Leere Stühle, aber keine leere Hoffnung: Netanjahus bewegende Pessach-Botschaft im Zeichen von Schmerz und EntschlossenheitLeere Stühle, aber keine leere Hoffnung: Netanjahus bewegende Pessach-Botschaft im Zeichen von Schmerz und Entschlossenheit
Zum jüdischen Pessach-Fest ruft Premierminister Netanjahu sein Volk zur Einheit auf – und erinnert eindringlich an die Geiseln, Gefallenen und Verwundeten.

Kurz vor Beginn des achttägigen Pessach-Fests hat sich Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in einer emotionalen Videobotschaft an das israelische Volk gewandt. Seine Worte sind geprägt von tiefer Trauer, aber auch von unbeirrbarer Entschlossenheit – einem Leitmotiv, das sich durch das gesamte vergangene Jahr zieht, seit dem schwarzen 7. Oktober, als IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen von der Terrororganisation HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen überfallen wurde.
„An diesem Pessach werden viele Familien leere Stühle haben“, sagte Netanjahu. Es sind Worte, die in Israel tief ins Herz treffen. Der Stuhl beim Sederabend – traditionell Symbol der Zusammengehörigkeit und familiären Wärme – wird dieses Jahr für viele zum stillen Mahnmal. Für entführte Geiseln, für gefallene Soldaten, für Verwundete, die um ihre Rückkehr ins Leben kämpfen.
Der Premierminister erinnerte daran, dass Pessach nicht nur das Fest der Freiheit sei, sondern auch ein kollektives Ritual der Erneuerung: „Wir erzählen die Geschichte unseres Volkes, das aus der Sklaverei zur Freiheit gelangte.“ Doch in diesem Jahr mischt sich diese uralte Hoffnung mit der Gegenwart eines blutigen Konflikts – einem Kampf um Leben und Würde, um Sicherheit und Rückkehr der Verschleppten.
Netanjahu zitierte bewegende Worte aus dem Abschiedsbrief von Rabbi Elkanah Weisel, der im Januar 2024 im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen fiel: „Singt viel, haltet einander an den Händen, unterstützt euch. Wir sind eine Generation der Erlösung.“ Es sind Sätze, die wie eine Botschaft aus dem Jenseits klingen – und in der Gegenwart ein tiefes Echo finden.
„Wir sind die Generation der Auferstehung, die Generation des Sieges“, so Netanjahu weiter. „Gemeinsam werden wir unsere Geiseln zurückholen, unsere Feinde besiegen, unsere Verwundeten umarmen und vor den Gefallenen unser Haupt neigen.“ Es ist ein Appell an den inneren Zusammenhalt – und ein unmissverständliches Versprechen an alle, die auf eine Heimkehr ihrer Liebsten hoffen.
Dabei sprach Netanjahu auch den 7. Oktober direkt an: „Manche dachten, wir würden untergehen. Doch wir standen auf – als ein Mann, mit starker Hand und ausgestrecktem Arm – und zerbrachen die Achse des Bösen.“ Es ist eine klare Botschaft an Israels Gegner, an Hamas, an den Iran, an HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und alle, die glauben, Israels Entschlossenheit brechen zu können.
Zum Abschluss zitierte er die Zeilen aus dem zentralen Pessach-Gebet „Vehi Sheamda“: „In jeder Generation stehen sie auf, um uns zu vernichten. Doch der Heilige, gelobt sei Er, rettet uns aus ihren Händen.“ Ein Satz, der in diesen Tagen nicht nur liturgisch wirkt, sondern wie ein politisches Mantra – getragen von Geschichte, Glaube und dem ungebrochenen Lebenswillen eines Volkes, das sich nicht unterkriegen lässt.
Autor: Redaktion
Freitag, 11 April 2025