Massenevakuierungen in Israel: Ein unheilvolles Zeichen im stetigen Konflikt mit Hisbollah

Massenevakuierungen in Israel: Ein unheilvolles Zeichen im stetigen Konflikt mit Hisbollah


Israel intensiviert seine Evakuierungsmaßnahmen an der Nordgrenze in Reaktion auf wachsende Bedrohungen durch die Hisbollah.

Massenevakuierungen in Israel: Ein unheilvolles Zeichen im stetigen Konflikt mit Hisbollah

Die Bedrohung an Israels Nordgrenze nimmt beängstigend zu. In einer koordinierten Aktion zwischen dem israelischen Verteidigungsministerium und der IDF (Israel Defense Forces) wurden am vergangenen Sonntag 14 weitere Gemeinden evakuiert. Die Entscheidung fiel aufgrund der steigenden Anzahl an Angriffen der im Libanon ansässigen Terrororganisation Hisbollah, die in den letzten zwei Wochen alles von Panzerabwehrraketen bis hin zu Kleinwaffenfeuer eingesetzt hat.

Diese jüngsten Evakuierungen kommen zu den bereits 28 Gemeinden hinzu, die Israel am 16. Oktober evakuiert hatte. Darüber hinaus wurde kürzlich auch die Evakuierung der Stadt Kiryat Shmona bekannt gegeben. Hunderttausende Israelis sind von den Evakuierungen betroffen, ein Umstand, der angesichts der anhaltenden Bedrohung durch die Hisbollah zunehmend alarmierend ist.

Die Liste der evakuierten Gemeinden ist vielfältig und umfasst sowohl jüdische als auch arabische Ortschaften, darunter auch Beduinengemeinschaften wie Arab al-Aramshe und Alewitengemeinschaften wie Ghajar. Diese breite Streuung zeigt die Komplexität der Situation, die nicht nur ethnische oder religiöse Gruppen betrifft, sondern die gesamte Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten.

Der eskalierende Konflikt hat bereits seine Opfer gefordert: Bei einem Angriff am Wochenende wurde ein Soldat getötet, und zwei ausländische Arbeiter wurden verletzt. Dass die Hisbollah auch ausländische Arbeitnehmer, die in vielen der evakuierten Gemeinden arbeiten, nicht verschont, unterstreicht die rücksichtslose Natur der Angriffe.

Die israelischen Streitkräfte reagieren entschlossen auf die Bedrohungen. In einer nächtlichen Aktion teilte die IDF mit, dass eine Rakete, die auf eine IDF-Drohne abgefeuert worden war, erfolgreich abgefangen wurde. Als Reaktion darauf schlugen IDF-Flugzeuge das Militärgelände ein, von dem aus die Rakete abgefeuert wurde. Die IDF fügte hinzu, dass sie auch die militärische Infrastruktur und Beobachtungsausrüstung der Hisbollah angegriffen haben.

Diese zunehmende Eskalation an der Nordgrenze Israels steht in erschreckendem Kontrast zu den bereits prekären Verhältnissen an der Südgrenze des Landes, besonders nach dem Massaker am 7. Oktober, bei dem 1.400 Menschen ums Leben kamen. Die Gesamtzahl der evakuierten Menschen ist unklar, dürfte jedoch zwischen 100.000 und 200.000 liegen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Sonntag, 22 Oktober 2023

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