USA fordert entschlossenes Vorgehen Libanons gegen Raketenangriffe auf IsraelUSA fordert entschlossenes Vorgehen Libanons gegen Raketenangriffe auf Israel
Die USA fordern die libanesische Regierung auf, gegen Gruppen vorzugehen, die Raketen auf Israel abfeuern. Washington betont Israels Recht auf Selbstverteidigung.
Die US-Regierung hat den Libanon dazu aufgerufen, entschlossen gegen Gruppen vorzugehen, die Raketen auf Israel abfeuern. US-Vizegesandte für den Nahen Osten, Morgan Ortagus, erklärte in einem Interview mit dem saudischen Nachrichtensender Al-Hadath, dass Israel das Recht habe, auf Angriffe aus dem Libanon zu reagieren. Hintergrund sind die jüngsten israelischen Luftangriffe auf die südlichen Vororte Beiruts, nachdem aus dem Libanon Raketen auf Nordisrael abgefeuert worden waren.
Das US-Außenministerium unterstrich Ortagus’ Forderung und rief die libanesische Regierung dazu auf, die Terrororganisation Hisbollah zu entwaffnen. „Der Raketenbeschuss aus dem Libanon nach Israel stellt einen eklatanten Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen dar“, betonte Ortagus. „Es kann nicht behauptet werden, dass Israel den Waffenstillstand verletzt.“
Hisbollah als zentrale Bedrohung
Ortagus machte deutlich, dass die libanesische Armee zwar Unterstützung verdiene, ihre Maßnahmen aber nicht ausreichten, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Sie wies darauf hin, dass die libanesische Regierung nicht in der Lage sei, das gesamte Land effektiv zu kontrollieren. Gleichzeitig wies sie Vergleiche zwischen dem Libanon und Gaza zurück und betonte, dass die eigentliche Verantwortung für die Eskalation bei Iran und Hisbollah liege.
„Es ist Zeit für Diplomatie zwischen Israel und dem Libanon“, betonte sie weiter. Sie verwies auf den libanesischen Präsidenten, der Verhandlungen mit Israel befürworte. Dabei sprach sie sich für eine diplomatische Lösung zur Klärung der umstrittenen Grenzgebiete, insbesondere der sogenannten „fünf Punkte“ im Südlibanon, aus.
Washington fordert vollständige Entwaffnung der Hisbollah
Ortagus bekräftigte zudem, dass Washington weiterhin an der völligen Entwaffnung der Hisbollah arbeite und sicherstellen wolle, dass die Terrororganisation keine neuen Waffen erhält. Die USA machen Iran direkt für die Bewaffnung und Finanzierung der Hisbollah verantwortlich und sehen darin eine zentrale Bedrohung für die Stabilität der Region.
Die jüngsten Äußerungen der US-Regierung unterstreichen den wachsenden Druck auf den Libanon, gegen die Hisbollah vorzugehen, um eine weitere Eskalation an der israelisch-libanesischen Grenze zu verhindern. Doch solange die Terrororganisation faktisch ein „Staat im Staat“ bleibt, erscheint ein entschlossenes Vorgehen der libanesischen Regierung wenig realistisch.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X @AlArabiya
Samstag, 29 März 2025