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Raketen aus Gaza töten eigene Bevölkerung internes Dokument belastet Terrorführung schwer

Raketen aus Gaza töten eigene Bevölkerung internes Dokument belastet Terrorführung schwer


Ein aus dem Gazastreifen geborgenes Papier zeigt, dass führende Funktionäre über Jahre hinweg wussten, dass ihre Raketen regelmäßig palästinensische Wohngebiete trafen. Die Information blieb intern der Beschuss ging weiter.

Raketen aus Gaza töten eigene Bevölkerung internes Dokument belastet Terrorführung schwer

Ein internes Dokument aus dem Gazastreifen legt offen, dass der palästinensische Islamische Dschihad während des Krieges Raketen einsetzte, obwohl der Organisation bekannt war, dass ein erheblicher Teil dieser Geschosse nicht Israel erreichte, sondern innerhalb Gazas einschlug. Die Einschläge forderten zahlreiche zivile Opfer unter der eigenen Bevölkerung.

Das Dokument wurde von israelischen Stellen ausgewertet und später offiziell bestätigt. Es handelt sich um eine Zusammenfassung eines Treffens in Beirut zwischen einem hochrangigen Hamas Funktionär und Akram al Ajouri, dem Leiter der Al-Quds-Brigaden, des militärischen Arms des Islamischen Dschihad. Der Inhalt ist eindeutig und in seiner Wortwahl ungewöhnlich offen.

In dem Gespräch wird festgestellt, dass Raketen des Islamischen Dschihad wiederholt auf Wohnhäuser gefallen seien, teilweise bei Tageslicht und in dicht besiedelten Gebieten. Der Hamas Vertreter weist darauf hin, dass diese Einschläge in Gaza selbst zunehmend öffentlich diskutiert würden und die Stimmung gegen die bewaffneten Gruppen kippe.

Ajouri widerspricht den Vorwürfen nicht. Er bestreitet weder Fehlfunktionen noch Todeszahlen. Stattdessen erklärt er, dass man sich im Krieg befinde und selbst der Tod von tausend Menschen durch eigenes Feuer als hinnehmbarer Preis betrachtet werde. Diese Aussage ist wörtlich im Dokument festgehalten.

Aus dem Papier geht zudem hervor, dass die technischen Mängel der Raketen seit Jahren bekannt waren. Bereits während früherer militärischer Auseinandersetzungen im Jahr 2014 lagen interne Erkenntnisse darüber vor, dass ein erheblicher Teil der Geschosse unzuverlässig war und frühzeitig abstürzte. Die Probleme galten als technisch behebbar.

Dennoch wurde der Einsatz der Raketen nicht ausgesetzt. Laut Dokument spielten militärische Erfolgswahrscheinlichkeit und Zielgenauigkeit eine untergeordnete Rolle. Entscheidender war die Fortsetzung des Beschusses als politisches und propagandistisches Mittel.

Die Raketen basierten auf Bauplänen, die vom Iran zur Verfügung gestellt wurden. Produziert wurden sie unter einfachen Bedingungen im Gazastreifen, mit begrenzter technischer Kontrolle. Die daraus resultierende hohe Fehlerrate war der Führung bekannt.

Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf mehrere Vorfälle während des Krieges. Besonders der Einschlag am Al-Ahli-Krankenhaus im Oktober 2023 erlangte internationale Aufmerksamkeit, nachdem zunächst Israel verantwortlich gemacht wurde. Spätere Untersuchungen ergaben, dass eine fehlgeleitete Rakete des Islamischen Dschihad eingeschlagen war.

Nach Angaben der israelischen Armee landete während der ersten Kriegswochen etwa jede fünfte aus Gaza abgefeuerte Rakete innerhalb des Gazastreifens selbst. Das nun veröffentlichte Dokument zeigt, dass diese Einschläge keine überraschenden Ausnahmen darstellten, sondern ein bekanntes strukturelles Problem.

Die interne Kommunikation belegt, dass zivile Opfer durch fehlgeleitete Raketen nicht als unvorhersehbare Folge betrachtet wurden. Vielmehr wurden sie in Kauf genommen, um den fortgesetzten Beschuss aufrechtzuerhalten.

Die Terrorführung selbst befindet sich überwiegend außerhalb des Gazastreifens. Strategische Entscheidungen werden im Ausland getroffen, während die Auswirkungen vor Ort von der Zivilbevölkerung getragen werden.

Das Dokument liefert damit einen seltenen Einblick in interne Abwägungen bewaffneter Gruppen in Gaza. Es zeigt, dass zivile Risiken nicht nur bekannt waren, sondern bewusst akzeptiert wurden, obwohl die betroffenen Opfer aus der eigenen Bevölkerung stammten.

Die Veröffentlichung dieses Papiers stellt eine zentrale Frage neu: Wie entsteht ziviles Leid im Gazastreifen und welche Verantwortung tragen jene, die Waffen aus dicht besiedelten Gebieten einsetzen, obwohl deren Unzuverlässigkeit dokumentiert ist.

Die Antwort ergibt sich nicht aus politischen Bewertungen, sondern aus dem Inhalt des Dokuments selbst.


Autor: Redaktion
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Mittwoch, 28 Januar 2026

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