"Mein Sohn stirbt langsam in einem Käfig": Mutter veröffentlicht grausames Video der Hamas-Entführung"Mein Sohn stirbt langsam in einem Käfig": Mutter veröffentlicht grausames Video der Hamas-Entführung
Anat Angrest veröffentlicht verstörendes Material der Entführung ihres Sohnes – um den letzten Funken Hoffnung nicht aufzugeben.
Es ist ein Video, das niemand sehen möchte – und doch eines, das gesehen werden muss: Die Mutter von Matan Angrest, einem 22-jährigen israelischen Soldaten, der seit dem 7. Oktober in der Gewalt der Terrororganisation Hamas ist, hat am Donnerstagabend erschütterndes Filmmaterial veröffentlicht, das die brutale Gefangennahme ihres Sohnes dokumentiert. Das Video zeigt Matan verwundet, ohne Hemd, hilflos, umringt von maskierten Männern auf einem Panzer. Kurz darauf kniet er, die Arme nach hinten gezwungen – ein Bild, das mehr sagt als jede Statistik über das Leiden der israelischen Geiseln in Gaza.
Die Entscheidung, das Video zu veröffentlichen, fiel der Mutter schwer. Doch Anat Angrest sieht keine andere Möglichkeit mehr, um auf das Schicksal ihres Sohnes und der verbleibenden 58 israelischen Geiseln aufmerksam zu machen. „Ich denke nicht mehr an meine Gefühle. Ich denke nur noch daran, was ich tun muss, um zu zeigen, dass Menschen unter der Erde vergraben sind – und noch lebend gerettet werden können“, erklärte sie. Ihre Worte richten sich auch direkt an US-Präsident Donald Trump: „Sie haben bereits so vielen geholfen, nach Hause zurückzukehren. Bitte tun Sie alles, um auch Matan zu retten.“
Das Video ist Teil eines Fernsehbeitrags des israelischen Investigativmagazins Uvda und zeigt den Moment der Gefangennahme: Matan, aus einem Panzer gezerrt, bewusstlos, verletzt, und doch bereits das Ziel von Spott, Gewalt und späterer Folter. Nach Angaben der Familie wurde er in lebensbedrohlichem Zustand verschleppt, doch blieb von jeglichem humanitären Gefangenenaustausch ausgeschlossen – weil er ein Soldat ist. Seine Kameraden Itai Chen, Daniel Peretz und Tomer Leibovitz wurden im Gefecht getötet. Ihre Leichen wurden nach Gaza verschleppt.
In einem später von Hamas veröffentlichten Propagandavideo ist Matan zu sehen – sichtlich gezeichnet, von Schmerzen entstellt, offenbar unter Zwang sprechend. Er appelliert an die israelische Regierung, auf eine Geiselvereinbarung hinzuarbeiten und sagt, dass „nur ein Deal“ die Freilassung der Geiseln ermöglichen könne – nicht der militärische Weg. Seine Aussagen wirken resigniert, sein Blick leer. Es ist das einzige Lebenszeichen seit Monaten.
Anat Angrests Eltern – Holocaustüberlebende – sahen sich das Video ebenfalls an. „Jedes Mal, wenn sie es sehen, verkürzt es ihr Leben“, sagt Anat. Sie berichtet von Zeugenaussagen anderer freigelassener Geiseln, die Matan gesehen hätten: „Er hat bleibende Schäden, wurde misshandelt, hat Gesichtsfrakturen. Mein Sohn ist in einem Käfig, er verhungert, sieht kein Tageslicht mehr.“
Dass die Familie das Video veröffentlichen muss, zeigt nicht nur die Verzweiflung, sondern auch das kollektive Versagen der Weltgemeinschaft. Seit dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 – bei dem Hamas über 1.200 Menschen ermordete und mehr als 250 nach Gaza verschleppte – ist das Schicksal vieler Geiseln in den Hintergrund geraten. Vor allem junge Soldaten wie Matan sind zum Spielball politischer Interessen geworden, während ihre Eltern täglich um ihr Überleben kämpfen – allein gelassen zwischen politischen Machtspielen, diplomatischem Zögern und medialer Ermüdung.
Der Terror der Hamas ist nicht nur militärisch. Er ist psychologisch, er ist moralisch – und er richtet sich gezielt gegen das menschliche Gewissen. Dass Matan Angrests Mutter dieses Video veröffentlichen musste, ist ein Alarmsignal. Es richtet sich nicht nur an Israel, sondern an die gesamte zivilisierte Welt.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Freitag, 04 April 2025