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Erdogan nutzt Gaza gegen Israel und sucht Einfluss in Washington

Erdogan nutzt Gaza gegen Israel und sucht Einfluss in Washington


Der türkische Präsident kündigt ein Telefonat mit Donald Trump an. Offiziell geht es um Frieden und Diplomatie. Tatsächlich setzt Erdogan erneut auf Angriffe gegen Israel und versucht, sich international als moralische Instanz zu inszenieren.

Erdogan nutzt Gaza gegen Israel und sucht Einfluss in Washington

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, am Montag mit US Präsident Donald Trump zu telefonieren. Thema des Gesprächs sollen der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die Lage im Gazastreifen sein. Ankara präsentiert diesen Austausch als diplomatischen Vorstoß. Aus israelischer Sicht ist er vor allem eines: Teil einer seit Jahren bekannten Strategie Erdogans, Israel international unter Druck zu setzen und sich selbst als Sprecher der muslimischen Welt aufzuwerten.

Parallel dazu entsendet die Türkei ihren Außenminister Hakan Fidan zu einem Treffen der sogenannten Coalition of the Willing in Paris, einem Zusammenschluss von Staaten, die die Ukraine unterstützen. Ankara versucht damit, sich gleichzeitig als Partner des Westens und als scharfer Kritiker Israels zu positionieren. Ein Spagat, der politisch kalkuliert ist.

Besonders deutlich wurde Erdogan erneut im Zusammenhang mit Gaza. In öffentlichen Erklärungen warf er Israel vor, trotz bestehender Waffenruhe Hilfslieferungen zu behindern und die Bevölkerung Gazas leiden zu lassen. Er sprach von zerstörten Siedlungen und stellte Israel als Hauptverantwortlichen für die humanitäre Lage dar.

Diese Darstellung blendet die Realität bewusst aus. Israel ermöglicht seit Monaten Hilfslieferungen, kontrolliert diese jedoch aus gutem Grund. Die Hamas, eine Terrororganisation, nutzt Hilfsgüter systematisch für militärische Zwecke, missbraucht zivile Infrastruktur und setzt die eigene Bevölkerung als Schutzschild ein. Ohne Sicherheitskontrollen würden Waffen, Sprengstoff und Material für Tunnelbau ungehindert nach Gaza gelangen. Das ist kein politisches Narrativ, sondern belegte Tatsache.

Erdogan verschweigt diesen Zusammenhang konsequent. Stattdessen spricht er von angeblichen Vertragsbrüchen Israels und stellt humanitäre Fragen losgelöst von der Sicherheitslage dar. Damit betreibt er keine Hilfe für Gaza, sondern politische Agitation gegen den jüdischen Staat.


Dass Erdogan sich gleichzeitig als möglicher Vermittler präsentiert, ist aus israelischer Sicht unglaubwürdig. Ein Akteur, der Israel regelmäßig delegitimiert, die Hamas nicht klar benennt und israelische Selbstverteidigung moralisch infrage stellt, kann kein ehrlicher Vermittler sein. Seine Position ist nicht ausgewogen, sondern ideologisch festgelegt.

Für Jerusalem ist klar: Die Verantwortung für das Leid in Gaza liegt in erster Linie bei der Hamas, die den Krieg begonnen hat, Zivilisten in Israel angegriffen hat und jede Waffenruhe nutzt, um sich neu zu organisieren. Wer diese Tatsache ignoriert, verschiebt die Schuld und verlängert den Konflikt.


Ob Erdogans Vorwürfe bei Präsident Trump Gehör finden, ist offen. Trump hat in seiner Amtszeit wiederholt betont, dass Israels Sicherheit nicht verhandelbar ist und dass humanitäre Hilfe nicht zur Stärkung von Terrororganisationen missbraucht werden darf. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu erwarten, dass Ankara in Washington den Ton vorgibt.

Fest steht: Erdogans Gaza Rhetorik dient nicht dem Frieden, sondern seiner innenpolitischen und regionalen Agenda. Für Israel ist sie kein diplomatisches Angebot, sondern Teil einer fortgesetzten politischen Kampagne gegen seine Legitimität und sein Recht auf Selbstverteidigung.


Autor: Redaktion
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Samstag, 03 Januar 2026

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