Millionen für den Tod – Hamas schmuggelt Hightech-Drohnen über Beduinen im NegevMillionen für den Tod – Hamas schmuggelt Hightech-Drohnen über Beduinen im Negev
Die Hamas lässt über Beduinen im Negev millionenteure Drohnen nach Gaza schmuggeln – und verwandelt sie in tödliche Waffen gegen Israel.
Seit mehreren Wochen arbeitet die Terrororganisation Hamas offenbar mit kriminellen Beduinennetzwerken im Süden Israels zusammen, um Kampfdrohnen in den Gazastreifen zu schleusen. Laut einem Bericht des israelischen Senders N12 sollen bereits mindestens zehn solcher Drohnen ihren Weg nach Gaza gefunden haben – zu einem Stückpreis von rund einer Million Dollar.
Dabei ist die Technik, um die es geht, selbst nicht besonders teuer. Der Marktwert jeder einzelnen Drohne liegt laut Bericht lediglich zwischen 100.000 und 150.000 Schekel (ca. 25.000–37.000 Euro). Die Differenz ergibt sich offenbar aus den Schmuggelwegen, dem Risiko – und der Bereitschaft der Hamas, nahezu jeden Preis für militärisch nutzbare Technologie zu zahlen.
Die Drohnen, die mit einer Nutzlast von bis zu 70 Kilogramm ausgestattet sind, sollen von der Hamas modifiziert werden, um gezielt gegen IDF-Soldaten eingesetzt zu werden. Es ist unklar, ob die Drohnen mit Sprengsätzen ausgestattet oder zur Aufklärung verwendet werden – klar ist nur: Keine der bislang gelieferten Drohnen ist jemals nach Israel zurückgekehrt.
Laut N12 werden die Beduinenschmuggler über Bargeldtransfers aus Jordanien und Ägypten bezahlt. Es ist davon auszugehen, dass hierbei auch internationale Netzwerke zum Einsatz kommen.
Die israelische Polizei reagierte alarmiert auf die Enthüllungen. In einer Mitteilung hieß es: „Diese Drohnen können zu tödlichen Waffen werden. Wer sie liefert, unterstützt einen Feind im Krieg. Wir müssen endlich aufhören, das als gewöhnliches Verbrechen zu betrachten.“
Die Kritik der Ermittler richtet sich auch gegen die israelische Justiz. Ein Beamter erklärte, dass ein Beduine, der beim Schmuggel erwischt werde, im schlimmsten Fall nur mit einigen Monaten Haft rechnen müsse – und dennoch mit einer Millionenprämie nach Hause gehe. „Das lohnt sich für sie – auch wenn sie erwischt werden“, hieß es.
Bereits im März hatte die IDF eine Drohne in der Nähe der Grenze verfolgt und anschließend in Gaza ein Ziel beschossen, bei dem zwei Personen verletzt wurden. Es handelte sich dabei um Hamas-Mitglieder, die die Lieferung entgegennahmen.
Die aktuelle Entwicklung zeigt auf erschreckende Weise, wie flexibel und international vernetzt die Hamas agiert – und wie sehr sich Israel auf neue Dimensionen der Bedrohung einstellen muss. Der Einsatz von Drohnen als Waffe ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern Teil der Realität des Krieges im Nahen Osten.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF
Samstag, 05 April 2025