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„Bürgerkrieg gegen die Polizei“: Bewohner von Tuba-Zanghariya wegen Aufruf zur Gewalt festgenommen

„Bürgerkrieg gegen die Polizei“: Bewohner von Tuba-Zanghariya wegen Aufruf zur Gewalt festgenommen


Weil er öffentlich zum bewaffneten Widerstand gegen Einsatzkräfte aufrief, wurde ein Mann aus Nordisrael nun verhaftet – im Hintergrund steht der Machtanspruch einer kriminellen Familie

„Bürgerkrieg gegen die Polizei“: Bewohner von Tuba-Zanghariya wegen Aufruf zur Gewalt festgenommen
Polizei Israel

Er rief zur Gewalt auf – und das nicht irgendwo, sondern öffentlich, in sozialen Netzwerken, mit klaren Worten und einer gefährlichen Botschaft: „Geht raus, geht raus mit den Waffen, geht raus. Heute beginnt ein Bürgerkrieg“, lautete die Sprachnachricht, die ein Bewohner von Tuba-Zanghariya verbreitete. Die Polizei nahm den Mann, der sich in den Vierzigern befindet, kurz darauf fest. Der Vorwurf: Anstiftung zur Gewalt.

Der Hintergrund dieses dramatischen Aufrufs ist ein Polizeieinsatz zur Durchsetzung des Gesetzes. In dem nördlich gelegenen Beduinendorf, das aus zwei Dörfern zusammengelegt wurde und heute rund 6.900 Einwohner zählt, hatten Mitglieder einer bekannten kriminellen Familie illegale Bauten errichtet. Die Polizei rückte an, um diese Strukturen abzureißen – und wurde prompt mit massiver Ablehnung und nun auch mit Gewaltaufrufen konfrontiert.

Die Polizei betont, dass es sich bei dem Einsatz nicht um eine politische Maßnahme, sondern um die Durchsetzung gerichtlicher Anordnungen handelte. Die Gebäude seien illegal errichtet worden, und der Staat dürfe hier nicht nachlassen. Doch genau dieser Anspruch, Recht durchzusetzen, trifft in manchen Regionen auf tiefer sitzende Spannungen – zwischen Staatsgewalt und lokalen Machtstrukturen, zwischen Gesetz und einer Kultur des Schweigens oder offenen Widerstands.

Der Fall zeigt, wie fragil der Zusammenhalt ist, wenn Kriminalität, Identitätspolitik und staatliche Autorität aufeinanderprallen. Dass ein Bewohner öffentlich zur bewaffneten Konfrontation mit der Polizei aufruft, ist kein Zufall – es ist der Ausdruck eines gefährlichen Selbstverständnisses: Dass nicht der Staat das Sagen hat, sondern lokale Clans. Solche Aufrufe sind nicht nur illegal, sie sind ein Angriff auf die demokratische Ordnung.

Die Ermittlungen laufen weiter, der Festgenommene wurde der Justiz übergeben. Die Polizei kündigte an, auch künftig konsequent gegen illegale Bauten und Gewaltaufrufe vorzugehen – ganz gleich, woher sie kommen.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 23 April 2025

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