Ein Schmetterling für Ariel: Israels rührender Tribut an ein gestohlenes Leben

Ein Schmetterling für Ariel: Israels rührender Tribut an ein gestohlenes Leben


Ein orangefarbener Schmetterling trägt jetzt den Namen des ermordeten Ariel Bibas – ein vierjähriger Junge, der von Hamas-Terroristen entrissen wurde. Seine Liebe zur Natur lebt weiter, doch die Tränen Israels bleiben.

Ein Schmetterling für Ariel: Israels rührender Tribut an ein gestohlenes Leben

Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die die größten Wunden heilen wollen. Ein orangefarbener Schmetterling, zart und frei, flattert nun durch Israel mit einem Namen, der das Herz eines ganzen Volkes berührt: Kitmit Ariel. Die Akademie der Hebräischen Sprache hat entschieden, diesen Schmetterling – bisher als Kitmit Yerushalayim bekannt – nach Ariel Bibas zu benennen, einem vierjährigen Jungen, dessen Leben von der Hamas in einem Akt unvorstellbarer Grausamkeit ausgelöscht wurde. Es ist ein Tribut, der die Seele bewegt, ein Versuch, Licht in die Dunkelheit zu bringen, die der 7. Oktober 2023 über die Familie Bibas und ganz Israel brachte.

Die Nachricht kam am Freitag von der Familie selbst, nachdem die Akademie letzte Woche Yarden Bibas, Ariels Vater, informierte. Am Donnerstag überreichte sie ihm einen handgeschriebenen Brief – ein Dokument, das mehr ist als nur Papier. Es ist ein Versprechen. „Von allen orangefarbenen Schmetterlingen in unserem Land verdient dieser es, Ariel zu heißen“, steht darin, mit einem Verweis auf den biblischen Namen Jerusalems. Die Idee stammt von Dr. Liat Gidron, der Leiterin des zoologischen Komitees, die Yardens Worte nicht vergessen konnte. In seiner Grabrede hatte er geweint: „Ariel liebte Schmetterlinge, die Natur war sein Zuhause.“ Nun fliegt ein Stück seines Geistes in jedem Kitmit Ariel weiter – ein Gedanke, der ebenso tröstet wie er zerreißt.

Die Geschichte der Familie Bibas ist ein offener Schmerz in Israels Brust. Am 7. Oktober 2023 rissen Hamas-Terroristen Yarden, seine Frau Shiri und ihre Söhne Ariel (4) und Kfir (9 Monate) aus ihrem Heim im Kibbuz Nir Oz. Es war der Beginn eines Albtraums, der 251 Geiseln und einen Krieg brachte, der bis heute Narben hinterlässt. Die orangefarbenen Locken der Brüder wurden zum Symbol der Hoffnung – Orange leuchtete in Städten weltweit, ein stummer Schrei nach ihrer Rückkehr. Doch diese Hoffnung wurde zerstört. Yarden kam am 1. Februar 2025 frei, nach 484 Tagen in der Hölle, als Teil eines Waffenstillstands, der 30 Geiseln und die Überreste von acht Toten zurückbrachte. Doch seine Familie war verloren. Am 20. Februar übergab Hamas in einer grausamen Propagandashow die sterblichen Überreste von Ariel und Kfir, neben einem weiteren Opfer. Shiri folgte einen Tag später – die IDF enthüllte später, dass alle drei „kaltblütig“ und „mit bloßen Händen“ ermordet wurden, ihre Körper geschändet, um die Tat zu vertuschen.

Für Yarden, der seine Liebsten am 26. Februar 2025 im Tsoher-Regionalfriedhof beisetzte, neben Shiris Eltern, die ebenfalls am 7. Oktober starben, ist der Schmetterling mehr als ein Name. Es ist ein Hauch von Ariel – ein Junge, der die Welt mit großen Augen sah, dessen Lachen die Felder erfüllte, bevor es für immer verstummte. Die Akademie fragte ihn zuerst, und er stimmte zu – eine Geste, die zeigt, wie tief dieser Akt der Erinnerung geht. „Wir wollten etwas Schönes schaffen aus all dem Grauen“, sagte ein Mitglied der Akademie. Und doch bleibt die Frage: Kann Schönheit einen solchen Verlust je tragen?

Israels Herz schlägt in Orange

Die Farbe Orange ist nicht mehr nur eine Farbe – sie ist ein Band, das Israel zusammenhält. Sie stand für die Bibas, für die Hoffnung, dann für die Trauer. Als die Überreste zurückkehrten, weinte ein Land. Die Umbenennung des Kitmit Ariel ist ein Akt der Liebe, geboren aus dem Schmerz eines Volkes, das zu oft Abschied nehmen musste. Dieser Schmetterling, der einst Kitmit Yerushalayim hieß, verbindet jetzt die heilige Stadt mit einem Kind, das nie die Chance bekam, groß zu werden. Es ist ein stiller Protest gegen die Hamas, deren Terror nicht nur Leben stiehlt, sondern Familien zerbricht – und ein Versprechen, dass Ariel lebt, in jedem Flügelschlag über Israels Hügeln.

Für die Menschen hier ist es mehr als ein Name. Es ist ein Schrei nach Gerechtigkeit, ein Festhalten an dem, was gut ist, in einer Welt, die so oft dunkel wird. Wenn der Kitmit Ariel fliegt, trägt er die Erinnerung an einen Jungen, der Schmetterlinge jagte, der die Sonne liebte, der sein Leben in einem Kibbuz begann und in den Händen von Monstern endete. Für Yarden ist es ein Stück seines Sohnes, das bleibt – ein Flüstern der Natur, die Ariel so sehr liebte. Und für Israel ist es ein Symbol: Wir vergessen nicht. Wir geben nicht auf. Der Kitmit Ariel mag klein sein, aber er trägt eine Geschichte, die uns alle größer macht.


Autor: Redaktion
Bild Quelle:


Freitag, 04 April 2025

Waren diese Infos wertvoll für Sie?

Sie können uns Danke sagen. Geben Sie einen beliebigen Betrag zurück und zeigen Sie damit, wie viel Ihnen der Inhalt wert ist.




Alle Felder müssen ausgefüllt werden


Ich versichere, nichts rechtlich und/oder moralisch Verwerfliches geäußert zu haben! Ich bin mir bewusst, das meine IP Adresse gespeichert wird!

 

empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion

haOlam.de – Gemeinsam in die Zukunft

Nach dem Tod des Herausgebers führen wir haOlam.de weiter. Für dieses umfangreiche Projekt suchen wir finanzielle Unterstützer sowie Anregungen und Hinweise zu technischen Fehlern während der laufenden Überarbeitung.

Kontakt: redaktion@haolam.de

Danke für eure Unterstützung!


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage