Es ist ein Tag, der Israel ein Stück Frieden zurückgibt – und doch die Wunden nicht heilt. Am Freitag verkündete die IDF: Mohammed Hassan Mohammed Awad, ein hochrangiger Kommandeur der palästinensischen Mudschaheddin-Terrororganisation, ist tot. Dieser Mann war kein gewöhnlicher Terrorist – er war das Gesicht des Grauens, das am 7. Oktober 2023 über den Kibbuz Nir Oz hereinbrach. Er führte die Entführung und, wie es scheint, die brutalen Morde an Shiri Bibas und ihren kleinen Söhnen Ariel (4) und Kfir (9 Monate) an. Seine Hände sind blutig – nicht nur vom Massaker an dieser Familie, sondern auch von der Verschleppung und dem Tod der US-Israelis Gaddi Haggai und Judy Weinstein sowie mehrerer thailändischer Bürger. Jetzt hat ihn die Gerechtigkeit eingeholt.
Awad war kein Niemand. Als Senior-Kommandeur im militärischen Geheimdienstarray im Gazastreifen war er tief in die Strukturen der Mudschaheddin verstrickt – einer Gruppe, die Seite an Seite mit der Hamas Tod und Chaos säte. Am 7. Oktober drang er mehrfach in Nir Oz ein, leitete das Massaker, bei dem Hunderte starben oder verschleppt wurden, und riss Familien auseinander. Die Bibas-Familie wurde zum Symbol dieses Schreckens: Shiri und ihre Kinder fielen Awad in die Hände, während Yarden Bibas separat von der Hamas entführt wurde. Der Zusammenbruch der israelischen Sicherheitskräfte an jenem Tag machte es möglich – ein Versagen, das Israel bis heute bitter spürt. Doch Awad zahlte den Preis: Ein gezielter Schlag der IDF und des Shin Bet beendete sein Leben.
Mehr als nur ein Entführer
Awad war ein Meister des Terrors. Er rekrutierte Kämpfer im Westjordanland und sogar innerhalb Israels, plante Angriffe und führte sie aus – bis zu seinem letzten Atemzug. Während des Krieges trieb er mit den Mudschaheddin weitere Attacken gegen IDF-Truppen und den Staat Israel voran. Sein Tod ist kein Zufall, sondern ein klares Signal: Israel lässt die Mörder seiner Kinder nicht entkommen. Für die Bibas-Familie kam die Erlösung jedoch zu spät. Yarden wurde am 1. Februar 2025 freigelassen, nach 484 Tagen in Hamas-Gefangenschaft. Wochen später, im Februar, übergab die Hamas die Leichen von Shiri, Ariel und Kfir – ein grausamer Akt, der Yarden psychologisch brechen sollte. Die IDF bestätigte: Die drei wurden in Gefangenschaft „brutal“ ermordet, ihre Körper geschändet, um die Tat zu vertuschen.
Die Geschichte der Bibas ist ein Messerstich ins Herz Israels. Shiri, eine liebende Mutter, und ihre unschuldigen Kinder wurden aus ihrem Zuhause gerissen, während Yarden verzweifelt versuchte, sie zu schützen. Nir Oz, einst ein friedlicher Kibbuz, wurde zum Schlachtfeld – ein Ort, an dem das Leben von Dutzenden ausgelöscht wurde. Die orangefarbenen Haare von Ariel und Kfir, die weltweit auf Plakaten leuchteten, wurden zum Symbol der Hoffnung – und dann der Trauer. Als ihre Überreste zurückkehrten, weinte ein Land. Doch Awad lebte weiter, plante weiter, mordete weiter – bis jetzt.
Ein Sieg, der nicht heilt
Sein Tod ist ein Triumph. Die IDF und der Shin Bet haben bewiesen, dass sie die Verantwortlichen finden und zur Strecke bringen können. Aus israelischer Sicht ist das nicht nur Rache – es ist Gerechtigkeit. Awad war eine Bedrohung, die über Nir Oz hinausging, ein Mann, der den Terror in die Herzen der Menschen trug. Sein Ende schwächt die Mudschaheddin, zeigt der Hamas, dass ihre Verbündeten nicht unantastbar sind, und gibt den Opfern eine Stimme. Doch der Schmerz bleibt. Für Yarden, der seine Familie verlor, ist es ein hohler Sieg. Für Israel, das am 7. Oktober versagte, ist es ein Schritt zur Wiedergutmachung – aber kein Trost.
Warum musste es so weit kommen? Die Welt schaute zu, als Iran seine Proxys wie die Mudschaheddin und die Hamas bewaffnete, als der Terror wuchs. Diplomatie scheiterte, Sanktionen bremsten nichts. Awad ist tot, aber die Ideologie, die ihn trieb, lebt weiter. Israel steht allein gegen diese Flut – und doch kämpft es. Der Kitmit Ariel, der Schmetterling, der nach dem kleinen Ariel benannt wurde, mag über die Felder fliegen, doch die Leere bleibt. Dieser Schlag war nötig, er war richtig – aber er bringt die Bibas nicht zurück. Die Frage bleibt: Wie viele Awads gibt es noch da draußen? Und wie lange wird Israel bluten, bis der Terror endet?