Israels "11. September": Warum Experten Russland und den Iran hinter dem Hamas-Angriff sehen

Israels "11. September": Warum Experten Russland und den Iran hinter dem Hamas-Angriff sehen


Der verheerende Angriff der Hamas auf Israel, der über 350 Menschenleben gefordert hat, sorgt für weltweite Bestürzung. Oberst Richard Kemp, ein Militärexperte und ehemaliger britischer Kommandeur in Afghanistan, sieht mehrere internationale Akteure am Werk, darunter Russland und der Iran.

Israels "11. September": Warum Experten Russland und den Iran hinter dem Hamas-Angriff sehen

Der jüngste und bisher tödlichste Angriff der Hamas auf Israel hat den Nahen Osten in einen Strudel der Gewalt gestürzt, der weitreichende geopolitische Implikationen hat. Einer der bekanntesten Stimmen in der Analyse dieses Konflikts ist Oberst Richard Kemp, der ehemalige Kommandeur der britischen Streitkräfte in Afghanistan. Seine Aussagen zum Konflikt eröffnen nicht nur ein neues Verständnis der Taktiken der Hamas, sondern auch der internationalen Kräfte, die im Hintergrund agieren könnten.

Kemp ist äußerst besorgt über das massive Versagen der israelischen Geheimdienste. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass sich die israelische Regierung jetzt mit Fragen zu diesem Versagen der Geheimdienste befasst“, sagte er. Dieses Versagen lässt sich nicht nur auf die überraschende Effektivität der Hamas zurückführen, sondern auch auf die mögliche Rolle von Russland und dem Iran.

Der Iran: Ein Vertrauter des Terrorismus

Der Iran wird seit Langem für seine finanzielle und militärische Unterstützung der Hamas kritisiert. Kemp macht deutlich, dass der Iran durch seine Verbindung zur Hamas und zum Islamischen Dschihad versucht, seinen lang gehegten Plan der Vernichtung Israels voranzutreiben. „Sie finanzieren, bewaffnen und leiten die Hamas und den Islamischen Dschihad“, erklärte er.

Russlands Rolle: Ein kompliziertes Schachspiel

Kemp führte weiter aus, dass auch Russland eine Rolle gespielt haben könnte. Die Motivation Russlands könnte es sein, die Instabilität im Nahen Osten zu schüren, um die USA und ihre Verbündeten von anderen geopolitischen Brennpunkten wie der Ukraine abzulenken. „Moskau und Teheran sind enge Verbündete“, betonte er.

Geopolitische Verstrickungen

Eine weitere Ebene der Komplexität ergibt sich aus den Normalisierungsverhandlungen zwischen Saudi-Arabien und Israel. Beide Länder, der Iran und Russland, hätten ein Interesse daran, diese Verhandlungen zu sabotieren. „Es ist schwer abzuschätzen, welche Auswirkungen dies [auf die Verhandlungen mit Saudi-Arabien] haben wird, aber es wird die Verhandlungen sicherlich erschweren“, so Kemp.

Die Zukunft: Ein neues strategisches Kalkül für Israel

Was die unmittelbare Reaktion Israels betrifft, so ist Kemp der Ansicht, dass die „Kriegsgesetze zur Verhältnismäßigkeit“ Israels Ansatz nicht beeinflussen sollten. Stattdessen sollte sich Israel darauf konzentrieren, die Hamas und den Islamischen Dschihad als lebensfähige Terrororganisationen zu zerstören, selbst wenn dies eine militärische Präsenz im Gazastreifen erforderlich machen könnte.

In dieser angespannten Zeit, in der das Leben unschuldiger Zivilisten auf dem Spiel steht, mahnt Kemp den Westen, die Beteiligung des Iran und Russlands zu erkennen und Israel in seinen Verteidigungsbemühungen zu unterstützen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Sonntag, 08 Oktober 2023

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