Klares Bekenntnis aus Kiew: Ukraine übernimmt Verantwortung für Angriff auf russische Sanktions-Tanker im Schwarzen Meer

Klares Bekenntnis aus Kiew: Ukraine übernimmt Verantwortung für Angriff auf russische Sanktions-Tanker im Schwarzen Meer


Zwei Tanker der russischen Schattenflotte gehen vor der türkischen Küste in Flammen auf – nun bestätigt die Ukraine, dass unbemannte Boote hinter dem doppelten Treffer standen. Der Vorfall rückt einen verdeckten Seekrieg ins Licht, der längst zum festen Bestandteil des Konflikts geworden ist.

Klares Bekenntnis aus Kiew: Ukraine übernimmt Verantwortung für Angriff auf russische Sanktions-Tanker im Schwarzen Meer

Vor der türkischen Küste hat sich ein Ereignis ereignet, das die Dynamik im Schwarzen Meer erneut verschiebt: Zwei russische Tanker, die seit der Invasion in der Ukraine auf internationalen Sanktionslisten stehen und zur sogenannten Schattenflotte gehören, wurden am Freitag getroffen und gerieten sofort in Brand. Einen halben Tag später übernahm der ukrainische Sicherheitsdienst offiziell die Verantwortung. Kiew bestätigt damit zum ersten Mal, dass es gezielt Schiffe angreift, die Moskau zur Umgehung von Exportbeschränkungen nutzt.

Nach Angaben des türkischen Verkehrsministeriums traf es zunächst die Kairus, einen 274 Meter langen Tanker mit 25 Personen an Bord. Die Besatzung meldete eine Explosion und eine äußere Beschädigung, kurz darauf brach Feuer aus. Während noch Löschmannschaften unterwegs waren, folgte ein weiterer Alarm: Der Tanker Virat, rund 65 Kilometer von der Küste entfernt, hatte ebenfalls einen Treffer abbekommen. In seinem Maschinenraum breitete sich dichter Rauch aus. Trotz der erheblichen Schäden konnten alle 45 Menschen, die auf beiden Schiffen arbeiteten, gerettet werden.

Die entscheidende Wendung erfolgte am Mittag: Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU erklärte, die Operation durchgeführt zu haben. Dabei habe man unbemannte maritime Systeme eingesetzt – dieselbe Technologie, die in den vergangenen Kriegsjahren bereits mehrfach Schiffe und Hafenanlagen im Schwarzen Meer traf. Die Erklärung passt zu früheren Angriffsmustern, die auf den Einsatz kleiner, ferngesteuerter Schnellboote deuten, welche in den engen Seewegen des Schwarzen Meeres besonders wirksam sind.

Beide Tanker waren seit Beginn des Krieges Teil eines Netzwerks, das Russland für den Transport von Öl und anderen Energieträgern außerhalb offizieller Routen nutzt. Die Schiffe tauchen regelmäßig in Berichten über alternative Frachtrouten auf, die Moskau für den Handel trotz westlicher Sanktionen aufgebaut hat. Dass ausgerechnet diese Flotte angegriffen wurde, zeigt, wie zentral der maritime Raum für die wirtschaftliche Architektur des Krieges geworden ist.

In den vergangenen Monaten häuften sich Berichte über Minenfunde, beschädigte Frachter und Zwischenfälle in der Region. Der doppelte Treffer reiht sich in eine Serie solcher Ereignisse ein und macht deutlich, wie unsicher das Schwarze Meer inzwischen für zivile wie militärische Schifffahrt geworden ist. Die Bestätigung aus Kiew unterstreicht zugleich, dass diese Vorfälle nicht länger als anonyme Störungen gelten, sondern Teil einer bewussten Strategie.

Die Verantwortung für den Angriff markiert eine neue Offenheit der Ukraine in Bezug auf maritime Operationen. Während Russland weiterhin auf verdeckte Handelswege setzt, signalisiert Kiew, dass es auch auf See bereit ist, gegen Strukturen vorzugehen, die Moskaus Wirtschaft trotz Sanktionen stützen sollen.

Was dies für die kommenden Monate bedeutet, ist noch offen. Sicher ist nur, dass der Seekrieg im Schwarzen Meer in seiner Intensität zunimmt – und dass die Angriffe auf Schiffe der Schattenflotte ein Kapitel eröffnen, das für Russland wirtschaftlich wie politisch folgenschwer werden könnte.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert


Samstag, 29 November 2025

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.
empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion

haOlam.de – Gemeinsam in die Zukunft

Nach dem Tod des Herausgebers führen wir haOlam.de weiter. Für dieses umfangreiche Projekt suchen wir finanzielle Unterstützer sowie Anregungen und Hinweise zu technischen Fehlern während der laufenden Überarbeitung.

Kontakt: redaktion@haolam.de

Danke für eure Unterstützung!


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage