In Area A leben tausende Israelis. Aber niemand wird sie als Kriegsverbrecher verurteilen – sie sind ja keine Juden.

In Area A leben tausende Israelis. Aber niemand wird sie als Kriegsverbrecher verurteilen – sie sind ja keine Juden.


Wann verurteilen die UNO, Amnesty International, Human Rights Wach, mit der PFLP verbundene NGOs, die BDS-Bewegung, Students for Justice for Palestine, Peace Now, die Jüdische Stimme für Frieden und J-Street nicht, dass israelische Staatsbürger in der Westbank leben?

In Area A leben tausende Israelis. Aber niemand wird sie als Kriegsverbrecher verurteilen – sie sind ja keine Juden.

Natürlich, dann wenn es sich um Araber handelt.

Aus Ha’aretz:

Rawabi vermarktet sich als Einiger palästinensischer Interessen und einem umsetzbaren Fahrplan zur Eigenstaatlichkeit, der vollmundige Versprechungen der traditionellen Führung buchstäblich durch Fakten vor Ort ersetzt.

In Area A – womit es zumindest auf dem Papier unter voller Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde steht – und rund 35 Minuten nördlich von Ramallah gelegen, begann der Bau der Stadt 2010, anfänglich vom palästinensisch-amerikanischen Unternehmer Bashar Masri finanziert und erheblich unterstützt von Geld aus Qatar.

Während eines Besuchs saß ich vor kurzem mit dem allerersten Bürgermeister Zeiten der Stadt, Ibrahim Natour zusammen.

Nach der Anwesenheit und Rolle der arabisch-israelischen Bevölkerung in der Stadt gefragt, korrigierte mich Natour eilig: „Wir betrachten sie nicht als arabische Israelis: Sie sind Palästinenser. Palästinenser zu sein dreht sich nicht darum einen [israelischen] Personalausweis zu haben. Ich bin Palästinenser, aber ich komme aus Jerusalem. Wir diskriminieren nicht.“

Trotz anfänglicher Hoffnung bis zu 40.000 Einwohner anzuziehen, steht Rawabis aktuelle Bevölkerung derzeit bei mageren 5.000, von denen 70 Prozent die Stadt als ihre dauerhafte Heimat betrachten. Ein Vertreter der Stadt beschrieb die anderen 30 Prozent als „Wochenend-/Ferien“-Besucher. Außer bei wohlhabenderen Palästinensern mit doppelter Staatsbürgerschaft erscheint es logisch, dass viele von ihnen arabische Israelis sind – die einzigen, die in der Lage sind die Grenzübergänge ungehindert passieren können.

Amal, ein 46-jähriger Einwohner der arabisch-israelischen Stadt Um el-Fahm, war überrascht von der demografischen Aufschlüsselung der Stadt, die sich als Sprungbrett in Richtung Eigenstaatlichkeit vermarktet: „Ich fragte auch, wie viele Einwohner von außerhalb kommen [d.h. arabische Israelis]. Ich hatte den Eindruck, dass mindestens 80 Prozent aus der Westbank kommen. Sie sehen all die gelben [israelischen] Nummernschilder auf den Autos und die meisten davon kommen alle paar Monate zu Besuch – aber die werden Ihnen das nie sagen“, sagt er über die Stadtverwaltung.

Egal, wie man zählt, tausenden arabischen Israelis gehören Häuser und sie leben mindestens einen Teil der Zeit in Area A – unter palästinensischer Kontrolle.

Sie sind Siedler.

In einem Bereich, wo Juden nicht hindürfen.

Die Bürgermeister sagt: „Wir diskriminieren nicht.“ Nun, solange man die Diskriminierung von Juden nicht dazu zählt, wohl wirklich nicht.

Ken Roth von Human Rights Watch hat gesagt: „Jeder Transfer eines Siedlers in besetztes Gebiet ist ein Kriegsverbrechen.“ Sowohl Juden als auch Araber ziehen freiwillig in die Westbank. Aber Roth betrachtet es einzig dann als „Kriegsverbrechen“, wenn es sich um Juden handelt.

Dafür gibt es ein Wort.

Die israelischen Araber, die in Rawabi leben, stimmen in israelischen Wahlen ab – genauso wie die Juden, die weniger als zehn Kilometer weiter in Schilo oder Eli leben.

Sie können auf jeder Straße in der Westbank fahren – nicht nur den mythischen „Straßen nur für Juden“, sondern auch auf den arabischen Straßen, die Juden verboten sind.

Jedes einzelne Argument, Israel würde „Apartheid“ betreiben, wird von der Existenz israelischer Araber, die in einer arabischen Kommune leben, von der uns gesagt wird, sie sei „besetzt“, zunichte gemacht.

Je mehr man sich die Behauptung der „Apartheid“ anschaut, desto mehr sieht man, dass sie vom eigenen Fanatismus ausgelöst ist – gegenüber Juden und zwar nur gegenüber den Juden.

übersetzt von heplev


Autor: heplev
Bild Quelle: Symbolbild


Sonntag, 14 November 2021

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