Wer tötete Shireen Abu Akleh, IDF-Soldaten oder Palästinenser?

Wer tötete Shireen Abu Akleh, IDF-Soldaten oder Palästinenser?


Noch bevor die palästinensische Journalistin beerdigt wurde, wird ihr Tod für politische Zwecke instrumentalisiert.

Wer tötete Shireen Abu Akleh, IDF-Soldaten oder Palästinenser?

Was wir wissen, ist, dass die erfahrene Al Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh auf tragische Weise in Jenin während einer Schießerei zwischen IDF-Truppen und palästinensischen Kämpfern getötet wurde.

Wie Abu Akleh starb, hängt davon ab, wie man über den israelisch-palästinensischen Konflikt denkt . Noch bevor sie beerdigt wurde, wurde ihr Tod für politische Zwecke missbraucht.

Jeder, der denkt, dass Israels Präsenz im Westjordanland – mit Siedlern oder Soldaten – verabscheuungswürdig ist, verschwendete keine Zeit damit, die Schuld direkt auf die „Besatzungstruppen“ Israels zu schieben.

Nachrichtenberichte und Nachrichtendienste machten sich großzügig die Behauptungen von Al Jazeera zu eigen, dass Abu Akleh von einem IDF-Soldaten erschossen wurde. Reuters verwendete es als Schlagzeile: „Al Jazeera sagt, dass ein Reporter durch Schüsse der israelischen Armee im Westjordanland getötet wurde.“

Diese Erzählung wurde durch die Aussage des Journalisten Ali Samoudi gestützt, einem Journalisten der in Jerusalem ansässigen Zeitung Quds, der bei dem Vorfall ebenfalls angeschossen, aber nicht ernsthaft verletzt wurde.

„Plötzlich eröffneten sie das Feuer auf uns“, sagte er gegenüber Reportern und bezog sich dabei auf die IDF. „Sie haben sie kaltblütig getötet. Eine Kugel hat mich getroffen, die zweite Shireen.“

Israels Verteidiger in den sozialen Medien veröffentlichten schnell ein hausgemachtes Video, das angeblich palästinensische Bewaffnete in einem Feuergefecht zeigt, wobei ein Palästinenser sagte, sie hätten einen IDF-Soldaten angegriffen. Sie behaupteten, dies sei ein Beweis dafür, dass die Palästinenser Abu Akleh getötet hätten.

In Jerusalem forderte Außenminister Yair Lapid die PA auf, eine gemeinsame Autopsie zur Feststellung der Todesursache durchzuführen, ein Angebot, das offenbar rundweg abgelehnt wurde. Israels Verteidiger nutzten dies als weiteren Beweis dafür, dass die Palästinenser kein Interesse daran hatten, dem Vorfall auf den Grund zu gehen, und es vorzogen, die Tragödie mit allen Mitteln zu melken.

Auch der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas mischte sich ein und sagte, er mache Israel „voll verantwortlich“ für Abu Aklehs Tod. Premierminister Naftali Bennett antwortete, dass Abbas „grundlose Anschuldigungen gegen Israel erhebt“, und fügte hinzu: „Nach den Informationen, die uns derzeit vorliegen, besteht eine beträchtliche Wahrscheinlichkeit, dass palästinensische Bewaffnete, die rücksichtslos geschossen haben, den traurigen Tod des Journalisten verursacht haben.“

In den Stunden seit Abu Aklehs Tod waren die Anschuldigungen und Gegenanschuldigungen unaufhörlich. So läuft es im israelisch-palästinensischen Konflikt. Es gibt kein Problem, das nicht als Munition gegen die andere Seite verwendet werden kann.

Aber dieses Mal wäre es am besten, den Rat von Israels ehemaligem Botschafter in Südafrika, Arthur Lenk, zu befolgen, der Folgendes twitterte:

„Ich habe keine Ahnung, wer letzte Nacht die Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh getötet hat. Du auch nicht. Lassen Sie uns eine echte, unabhängige und schnelle Untersuchung finden, um zu vermeiden, dass ihr tragischer Tod zu einer weiteren Konfliktquelle wird. Und alle verpflichten sich, die Ergebnisse zu respektieren.“

Das wäre das angemessenste Denkmal für eine Journalistin, die bei ihrer Arbeit ums Leben kam.

Das wäre das angemessenste Denkmal für eine Journalistin, die bei ihrer Arbeit getötet wurde. Leider hat die manische Parteinahme zwischen Anhängern der Palästinenser und Israels die Umstände ihres Todes wichtiger gemacht als ihre Erinnerung.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot Youtube


Mittwoch, 11 Mai 2022

Wir benötigen Ihre Spende
für den Betrieb von haOlam.de

Stärken Sie eine Stimme der Wahrheit – Unterstützen Sie die Journalistische Arbeit von haOlam.de!

**********

Spenden an den gemeinnützigen Trägerverein von haOlam.de können von der Steuer abgesetzt werden.

Wir bedanken uns bei allen Spendern für die Unterstützung!

Spenden via PayPal

Für Fragen und Spendenquittungen: spenden@haolam.de


Betrag Unterstützung via Paypal
haOlam.de mit beliebigem Betrag unterstützen
 
Kleines Förderabo für 5 Euro monatlich
 
Normales Förderabo für 15 Euro monatlich
 
Jährliches Förderabo für 70 Euro im Jahr

empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion

Folgen Sie und auf:

Talk auf dem Klappstuhl als Podcast:


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage