Zwei ausländische Minderjährige nach Messerangriff in Tel Aviv festgenommen, Polizei verschärft Vorgehen gegen illegale EinwanderungZwei ausländische Minderjährige nach Messerangriff in Tel Aviv festgenommen, Polizei verschärft Vorgehen gegen illegale Einwanderung
Ein nächtlicher Messerangriff in Tel Aviv und mehrere parallele Festnahmen ohne Aufenthaltsstatus unterstreichen den sicherheitspolitischen Druck in Israel. Die Polizei spricht von konsequentem Durchgreifen.
Die israelische Polizei hat zwei 16-jährige ausländische Minderjährige festgenommen, die verdächtigt werden, am Donnerstagabend einen 28-jährigen Mann in Tel Aviv mit einem Messer angegriffen zu haben. Das bestätigte die Israel Police am Freitag.
Der Angriff ereignete sich kurz vor Mitternacht, als das Opfer ein Restaurant verließ. Nach dem Notruf trafen Polizeikräfte rasch am Tatort ein und konnten die beiden Verdächtigen wenige Straßen entfernt festnehmen. Der Verletzte erlitt leichte Verletzungen und wurde zur medizinischen Behandlung in eine Klinik gebracht.
Die beiden Tatverdächtigen, die sich als ausländische Minderjährige ohne gesicherten Status herausstellten, sollen demnächst dem Magistratsgericht vorgeführt werden. Dort wird über eine Verlängerung der Untersuchungshaft entschieden.
Parallelaktionen gegen illegale Beschäftigung
Der Messerangriff fällt in eine Phase verstärkter Polizeimaßnahmen gegen illegale Einwanderung und unerlaubte Beschäftigung. Ebenfalls am Donnerstag schloss die Polizei eine Baustelle, auf der sechs Personen ohne gültige Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen beschäftigt waren. Alle sechs wurden festgenommen, ebenso der Eigentümer der Baustelle, der zur Vernehmung gebracht wurde.
Am Freitag meldete die Polizei einen weiteren Einsatz in Ein Vered. Dort stoppten Beamte ein Fahrzeug, in dem sich neun Bewohner aus Nablus ohne Einreise- oder Arbeitsgenehmigung befanden. Auch sie wurden festgenommen, ebenso der Fahrer, ein Einwohner der Stadt Tira.
Tödlicher Polizeieinsatz im Norden
Zusätzlich berichtete der Sender N12 über einen tödlichen Polizeieinsatz in Ibtin, einem beduinischen Ort im Norden Israels. Ein 29-jähriger Mann wurde dort von Polizeikräften erschossen. Nach ersten Angaben soll er bewaffnet gewesen sein und auf ein Wohnhaus geschossen haben.
Zeugenaussagen zufolge waren Polizisten bereits in der Nähe, als sie über die Schüsse informiert wurden, und griffen ein, um den Verdächtigen zu neutralisieren. In der Umgebung wurde eine illegale Waffe gefunden. Ob sich diese zum Zeitpunkt der Schüsse tatsächlich im Besitz des Getöteten befand, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Polizei Israel
Freitag, 09 Januar 2026