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Verzögerte Geiselübergabe: Hamas manipuliert geplante Waffenruhe

Verzögerte Geiselübergabe: Hamas manipuliert geplante Waffenruhe


Die angekündigte Waffenruhe zwischen Israel und Hamas verzögert sich. Grund dafür ist die mangelnde Bereitschaft von Hamas, rechtzeitig die Namen freizulassender Geiseln zu nennen.

Verzögerte Geiselübergabe: Hamas manipuliert geplante Waffenruhe

Am Sonntagmorgen verkündete der Sprecher der IDF, Konteradmiral Daniel Hagari, dass die geplante Waffenruhe mit HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen verschoben wurde, da die Terrororganisation nicht rechtzeitig die Namen der für den Tag vorgesehenen Geiselüberstellungen bekanntgegeben hat. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu stellte unmissverständlich klar, dass die Umsetzung der Waffenruhe von der Vorlage dieser Informationen abhängt.

Trotz zahlreicher Vermittlungsversuche und intensiver nächtlicher Beratungen blieben die Sicherheitsbedenken Israels bestehen. Bereits im Vorfeld war vereinbart worden, dass Hamas die Liste mit den Namen der zu befreienden Geiseln mindestens 24 Stunden vor deren Freilassung übermitteln müsse. Laut früheren Berichten sollten drei weibliche Geiseln am Sonntag freikommen, jedoch bleiben sowohl deren Identität als auch der Zeitplan unklar.

Hamas behauptet, technische Gründe seien für die Verzögerung verantwortlich. Ein Sprecher der Gruppe erklärte, die interne Kommunikation erfolge lediglich durch Boten, was die Abstimmung erschwere. Zudem müsse die finale Freigabe der Namen durch den Hamas-Führer Muhammad Sinwar erfolgen, bevor eine Übergabe stattfinden könne. Gleichzeitig bekräftigte die Terrororganisation, sich an die Abmachungen zur Waffenruhe halten zu wollen.

Ein israelischer Vertreter kommentierte die Situation nüchtern: „Wir wussten, dass Hamas sich manipulativer Mittel bedienen würde.“ Diese Einschätzung findet Unterstützung in den bisherigen Erfahrungen der israelischen Unterhändler, die der Organisation wiederholt vorwarfen, durch Verzögerungen und Verwirrung taktische Vorteile zu suchen.

Der aktuelle Stillstand könnte eine Vorwegnahme zukünftiger Probleme in der Umsetzung des mehrstufigen Abkommens sein. Im Laufe der nächsten Wochen sollen weitere 33 Geiseln freigelassen werden, doch die momentanen Ereignisse lassen Zweifel an der Verlässlichkeit von Hamas aufkommen.




Autor: Redaktion
Sonntag, 19 Januar 2025

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