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Verhandlungen in Katar: Hoffnung auf Geisel-Freilassung und Waffenruhe

Verhandlungen in Katar: Hoffnung auf Geisel-Freilassung und Waffenruhe


In Katar laufen heikle Verhandlungen über die Freilassung israelischer Geiseln und eine mögliche Waffenruhe im Gazastreifen. Während Israel auf Fortschritte hofft, stellt die Hamas neue Bedingungen.

Verhandlungen in Katar: Hoffnung auf Geisel-Freilassung und Waffenruhe
Steve Witkoff und Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Fotodatei: Maayan Toaf / GPO via Flickr

Hinter verschlossenen Türen in Katar wird weiter über die Freilassung israelischer Geiseln und eine verlängerte Waffenruhe verhandelt. Nach Informationen aus israelischen Regierungskreisen zeigen sich vorsichtige Fortschritte. Ein begrenztes Abkommen mit der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen rückt in den Bereich des Möglichen.

Die derzeit diskutierte Vereinbarung sieht die Freilassung von fünf bis sechs lebenden Geiseln sowie die Rückgabe von rund neun Leichnamen vor. Im Gegenzug würde IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen mehr palästinensische Häftlinge freilassen. Ein weiteres zentrales Element ist eine Feuerpause, die bis nach dem israelischen Unabhängigkeitstag am 1. Mai andauern könnte – eine Spanne von etwa 45 bis 50 Tagen. Während dieser Zeit sollen Verhandlungen über eine längerfristige Lösung fortgeführt werden. Zudem würde die Versorgung des Gazastreifens mit Hilfsgütern und Strom wieder verstärkt.

Israel drängt darauf, dass mehr Geiseln freikommen. Die Regierung in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen hat der vorgeschlagenen Zwischenlösung grundsätzlich zugestimmt, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen. Die Hamas hat den von den USA vermittelten Vorschlag nicht sofort abgelehnt, fordert jedoch zusätzlich den vollständigen Rückzug Israels vom Philadelphi-Korridor – der strategisch wichtigen Grenze zwischen GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen und Ägypten. Außerdem verlangt sie eine verbindliche Zusage für eine zweite Verhandlungsphase, wie ursprünglich in der Rahmenvereinbarung vorgesehen.

Während Premierminister Benjamin Netanjahu eine weiterführende Verhandlung über eine zweite Phase ablehnt, verfolgen die USA unter Ex-Präsident Donald Trump eine weitergehende geopolitische Strategie. Im Zentrum steht die Ausweitung der Abraham-AbkommenAbraham-Abkommen: Israels Durchbruch in der arabischen WeltDie Abraham-Abkommen sind Normalisierungsvereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen beziehungsweise muslimisch geprägten Staaten. Sie begannen 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain.Mehr lesen: Trump plant einen Besuch in Saudi-Arabien innerhalb der nächsten sechs Wochen, um neue arabische und muslimische Staaten in das NormalisierungsabkommenAbraham-Abkommen: Israels Durchbruch in der arabischen WeltDie Abraham-Abkommen sind Normalisierungsvereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen beziehungsweise muslimisch geprägten Staaten. Sie begannen 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain.Mehr lesen mit Israel einzubinden.

Die erste Phase des Geisel-Deals endete am 1. März. Seither hält die Waffenruhe, obwohl die Hamas keine weiteren Geiseln freigelassen hat. Gegenwärtig befinden sich noch 59 israelische Geiseln in Gaza7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen, von denen 24 als lebendig gelten.

Unterdessen führt Israel weiterhin gezielte Schläge gegen Verstöße gegen die Feuerpause durch und hat sämtliche humanitären Lieferungen nach Gaza gestoppt, um Druck auf die Hamas auszuüben. Zusätzlich wurde die Stromzufuhr zu Wasserentsalzungsanlagen in Gaza unterbrochen – ein Schritt, gegen den mehrere Geisel-Familien beim israelischen Obersten Gerichtshof Klage eingereicht haben.




Autor: Redaktion
Freitag, 14 März 2025

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