Schwerer Wintersturm trifft Israel: Verletzte, Evakuierungen und massive SchädenSchwerer Wintersturm trifft Israel: Verletzte, Evakuierungen und massive Schäden
Ein außergewöhnlich heftiges Winterunwetter bringt weite Teile Israels an ihre Belastungsgrenzen. Starke Winde, Überschwemmungen und Schnee beeinträchtigen Verkehr, Infrastruktur und Alltag.
Der Wintersturm, der seit dem Wochenende über Israel zieht, sorgt landesweit für erhebliche Schäden und zahlreiche Rettungseinsätze. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern, intensiven Regenfällen und Schneefall in höheren Lagen gerieten Städte, Verkehrsachsen und Einsatzkräfte unter Druck.
Bereits in den frühen Morgenstunden mussten Feuerwehr und Rettungsdienste Menschen aus überfluteten Fahrzeugen befreien. In mehreren Regionen standen Straßen unter Wasser, Autos wurden eingeschlossen, wichtige Verkehrsverbindungen gesperrt. Besonders betroffen sind Teile des Südens, die Küstenebene sowie der Raum Jerusalem. Die Rettungskräfte arbeiteten teils mit Booten und Seilen, um eingeschlossene Personen aus akuter Gefahr zu holen.
Eine Frau wurde in Ostjerusalem lebensgefährlich verletzt, nachdem sie in einem überfluteten Haus von einem schweren Gegenstand getroffen wurde. Weitere Menschen erlitten Verletzungen durch umstürzende Bäume, herabfallende Gegenstände oder Unterkühlung. Behörden betonen, dass die Zahl der Opfer ohne das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte deutlich höher hätte ausfallen können.
Auch die Infrastruktur wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Stausee bei Beit Zeit trat über die Ufer, angrenzende Einrichtungen mussten vorsorglich geräumt werden. Stromausfälle, beschädigte Gebäude und eingestürzte Mauern wurden aus mehreren Städten gemeldet. In einigen Orten brachen Gebäudeteile ein, meist ohne dass Menschen zu Schaden kamen.
Der Verkehr war zeitweise stark eingeschränkt. Mehrere Hauptstraßen, darunter Abschnitte der Route 90 am Toten Meer, wurden vollständig gesperrt. Der Flughafen Haifa stellte den Betrieb ein, Flüge mussten umgeleitet werden. Piloten erhielten die Anweisung, zusätzliche Treibstoffreserven einzuplanen.
Während im Flachland Überschwemmungen dominierten, fiel in den Höhenlagen Schnee. Auf dem Hermon-Gebirge wurden innerhalb kurzer Zeit mehr als 15 Zentimeter Neuschnee gemessen, weitere Mengen werden erwartet. Das Skigebiet blieb geschlossen, auch in Teilen von Gusch Ezion kam es zu Schneefall.
Meteorologen sprechen von einer intensiven, aber nicht außergewöhnlichen Winterlage, die vor allem durch die Kombination aus Starkregen, Wind und Kälte gefährlich ist. Die Warnstufe bleibt in mehreren Regionen bestehen. Behörden rufen dazu auf, überflutete Straßen und Flussbetten konsequent zu meiden.
Der Sturm verdeutlicht erneut, wie schnell extreme Wetterlagen den Alltag lahmlegen können. Einsatzkräfte bleiben in erhöhter Bereitschaft, während sich die Wetterlage erst im Laufe des Abends allmählich beruhigen soll.
Autor: Redaktion
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Dienstag, 13 Januar 2026