Israel weitet Militäroperation in Gaza massiv aus – neue Sicherheitszonen geplant

Israel weitet Militäroperation in Gaza massiv aus – neue Sicherheitszonen geplant


Die israelische Regierung verstärkt ihre Militäroffensive im Gazastreifen und plant die Schaffung neuer Sicherheitszonen. Verteidigungsminister Israel Katz ruft die Bevölkerung zur Aufgabe der Hamas auf.

Israel weitet Militäroperation in Gaza massiv aus – neue Sicherheitszonen geplant

Israel treibt seine Militäroperationen im Gazastreifen mit unverminderter Härte voran. Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Mittwoch eine erhebliche Erweiterung der Operation „Stärke und Schwert“ an. Ziel sei es, große Gebiete zu besetzen und diese als Sicherheitszonen in israelisches Gebiet zu integrieren.

„Die Operation wird ausgedehnt, um das Gebiet von Terroristen und Terrorinfrastruktur zu säubern. Ich rufe die Bewohner von Gaza auf, Hamas zu entfernen und die Geiseln zurückzubringen – das ist der einzige Weg, diesen Krieg zu beenden“, erklärte Katz in einer Stellungnahme.

Evakuierung und neue Sicherheitszonen

Der israelische Verteidigungsminister bekräftigte, dass mit der Erweiterung der Militäraktionen eine umfangreiche Evakuierung der palästinensischen Bevölkerung aus den Kampfzonen einhergehen werde. Nach seinen Worten sollen „weitere Gebiete als Pufferzonen“ genutzt werden, um sowohl die israelischen Streitkräfte als auch die grenznahen Gemeinden besser zu schützen.

Diese Ankündigung folgt Berichten über verstärkte israelische Luft- und Bodenangriffe, insbesondere im Süden des Gazastreifens. Am Dienstagabend begann die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) mit einer Bodenoffensive in Rafah, wie palästinensische Medien meldeten. Die israelische Luftwaffe bombardierte mehrere Ziele im gesamten Gazastreifen, während Berichte auch den Einsatz der Marine bestätigen. Am Mittwochmorgen setzte die IDF ihre Angriffe fort, mit Panzervorstößen Richtung Khan Yunis und Rafah.

IDF-Sprecher Col. Avichay Adraee rief die Bewohner von Rafah zur Evakuierung auf und wies sie an, in ausgewiesene humanitäre Zonen auszuweichen. Die IDF hat die Viertel Tel Sultan und Shaboura eingekesselt und Fluchtkorridore eingerichtet, um die Bewegung aus der Stadt zu kontrollieren.

Kontroverse um Geiselnahmen: Familien fordern Antworten

Während die israelische Regierung auf eine militärische Strategie setzt, um die Hamas zu zerschlagen, wächst der Unmut unter den Familien der Geiseln. Der „Hostages and Missing Families Forum“ veröffentlichte eine scharfe Stellungnahme, in der er die Regierung aufforderte, sich vorrangig um die Rückkehr der noch immer in Gaza festgehaltenen 59 Geiseln zu kümmern.

„Hat die Regierung beschlossen, die Geiseln für territoriale Gewinne zu opfern?“, heißt es in der Erklärung. Die Angehörigen werfen der Regierung vor, den Geiselfall in der Prioritätenliste nach unten verschoben zu haben. „Wir verlangen von Premierminister Netanjahu, Verteidigungsminister Katz und Generalstabschef Halevi eine öffentliche Erklärung darüber, wie diese Operation zur Rückkehr unserer Liebsten beiträgt und wie sie sicherstellen, dass ihre Leben nicht gefährdet werden.“

Befürworter der Offensive: Mehr Druck für Geiselrückgabe nötig

Im Gegensatz dazu begrüßte das konservative Tikvah-Forum die Ausweitung der Militäroperation. Die Gruppe argumentiert, dass nur durch massiven militärischen Druck und die Eroberung weiterer Gebiete die Hamas gezwungen werden könne, die Geiseln freizulassen. „Je größer der Druck, desto mehr Geiseln können wir befreien. Es darf kein Zögern oder Aufhören der Operationen geben – nur entschlossenes und unerbittliches Vorgehen wird unsere Liebsten zurückbringen.“

Kriegsausgang ungewiss

Die Ausweitung der IDF-Operationen könnte den Krieg auf unbestimmte Zeit verlängern. Während Israel auf eine Zerschlagung der Hamas setzt, wachsen sowohl der internationale Druck als auch die innenpolitischen Spannungen wegen der Geiselfrage. Wie lange die militärische Strategie durchgehalten wird, ohne eine diplomatische Lösung in Betracht zu ziehen, bleibt abzuwarten.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF


Mittwoch, 02 April 2025

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