Hamas-Sprecher Abu Obeida offenbar getötetHamas-Sprecher Abu Obeida offenbar getötet
Nach jahrelangen Morddrohungen, Propagandaauftritten und Drohungen gegen Israel soll der berüchtigte Hamas-Sprecher Abu Obeida nun tot sein. Berichte aus Gaza sprechen von einem präzisen Schlag der israelischen Armee. Damit verliert die Hamas nicht nur eine Stimme – sondern ein Symbol ihres Terrors.
Ein rotes Tuch, eine verhüllte Gestalt, eine Stimme, die Millionen Menschen im Nahen Osten erreichte – so trat Abu Obeida auf. Der Mann, der hinter diesem Namen stand, hieß in Wirklichkeit Hudhaifa al-Kahlut, Jahrgang 1985. Nun berichten palästinensische Quellen, dass er bei einem gezielten Luftschlag der israelischen Armee in der Stadt Gaza getötet wurde. Damit endet die Karriere einer Figur, die wie kaum ein anderer das Gesicht des Hamas-Terrors verkörperte.

Die israelische Armee bestätigte am Sonntag einen präzisen Angriff auf einen führenden Hamas-Terroristen in Gaza. Vorausgegangen seien umfangreiche Vorbereitungen: genaue Luftaufklärung, präzise Munition und das Ziel, zivile Opfer möglichst zu vermeiden. Dennoch meldeten palästinensische Stellen mehrere Tote. Nach Angaben aus Gaza gehörte Abu Obeida selbst zu den Getöteten – eine Nachricht, die mittlerweile auch von Kreisen innerhalb der Hamas bestätigt wurde.
Abu Obeida war nicht irgendein Sprecher. Seit fast zwanzig Jahren war er die Stimme, mit der Hamas ihre Drohungen, Rechtfertigungen und Propagandainszenierungen in die Welt hinaustrug. Sein Aufstieg begann im Jahr 2006, als er vor laufenden Kameras die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit verkündete. Mit dieser makabren Premiere legte er den Grundstein für seine Rolle als Sprachrohr einer Terrororganisation, die Geiselnahmen, Raketenangriffe und Massaker als „Widerstand“ verkaufte.
Nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Hamas-Massakers an über 1200 Israelis, stieg er endgültig zur Symbolfigur auf. In der arabischen Welt wurde er als Held stilisiert, seine Auftritte im roten Schal und mit monotoner Stimme waren Inszenierungen, die auf Angst und Einschüchterung setzten. Mit jedem Statement versuchte er, Druck auf Israel zu erzeugen – ob durch Drohungen gegen die Zivilbevölkerung, durch die Präsentation von Geiselnamen oder durch offene Jubelrufe über Mord und Terror.
Dass es Israels Sicherheitsapparat gelang, ihn nun auszuschalten, ist mehr als nur ein militärischer Erfolg. Es ist ein Schlag gegen die propagandistische Ader der Hamas, ein Angriff auf ihre Fähigkeit, sich selbst als unbesiegbar darzustellen. Viermal zuvor hatten israelische Streitkräfte vergeblich versucht, ihn zu treffen. Er überlebte Angriffe in den Jahren 2008, 2012 und 2014. Jeder Fehlschlag trug zu seinem Mythos bei – doch der Mythos war immer nur ein sorgfältig gepflegtes Bild.
Der Tod von Abu Obeida bedeutet daher zweierlei: Er reißt ein Loch in die Kommunikationsstrategie der Hamas und er beweist zugleich, dass niemand, auch nicht die bestgeschützten Köpfe der Terrororganisation, dauerhaft sicher ist. Gerade für eine Gruppierung, die sich von Symbolen und von der Verklärung einzelner Figuren nährt, ist dies ein schmerzhafter Verlust.
In der arabischen Öffentlichkeit mag er weiterhin als Märtyrer gefeiert werden, doch in Israel bleibt die Erinnerung an seine Rolle eine andere: Er war derjenige, der Drohungen aussprach, wenn Zivilisten in Bussen starben. Er war derjenige, der mit geübter Kälte Geiselnamen verlas, während ihre Familien bangten. Er war die Stimme, die dem Terror ein Gesicht gab – anonym, vermummt und doch allgegenwärtig.
Israel wird auch nach seinem Tod weiter mit einer Hamas konfrontiert sein, die andere Figuren an seine Stelle rückt. Doch eines hat dieser Schlag deutlich gemacht: Auch die Symbole der Terrororganisation sind verwundbar. Das Schweigen des roten Schals ist ein Signal – nicht nur für Hamas-Anhänger, sondern für alle, die sich von ihrer Ideologie verführen lassen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot
Sonntag, 31 August 2025