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Führende Hamas Funktionäre prüfen geordneten Abzug aus dem Gazastreifen

Führende Hamas Funktionäre prüfen geordneten Abzug aus dem Gazastreifen


Laut saudischen Medien erwägen ranghohe Vertreter der Terrororganisation Hamas, Gaza zu verlassen. Hintergrund ist der Start von Phase zwei des US Plans zur Neuordnung des Küstenstreifens.

Führende Hamas Funktionäre prüfen geordneten Abzug aus dem Gazastreifen

Führende Vertreter der Terrororganisation Hamas bereiten nach Angaben aus internen Kreisen einen möglichen geordneten Abzug aus dem Gazastreifen vor. Das berichtet die saudische Zeitung Asharq Al-Awsat unter Berufung auf mehrere Quellen innerhalb der Organisation.

Demnach sollen sich mehrere prominente politische und militärische Hamas Funktionäre, die den Krieg überlebt haben, mit der Option eines sogenannten sicheren Ausstiegs befassen. Die Überlegungen stehen in zeitlichem Zusammenhang mit dem Beginn von Phase zwei des Gaza Plans von US Präsident Donald Trump, der eine technokratische Übergangsverwaltung für den Gazastreifen vorsieht.

Eine der Quellen erklärte laut Bericht, der Abzug solle freiwillig erfolgen und im Rahmen klar definierter Vereinbarungen umgesetzt werden. Die Koordination liege demnach bei der Hamas Führung im Ausland. Gleichzeitig wird betont, dass es innerhalb der Organisation keine einheitliche Linie gibt. Insbesondere militärische Führungspersonen lehnten einen Abzug kategorisch ab und wollten unter keinen Umständen Gaza verlassen.

Die Berichte stehen teilweise im Widerspruch zu früheren öffentlichen Aussagen hochrangiger Hamas Vertreter. So hatte der Terrorführer Khaled Mashaal im Dezember erklärt, Hamas werde weder entwaffnet noch auf ihre administrative Kontrolle im Gazastreifen verzichten. Auch eine internationale Sicherheitsmission lehnte er ausdrücklich ab.

Laut Asharq Al-Awsat gibt es zudem Hinweise darauf, dass mehrere Hamas Funktionäre, die 2011 im Rahmen des Gefangenenaustauschs für den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freigelassen wurden und heute Schlüsselpositionen innehaben, eine Ausreise in die Türkei planen könnten. Ein ranghoher Hamas Vertreter außerhalb des Gazastreifens dementierte diese Darstellung jedoch gegenüber der Zeitung.

Andere Quellen sprechen von einer zeitlich begrenzten Ausreise einzelner Funktionäre, um in Ägypten Gespräche mit Sicherheitsvertretern zu führen. Dabei soll es um Fragen der künftigen Sicherheitsarchitektur und um administrative Zuständigkeiten im Gazastreifen gehen. Eine Rückkehr nach Gaza sei in diesen Fällen vorgesehen.

Als mögliche Zielländer für Hamas Vertreter werden Katar und die Türkei genannt. Beide Staaten sind Teil der internationalen Diskussionen über eine künftige Verwaltung Gazas und wurden eingeladen, an Trumps sogenanntem Board of Peace mitzuwirken. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat jedoch wiederholt betont, dass weder türkische noch katarische Streitkräfte in Gaza präsent sein werden. Nach israelischen Angaben gibt es in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit den USA.

Die Berichte aus Saudi Arabien deuten auf zunehmende interne Spannungen innerhalb der Hamas hin, während sich die politische und sicherheitspolitische Lage im Gazastreifen weiter verändert. Eine offizielle Stellungnahme der Hamas zu den Abzugsüberlegungen liegt bislang nicht vor.


Autor: Redaktion
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Dienstag, 20 Januar 2026

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