Gaza gegen Hamas: Die Stimmen aus der Enklave werden lauter

Gaza gegen Hamas: Die Stimmen aus der Enklave werden lauter


Immer mehr Menschen im Gazastreifen sagen offen, was lange nur geflüstert wurde. Nicht Israel ist ihre größte Angst, sondern die Terrororganisation, die ihr Leben seit Jahren bestimmt. Viele fürchten, dass der nächste Krieg unausweichlich wird, solange Hamas bleibt.

Gaza gegen Hamas: Die Stimmen aus der Enklave werden lauter

In Gaza beginnt sich etwas zu verschieben. Nicht sichtbar auf den großen internationalen Bühnen, nicht in Pressekonferenzen oder UN-Erklärungen, sondern in Gesprächen hinter verschlossenen Türen, in anonymen Interviews, in vorsichtigen Aussagen gegenüber israelischen Medien. Immer mehr Bewohner des Gazastreifens äußern offen, dass sie sich eine Zukunft ohne Hamas wünschen. Nicht aus politischem Kalkül, sondern aus Erschöpfung.

Ein palästinensischer Aktivist aus Gaza bringt es gegenüber dem israelischen Sender N12 ungewöhnlich klar auf den Punkt: Hamas seien Kriminelle, die mit dem Blut des eigenen Volkes handelten. Ihre Herrschaft habe mehr Zerstörung gebracht als jeder militärische Schlag. Für viele Menschen sei ihr Abzug aus Gaza der einzige Weg, um weiteres Leid zu verhindern.

Diese Aussagen sind bemerkenswert, weil sie aus einer Gesellschaft kommen, in der offene Kritik an Hamas lebensgefährlich sein kann. Wer widerspricht, riskiert Verhaftung, Folter oder Schlimmeres. Dass dennoch immer mehr Menschen bereit sind zu sprechen, zeigt, wie tief die Frustration sitzt.

Angst vor dem nächsten Krieg

Die Furcht, die viele Gazaner eint, richtet sich nicht auf die Vergangenheit, sondern auf das, was kommen könnte. In Gesprächen mit israelischen Medien äußern Bewohner die Sorge, dass der Krieg erneut ausbrechen wird, wenn Hamas ihre Waffen nicht abgibt.

Die Frist, die von Israel und den Vereinigten Staaten gesetzt wurde, gilt als entscheidend. Bis Mitte März soll die Terrororganisation ihre militärischen Strukturen aufgeben. Andernfalls droht ein erneuter militärischer Schlag gegen die verbliebenen Tunnel, Waffenlager und Kommandostrukturen.

Für die Menschen in Gaza ist das keine strategische Debatte, sondern eine existentielle. Viele wissen, dass ein erneuter Krieg nicht Hamas treffen würde, sondern vor allem sie selbst. Wohnungen, die gerade notdürftig wiederhergestellt wurden, könnten erneut zerstört werden. Familien, die nach Monaten des Überlebens langsam zur Ruhe kommen, würden wieder zwischen Frontlinien geraten.

Eine Bewohnerin aus Gaza sagt offen, sie hoffe, Hamas werde die Waffen freiwillig abgeben, bevor Israel und die USA gezwungen seien, sie mit Gewalt zu entwaffnen. Hinter diesen Worten steckt kein politisches Kalkül, sondern nackte Angst.

Hamas denkt an den eigenen Abzug

Parallel zu diesen Stimmen aus Gaza mehren sich Berichte, wonach führende Hamas-Kader selbst an einen geordneten Rückzug denken. Mehrere Quellen innerhalb der Terrororganisation bestätigten gegenüber arabischen Medien, dass hochrangige politische und militärische Funktionäre Vorbereitungen für eine sichere Ausreise treffen.

Diese Informationen zeichnen ein düsteres Bild: Während die Bevölkerung fürchtet, erneut zwischen die Fronten zu geraten, versuchen Teile der Hamas-Führung offenbar, sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Zugleich betont Hamas nach außen weiterhin, dass sie weder entwaffnet noch ihre Kontrolle über Gaza aufgeben werde. Führende Vertreter erklärten zuletzt, man werde keine internationale Stabilisierungstruppe akzeptieren und keine militärische Verantwortung abgeben. Diese Haltung verstärkt die Sorge vieler Gazaner, dass ihre Zukunft erneut geopfert wird, um ideologische Starrheit zu bewahren.

Die internationale Realität holt Gaza ein

Mit dem Beginn der zweiten Phase des amerikanischen Gaza-Plans unter Präsident Donald Trump verschärft sich der Druck. Vorgesehen ist die Errichtung einer technokratischen Verwaltung, die den Gazastreifen ohne Terrororganisationen führen soll. Für Israel ist klar: Eine zivile Zukunft kann nur ohne bewaffnete Extremisten funktionieren.

Dass die Vereinigten Staaten diesen Kurs offen unterstützen, verändert die Lage grundlegend. Gaza steht nicht mehr nur im Fokus regionaler Politik, sondern im Zentrum einer internationalen Entscheidung darüber, ob Terror dauerhaft belohnt oder endlich beendet wird.

Israels leise Strategie

Israels Regierung hat inzwischen bestätigt, dass sie gezielt Gruppen innerhalb Gazas unterstützt, die sich gegen Hamas stellen. Details bleiben aus Sicherheitsgründen geheim. Doch bekannt ist, dass lokale Clans und Milizen aufgebaut wurden, um Hamas den inneren Rückhalt zu entziehen.

Berichte aus den vergangenen Monaten zeigen, dass diese Gruppen bereits punktuell eingesetzt wurden, etwa um Hamas-Kämpfer aus Tunneln zu locken oder Informationen über Verstecke weiterzugeben. Für Israel ist dies kein Wunschprojekt, sondern eine Notwendigkeit: Ohne inneren Widerstand lässt sich die Herrschaft einer Terrororganisation kaum brechen.

Ein seltener Moment der Wahrheit

Was derzeit in Gaza geschieht, ist kein Aufstand, keine Revolution, kein heroischer Umbruch. Es ist etwas viel Stilleren und vielleicht Bedeutenderes: ein kollektives Ermüden.

Viele Menschen wollen nicht mehr kämpfen, nicht mehr leiden, nicht mehr für Entscheidungen bezahlen, die andere treffen. Sie wollen ein normales Leben, Sicherheit für ihre Kinder und eine Zukunft, die nicht alle paar Jahre in Trümmern endet.

Die Stimmen aus Gaza zeigen, was in vielen internationalen Debatten fehlt: Die Bevölkerung selbst sieht Hamas längst nicht mehr als Schutzmacht, sondern als Gefahr. Solange diese Organisation bleibt, bleibt auch der Krieg eine reale Möglichkeit.

Für Israel bestätigt sich damit eine bittere, aber zentrale Erkenntnis: Frieden ist nicht möglich, solange Terror herrscht. Nicht nur aus israelischer Sicht, sondern zunehmend auch aus Sicht jener, die unter ihm leben müssen.


Autor: Redaktion
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Montag, 26 Januar 2026

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