Ägypten versucht mit Gipfel zur Gaza-Krise eine Eskalation zu verhindern: Vereinigte Staaten fehlen, Iran nicht eingeladen

Ägypten versucht mit Gipfel zur Gaza-Krise eine Eskalation zu verhindern: Vereinigte Staaten fehlen, Iran nicht eingeladen


In einem Versuch, den regionalen Konflikt im Nahen Osten einzudämmen, ruft Ägypten einen Gipfel zur Gaza-Krise ins Leben. Während zahlreiche Staats- und Regierungschefs teilnehmen werden, ist das Fehlen der Vereinigten Staaten und der Nicht-Einladung Irans ein klares Zeichen für die Herausforderungen, die dem Gipfel bevorstehen.

Ägypten versucht mit Gipfel zur Gaza-Krise eine Eskalation zu verhindern: Vereinigte Staaten fehlen, Iran nicht eingeladen

An diesem Samstag wird Ägypten einen Gipfel zur Gaza-Krise ausrichten. Ziel des Treffens ist es, einen größeren regionalen Krieg zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas zu verhindern. Doch das Fehlen der Vereinigten Staaten und anderer wichtiger westlicher Führer dämpft die Erwartungen an die Möglichkeiten des hastig einberufenen Gipfels.

Ägypten hat sich entschieden, Iran nicht zum Gipfel einzuladen, nachdem es negative Signale aus den USA erhalten hatte. Dieser Schritt birgt das Potenzial für weitere Konflikte, da der Iran ein wichtiger Akteur in der Region ist und die Hamas unterstützt.

Der Fokus des Gipfels wird voraussichtlich auf der Wirtschaftshilfe für den Gazastreifen und der Freilassung israelischer Geiseln liegen, die von der Hamas gefangen genommen wurden. Dabei könnten konkrete Vermittlungsbemühungen der teilnehmenden Nationen eine Rolle spielen. Es wird erwartet, dass die Abschlusserklärung des Gipfels einen Aufruf zur sofortigen Freilassung der Geiseln und anderer im Gazastreifen festgehaltener Ausländer beinhalten wird.

Ein weiterer kritischer Punkt des Gipfels könnte die Herbeiführung eines Waffenstillstands sein. Ein Aufruf zu einem sofortigen Waffenstillstand wurde jedoch von den anwesenden europäischen Ländern bereits bestritten, was die diplomatischen Bemühungen zusätzlich erschwert.

Die Teilnehmerliste des Gipfels ist beeindruckend und umfasst neben dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi auch den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und den Emir von Katar. Weitere teilnehmende Staaten sind die VAE, der Irak, Italien, Spanien, Griechenland und Kanada. Zudem werden die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und Japans anwesend sein, ebenso wie UN-Generalsekretär António Guterres und EU-Präsident Charles Michel.

Die Abwesenheit der USA, Israels wichtigstem Verbündeten, hat bereits zu Verlegenheit unter den Teilnehmern geführt und stellt ein deutliches Hindernis für die Einigung auf eine gemeinsame Linie dar.

Das diplomatische Manöver ist eine Gratwanderung voller politischer Spannungen und Unsicherheiten. Nur die Zeit wird zeigen, welche konkreten Ergebnisse der Gipfel hervorbringen wird und ob er in der Lage sein wird, die spiralförmig zunehmenden Spannungen in der Region zu deeskalieren.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Number 10 - The Prime Minister meets Mahmoud Abbas, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=139249715


Samstag, 21 Oktober 2023

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