Ex-Geisel Omer Shem Tov: Hamas nutzte Israels innere Spaltung für PropagandaEx-Geisel Omer Shem Tov: Hamas nutzte Israels innere Spaltung für Propaganda
Der freigelassene Geisel Omer Shem Tov sprach mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog über seine Zeit in der Gefangenschaft der Hamas. Dabei berichtete er, dass die Terrororganisation den Geiseln bewusst Bilder von Israels interner Spaltung zeigte, um ihre moralische Stärke zu untergraben.

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Laut Shem Tov spielte die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen ihnen gezielt Medienaufnahmen vor, die IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen als zutiefst gespalten darstellten – „in der extremsten Weise, die möglich ist“, wie er gegenüber KAN News erklärte.
„Diese Spaltung ist es, die Hamas erheblich stärkt“, so Shem Tov. Die Terroristen hätten ihm gegenüber wiederholt geäußert, dass „Israel sich selbst von innen zerstören wird“ – genau das gebe ihnen Kraft.
Shem Tov wurde nach 505 Tagen in Hamas-Gefangenschaft im Zuge des jüngsten GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen-Deals freigelassen.
Das Überleben in Gefangenschaft: Hunger, Dunkelheit und Verzweiflung
Auf einer Kundgebung in Herzliya schilderte Shem Tov die extremen Bedingungen seiner Gefangenschaft. Besonders prägte ihn eine Zeit tiefster Verzweiflung:
„Am 50. Tag, nach fünf Tagen in völliger Dunkelheit, hatte ich nur noch einen Keks pro Tag und etwas salziges Wasser. Ich schrie zu Gott, mich hier rauszuholen, weil ich es nicht mehr aushielt.“
Nur fünf Minuten später teilte ihm sein Bewacher mit, dass er an einen anderen Ort verlegt werde.
Sein Kampf für die verbleibenden Geiseln
Seit seiner Freilassung setzt sich Shem Tov für die Befreiung der verbleibenden Geiseln ein.
„Ich weiß genau, was sie fühlen. Jeder Tag dort bedeutet, dass es unklar ist, ob man überlebt oder an Hunger oder Misshandlungen stirbt.“
Sein Appell ist eindeutig: „Wir müssen sie alle herausholen – die Lebenden für die Rehabilitation und die Toten für eine würdige Beerdigung.“
Shem Tov spricht auch offen über die Herausforderungen, nach über einem Jahr in Gefangenschaft in ein neues Leben zurückzufinden.
„Gepriesen sei Er, der uns am Leben erhalten, uns versorgt und uns bis zu diesem Moment gebracht hat.“
Autor: Redaktion
Mittwoch, 26 März 2025