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Jerusalems Tempelberg ist Israels Ground Zero

Jerusalems Tempelberg ist Israels Ground Zero


Es ist an der Zeit unsere Souveränität über unseren heiligsten Ort geltend zu machen, eine klare Botschaft an die Welt zu senden, damit der Tempelberg tatsächlich ein Ort für freies Gebet sein wird.

Jerusalems Tempelberg ist Israels Ground Zero

Von Douglas Altabef, Jerusalem Post

Der Ausdruck „Ground Zero“ bezeichnet den Ort des Kerns, des Ursprungs, von fundamentaler Bedeutung. In Israel wird inzwischen Har Habayit, der Tempelberg, als der grundlegende, unersetzliche und entscheidende Ort des jüdischen Volks und des Staats Israel betrachtet.

Die Klarheit des Verstehens wird, wie viele Realitäten hier, von unseren Bürgern deutlicher wahrgenommen als von unserer Führung. Es sind unsere Bürger, die die Weisheit zunehmend begreifen und verkörpern, dass „wer Jerusalem kontrolliert, Israel kontrolliert und wer den Tempelberg kontrolliert, Jerusalem kontrolliert“.

In diesem Sinne repräsentiert der Tempelberg eine wichtige geopolitische Realität, die Israel anerkennen und angehen muss. Die nur allzu vorhersagbaren hundepfeifenartigen Schreie, die „Al-Aqsa-Moschee wird angegriffen“ sind ein manipulativer Versuch Israel daran zu hindern, die Kontrolle über den Berg auszuüben.

Dasselbe gilt für die Haltung von König Abdallah von Jordanien, dessen außenpolitischer Ansatz im Großen und Ganzen darin besteht sich eine Waffe an den Kopf zu halten und damit zu drohen den Abzug zu ziehen, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Beim Tempelberg hingegen handelt er und die israelische Führung reagiert, als habe Abdallah kompromittierende Bilder in der Schublade, die er droht öffentlich zu machen, wenn Israel in Sachen Tempelberg zu „besitzergreifend“ und übermäßig „verjudend“ wird.

Das Ergebnis ist eine langfristige Absurdität, in der israelische Führungskräfte eine echte Schändung der heiligsten Stätte des Judentums und die widerliche Demütigung jüdischer Besucher tolerieren, alles im Namen eines mythischen „Status quo“.

Der Status quo ist nur die israelische Leugnung seiner eigenen Verbindung zum Tempelberg.

Der „Status quo“ ist lediglich die selbstdemütigende Bereitschaft Israels seine Verbindung zum Tempelberg zu leugnen, alles in dem stets wichtigen, aber immer trügerischen Traum die Dinge unter Verschluss halten zu können.

Dankenswerterweise beginnt sich die blamable Situation in den letzten Jahren zu ändern. Die Veränderung ist von uns, den Bürgern Israels, auf klassische Graswurzelweise angetrieben worden. Mutige Einzelne und engagierte Organisationen wie B’yadenu („In unseren Händen“, eine Anspielung auf General Mottas berühmte Verkündung nach der Befreiung des Tempelbergs im Sechstage-Krieg) haben ständig absurde, demütigende und völlig willkürliche Regeln infrage gestellt, die, was für ein Denken auch immer hinter ihnen steckte, nur dazu dienten jüdische Besucher aufzubringen und zu inspirieren über Akte zivilen Ungehorsams nachzudenken.

Der Tempelberg ist sein eigenes Menschenrechts-Thema geworden, seine eigene Bürgerrechts-Kampagne. Hier sind wir die Strebenden, die Ausgeschlossenen, ja die Unterdrückten, Juden, denen die natürliche und erhebende Verbindung zu unserer heiligsten Stätte verweigert wird.

Es gibt 10 Eingangspunkte auf den Tempelberg, aber Juden dürfen nur einen nutzen. Dieser ist eine Rampe, die in etwa die strukturelle Integrität dessen hat, was auf dem Berg Meron zusammenbrach. Die Besuchsstunden sind begrenzt, die Tage eingeschränkt und auch nur die kleinste Neigung zu möglicher Unruhe hat zum Ergebnis, dass die Juden, nie Muslime, nicht mehr hinauf dürfen.

Während Muslime dort Fußball spielen und Antiquitäten schänden, sind Juden gerichtlich belangt worden, weil sie das Schmaj Israel aufsagten.

Wie gesagt, der Wind der Veränderung beginnt zu wehen und der einzige Grund, dass das so ist, liegt darin, dass es ständige Herausforderungen der Regeln gegeben hat, die vor Gericht Erfolg hatten.

Es sind  zunehmend Gebete zu hören, sowohl von Einzelnen als auch sogar in Minjans. Es ist bekannt, dass israelische Flaggen aufgetaucht sind, sogar die „Hatikva“ gesungen wurde. Gerade erst bliesen unerschrockene Mitglieder von B’yadenu, darunter unser Vorsitzender und ein Vorstandsmitglied zusammen mit dem ehemaligen Knessetabgeordneten Yehuda Glick Schofare außerhalb der östlichen Mauer des Berges, was ihre reflexhafte Festnahme veranlasste; sie wurden aber – nach juristischer Intervention – wieder freigelassen.

Genauso, wie die Abraham-Vereinbarungen die Blase der anerkannten Weisheit platzen ließen, wie Frieden im Nahen Osten vorangetrieben werden könnte, ist es auch höchste Zeit für Israels Führungspolitiker anzuerkennen, dass sie aus den gescheiterten Annahmen und dem Ansatz ausbrechen müssen, die Israels Kontrolle – bzw. das Fehlen dieser Kontrolle – über den Tempelberg geprägt haben.

Es ist an der Zeit unsere Souveränität über unsere heiligste Stätte geltend machen, um der Welt, unseren Freunden und Gegnern gleichermaßen, eine klare, unzweideutige Botschaft zu senden, dass der Tempelberg in der Tat ein Ort für freies Gebet und die Versammlung von Leuten ist, die gegenüber allen Religionen Respekt haben, auch gegenüber den Juden.

In einer Zeit, in der die Hamas beschließt sich als „Hüter Jerusalems“ darzustellen und in der Teile der arabischen Gemeinschaft die Gelegenheit sieht Israels Vernünftigkeit und Kompromiss als die Schwäche auszunutzen, als die das letztlich wahrgenommen wird, ist es absolut entscheidend, dass wir uns  auf dem Tempelberg durchsetzen.

Die Al-Aqsa war nie und wird nie angegriffen, außer die bloße Anwesenheit von Juden auf dem Tempelberg wird in der Mentalität ethnischer Säuberung einiger muslimischer Besucher als Bedrohung wahrgenommen. Für diese Wahrnehmung müssen wir eine zeitlose Kindergarten-Weisheit anführen: „Nun, uns tut es leid, dass ihr so empfindet, aber ihr werden lernen müssen zu teilen.“

Ich bin sehr stolz auf die Einzelnen und Organisationen, die mit großer Klarheit und noch größerer Entschlossenheit die Rückholung des Tempelbergs zu einem neuen jüdischen Imperativ gemacht haben. Der Beweis dieser Entschlossenheit ist der dramatische Anstieg jüdischer Aufstiege auf den Tempelberg. Mehr als 50.000 Juden gingen im vergangenen Jahr hinauf, eine größere Zahl als zu jeder Zeit seit der Zerstörung des zweiten Tempels.

Mögen wir in diesem neuen Jahr unsere Bemühungen zur Erweiterung unserer Rechte, Präsenz und unserer Verbindung zum Tempelberg weiter stärken. Das ist kein Nullsummen-Spiel. Unser Recht geltend zu machen wird niemand anderen beeinträchtigen.

Als König Salomo den ersten Tempel einweihte, lud er die Nationen der Welt ein dort zu beten. Wir sind genauso einladend. Es ist nur so, dass es längst überfällig ist, dass der Tempelberg Juden herbeiwinkt und willkommen heißt.

Nächstes Jahr auf dem Tempelberg!Der Autor ist ein Direktor von B’yadenu. Er ist auch der Vorstandsvorsitzende von Im Tirtzu und ein Direktor des Israel Independence Fund. Er kann über dougaltabef@gmail.com kontaktiert werden.


Dieser Artikel wurde zuerst hier veröffentlicht.

Autor: Heplev
Bild Quelle: Gerd Eichmann, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Montag, 10 Oktober 2022

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