Israel erwägt harte Antwort auf Houthi-Angriffe: Politikwechsel nach Raketenbeschuss auf Ben-Gurion-Flughafen?

Israel erwägt harte Antwort auf Houthi-Angriffe: Politikwechsel nach Raketenbeschuss auf Ben-Gurion-Flughafen?


Nach dem Angriff der Houthi auf Israels wichtigsten Flughafen denkt Jerusalem über direkte Vergeltungsschläge gegen die vom Iran unterstützten Milizen nach.

Israel erwägt harte Antwort auf Houthi-Angriffe: Politikwechsel nach Raketenbeschuss auf Ben-Gurion-Flughafen?

Der Einschlag einer Houthi-Rakete am Sonntagmorgen in der Nähe des Terminals 3 des Ben-Gurion-Flughafens hat in Israel eine politische Debatte entfacht, die weit über den unmittelbaren Schaden hinausgeht. Drei Menschen wurden leicht verletzt – doch das eigentliche Beben fand nicht am Boden, sondern in der israelischen Sicherheitsarchitektur statt.

Seit US-Präsident Donald Trump wieder im Amt ist, hatte Israel auf seinen Wunsch hin auf Angriffe gegen Houthi-Stellungen in Jemen verzichtet. Zuvor, unter Präsident Biden, hatte die israelische Luftwaffe seit Juli 2024 fünf gezielte Schläge gegen Houthi-Stellungen geflogen. Der politische Wechsel in Washington brachte damit auch eine vorübergehende Zurückhaltung Jerusalems – doch jetzt steht diese Zurückhaltung massiv infrage.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird in den kommenden Stunden ein Krisentreffen einberufen, an dem nur ein kleiner Kreis aus Ministern und führenden Verteidigungsexperten teilnimmt. Schon jetzt deutet Verteidigungsminister Israel Katz eine klare Linie an: „Wer uns verletzt, wird siebenfach zurückgeschlagen.“ Diese Worte machen unmissverständlich klar, dass Israel nicht mehr bereit ist, die Angriffe aus Sanaa, gesteuert aus Teheran, zu tolerieren.

Die Houthi-Miliz, ein zentraler Arm des sogenannten „iranischen Oktopus“, setzt mit jedem Angriff nicht nur ein militärisches, sondern auch ein politisches Signal: Sie will Israels internationale Anbindung schwächen, den Ben-Gurion-Flughafen lahmlegen und einen Dominoeffekt an Angst und Isolation auslösen. Israels Sicherheitsapparat ist jedoch darauf bedacht, genau hier gegenzuhalten – nicht nur aus strategischen, sondern auch aus symbolischen Gründen.

Was die militärische Bewertung betrifft, bleibt vorerst unklar, ob der Einschlag am Flughafen direkt durch die Rakete oder durch Trümmerteile verursacht wurde. Mehrere Abfangversuche waren offenbar gescheitert, was die Dringlichkeit einer entschlossenen Antwort weiter unterstreicht.

Israel hat eine zentrale Frage vor sich: Lässt man sich weiter auf das Spiel aus Teheran und Sanaa ein, das darauf abzielt, Israel zu binden und zu provozieren, oder wird mit gezielten Schlägen ein Preis eingefordert, der die Houthi abschreckt? Der kommende Sicherheitsrat wird hier Weichen stellen – und mit ihm die zukünftige Ausrichtung Israels gegenüber einer wachsenden Bedrohung im Süden.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Von Master Sergeant Kevin J. Gruenwald - http://www.defenseimagery.mil/imagery.html#guid=8bd5c0f15c2ac8f1768f7c12c3fe5c1d04d012f3, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7378139


Sonntag, 04 Mai 2025

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