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Die Palästinensische Autonomiebehörde und ihr Hass auf Amerika

Die Palästinensische Autonomiebehörde und ihr Hass auf Amerika


Während Washington weiter versucht, Stabilität in einer aus den Fugen geratenen Weltordnung zu sichern, offenbart die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde erneut ihr ideologisches Fundament. Antiamerikanismus ist kein Ausrutscher, kein emotionaler Reflex, sondern fester Bestandteil eines politischen Selbstverständnisses, das sich seit Jahren gegen den Westen richtet.

Die Palästinensische Autonomiebehörde und ihr Hass auf Amerika

Die jüngsten Äußerungen führender Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde lassen keinen Zweifel mehr daran, wie tief die Feindseligkeit gegenüber den Vereinigten Staaten in Ramallah verankert ist. Kaum hatten amerikanische Behörden den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro festgesetzt, nutzten ranghohe Funktionäre aus dem Umfeld der Fatah die Gelegenheit, um ihre Verachtung für die USA offen auszuleben. Dabei fiel jede diplomatische Zurückhaltung.

An der Spitze dieser demonstrativen Provokation stand Abbas Zaki, Mitglied des Fatah Zentralkomitees. Er führte Anfang Januar eine hochrangige Delegation aus Politikern, Würdenträgern und Diplomaten zur venezolanischen Botschaft in Ramallah. Der Besuch galt offiziell der Solidarität mit Venezuela, faktisch jedoch war er ein demonstratives Bekenntnis zur Seite eines autoritären Regimes und gegen die Vereinigten Staaten. Die von Zaki selbst veröffentlichten Bilder zeigen ihn bewusst im Zentrum der Delegation. Es war kein Zufall, sondern eine politische Botschaft.

Die Nähe der Fatah Führung zu antiwestlichen Regimen ist nicht neu. Neu ist jedoch die Offenheit, mit der sie mittlerweile ausgesprochen wird. Während offizielle PA Medien versuchten, den amerikanischen Zugriff auf Maduro möglichst zu verschweigen, brach sich der ideologische Reflex über soziale Medien, Interviews und parteinahe Plattformen Bahn. Der Hass suchte sich andere Kanäle.

Besonders deutlich wurde dies bei Sabri Saidam, dem stellvertretenden Generalsekretär des Fatah Zentralkomitees. In einem ausführlichen Kommentar stilisierte er die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump zu einer neuen Kolonialmacht. Trump, so Saidam, handle aus Arroganz, mit einer Cowboy Mentalität, inspiriert von Actionfilmen und imperialen Fantasien. Die Festnahme Maduros bezeichnete er als Entführung, sprach von einem amerikanischen Gefängnis und zog groteske Vergleiche bis hin zur dänischen Ministerpräsidentin, die angeblich ebenfalls mit einer Verschleppung rechnen müsse.

Diese Aussagen sind mehr als Polemik. Sie offenbaren ein Weltbild, in dem die Vereinigten Staaten nicht als demokratischer Akteur, sondern als bösartige Macht imaginiert werden, die Länder entführt, Regierungen stürzt und die Welt nach Belieben neu ordnet. Internationale Rechtsordnung, demokratische Prozesse oder Verantwortung autoritärer Regime spielen in dieser Darstellung keine Rolle.

In dieselbe Kerbe schlug Adnan Al-Damiri, ehemaliger Sprecher der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde. Auch er griff Trump in drastischer Sprache an, verglich amerikanische Außenpolitik mit Wildwest Filmen und sprach von einer barbarischen amerikanischen Friedensordnung, die durch Einschüchterung und Gewalt durchgesetzt werde. Dass diese Worte von einem ehemaligen Sicherheitsfunktionär stammen, ist besonders bezeichnend. Sie zeigen, wie tief diese Ideologie in den Machtapparaten der PA verwurzelt ist.

Selbst das offizielle palästinensische Staatsfernsehen ließ schließlich jede Maske fallen. In einer Sendung wurde einem ägyptischen Akademiker Raum gegeben, der offen davon fantasierte, das amerikanische Vorgehen könne den Anfang vom Ende der Vereinigten Staaten markieren. Amerika, so hieß es, erpresse Europa, missbrauche seine Macht und untergrabe die internationale Ordnung. Dass solche Aussagen über den staatlichen Sender verbreitet werden, ist kein Zufall, sondern Ausdruck institutionalisierter Feindseligkeit.

All diese Stimmen folgen demselben Muster. Die Palästinensische Autonomiebehörde versteht sich ideologisch nicht als Teil des Westens, sondern als dessen Gegner. Antiamerikanismus ist kein taktisches Mittel, sondern identitätsstiftendes Element. Die Nähe zu Regimen wie Venezuela, die Verklärung autoritärer Herrscher und die Verachtung demokratischer Institutionen sind logische Konsequenzen dieses Weltbildes.

Für die Vereinigten Staaten und Europa sollte dies eine Warnung sein. Wer weiterhin glaubt, die PA teile grundlegende westliche Werte oder sei ein verlässlicher Partner im Sinne einer liberalen Ordnung, ignoriert die Realität. Die Rhetorik aus Ramallah ist nicht zufällig entgleist, sie ist konsistent. Sie richtet sich gegen Amerika, gegen den Westen und letztlich gegen jede Ordnung, die individuelle Freiheit, Verantwortung und Rechtsstaatlichkeit betont.

Die jüngsten Angriffe auf Washington sind daher kein Ausreißer, sondern ein Offenbarungseid. Sie zeigen, wie die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde tatsächlich denkt, wenn sie sich unbeobachtet glaubt. Der Westen täte gut daran, diese Haltung ernst zu nehmen und seine Politik entsprechend auszurichten. Nicht auf Wunschbilder, sondern auf das, was offen gesagt und demonstrativ gezeigt wird.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By ALKATEB - Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=170361041


Donnerstag, 15 Januar 2026

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