Nach Vorfall in Jerusalemer Betreuungseinrichtung: Zwei verstorbene Säuglinge identifiziert – neue Erkenntnisse zur TodesursacheNach Vorfall in Jerusalemer Betreuungseinrichtung: Zwei verstorbene Säuglinge identifiziert – neue Erkenntnisse zur Todesursache
Kurz nach dem schweren Vorfall in einer privaten Betreuungseinrichtung in Jerusalem veröffentlichen die Behörden weitere Details. Die Ermittlungen dauern an.
Nach dem Vorfall in einer privaten Betreuungseinrichtung im Jerusalemer Stadtteil Romema, bei dem am Montag zahlreiche Säuglinge betroffen waren, sind nun die Namen der beiden verstorbenen Kinder bekanntgegeben worden. Es handelt sich um Lia Zipora Golovencitz, vier Monate alt, und Aharon Katz, sechs Monate alt.
Beide Säuglinge wurden am Montag bewusstlos aus der Einrichtung evakuiert und unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in Krankenhäuser der Stadt gebracht. Lia Golovencitz wurde in das Shaare Zedek Medical Center eingeliefert, Aharon Katz in das Hadassah Mount Scopus. In beiden Fällen stellten die behandelnden Teams später den Tod der Kinder fest.
Wie bereits berichtet, wurden insgesamt rund 55 Säuglinge und Kleinkinder medizinisch untersucht und behandelt. Mehr als 25 von ihnen kamen zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser. Rettungskräfte von Magen David Adom und United Hatzalah waren im Großeinsatz und evakuierten die Kinder aus dem Gebäude.
Nach einer ersten Einschätzung des Instituts für Rechtsmedizin ist die vorläufige Todesursache bei beiden verstorbenen Säuglingen schwere Dehydrierung infolge hoher Hitze. Untersucht wird der Verdacht, dass sich die Kinder über längere Zeit in einem geschlossenen, nicht ausreichend belüfteten Raum aufgehalten haben, in dem eine starke Wärmezufuhr bestand. Nach Angaben der Feuerwehr war ein Klimagerät in Betrieb. Hinweise auf eine Gasleckage oder andere Heizquellen wurden bislang nicht bestätigt.
Die Polizei führt weiterhin Ermittlungen zu den Umständen des Vorfalls. Drei Betreuungskräfte wurden zur Befragung einbestellt. Geprüft werden unter anderem die Betreuungsbedingungen, räumliche Gegebenheiten und organisatorische Abläufe. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem weitere medizinische Untersuchungen zur eindeutigen Klärung der Todesursache.
Das israelische Bildungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass es sich um eine private Betreuungseinrichtung handelt, die nicht als staatlich anerkannter Kindergarten geführt wird. Die Behörden stehen nach eigenen Angaben in engem Austausch mit den Rettungsdiensten und den Ermittlungsstellen.
Die Ermittlungen dauern an. Weitere Ergebnisse sollen nach Abschluss der medizinischen und technischen Untersuchungen veröffentlicht werden.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: UNITED HATZALAH
Montag, 19 Januar 2026