können wir Ihnen eine freie und unbeeinflusste Berichterstattung nach hohen journalistischen Standards garantieren. Unsere Unabhängigkeit bedeutet allerdings auch, dass wir nicht durch staatliche Mittel finanziert werden: Wir sind daher auf die private Unterstützung unserer Leser angewiesen. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, lassen Sie uns eine Spende über PayPal zukommen! 

Sie können wahlweise ein Förderabo abschließen oder den Spendenbetrag frei selbst bestimmen:

Betrag Unterstützung via Paypal
haOlam.de mit beliebigem Betrag unterstützen
 
Kleines Förderabo abschließen für 5 Euro monatlich
 
Normales Förderabo abschließen für 15 Euro monatlich
 
Jährliches Förderabo abschließen für 70 Euro im Jahr

empfohlene Artikel

Folgen Sie und auf:

Talk auf dem Klappstuhl als Podcast:

haOlam werbefrei
Mit Generalvollmacht zum Generalverdacht
Mit Generalvollmacht zum Generalverdacht
Ließ Juristin ,mdr Intendantin Karola Wille, Personal bespitzeln?

Downloadals pdf 


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage