Explodierter Tanker statt israelischer Luftangriff? Jemen widerspricht saudischen Berichten deutlich

Explodierter Tanker statt israelischer Luftangriff? Jemen widerspricht saudischen Berichten deutlich


Ein Feuerball über Ras Issa sorgt für Schlagzeilen – doch wer ist verantwortlich? Der Jemen stellt sich entschieden gegen die Darstellung eines israelischen Angriffs.

Explodierter Tanker statt israelischer Luftangriff? Jemen widerspricht saudischen Berichten deutlich
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Eine Explosion erschüttert die Küste des Jemen, ein riesiger Feuerball über dem Treibstoffterminal von Ras Issa. Es ist Freitagabend, als erste Berichte die Runde machen. Der saudische Nachrichtensender Al-Hadath vermeldet: IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen soll hinter einem Luftschlag gegen die Anlage nahe Hodeidah stecken. Noch während sich die Nachricht verbreitet, widerspricht die jemenitische Seite entschieden – kein Luftangriff, kein israelisches Militär, sondern ein Unfall: Ein Tanker sei explodiert, heißt es aus dem Jemen. Die Ursache: unklar, aber nicht militärisch.

Gerade erst hatte Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, man werde auf Angriffe der HuthisHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen künftig mit aller Härte reagieren – auch im Jemen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage nach der Wahrheit über Ras Issa immense Brisanz.

War es wirklich nur ein Unfall? Oder ein Angriff, den niemand offen einräumen will? Der Jemen hat gute Gründe, sich schützend vor die eigene Infrastruktur zu stellen – oder, politisch gedacht, sich aus einer sich zuspitzenden Konfrontation herauszuhalten. Denn ein israelischer Schlag auf jemenitischem Boden würde mehr als nur eine militärische Antwort bedeuten: Es wäre ein Signal, dass Israels Radius im Abwehrkampf gegen iranische StellvertreterAchse des Widerstands: Irans Terrornetzwerk gegen Israel„Achse des Widerstands“ ist die Eigenbezeichnung eines von Iran unterstützten Netzwerks aus Terrororganisationen und Milizen. Dazu zählen unter anderem Hisbollah, Hamas, Islamischer Dschihad, Huthi und proiranische Milizen im Irak und in Syrien. Das Netzwerk bedroht Israel mit Raketen, Drohnen, Terroranschlägen und Stellvertreterkrieg.Mehr lesen bis tief in den Süden der arabischen Halbinsel reicht.

Al-Hadath bleibt vage. Neben dem angeblichen Luftschlag ist von einem Kriegsschiff die Rede, das Huthi-Stellungen im Raum Hodeidah beschossen haben soll. Auch hier: keine Bestätigung, keine klaren Bilder, keine offizielle Reaktion aus Israel. Doch der Zeitpunkt ist auffällig: Nur wenige Stunden zuvor hatte Israel erneut eine Rakete der Huthis abgefangen. Die Sirenen waren bis in den Großraum Tel Aviv und JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen zu hören.

Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wem nutzt das Narrativ eines israelischen Angriffs? Al-Hadath, als saudischer Sender, hat ein strategisches Interesse an einer Schwächung der Huthis, die Riad seit Jahren bekämpft. Ein israelischer Schlag gegen die Huthis wäre auch eine indirekte Unterstützung Saudi-Arabiens. Für Israel wiederum wäre Schweigen strategisch: Keine Eskalation, keine Bestätigung – aber auch kein Dementi.




Autor: Redaktion
Samstag, 10 Mai 2025

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