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Israelische Armee weist Hunger Vorwürfe zurück und legt Zahlen zum Gaza Krieg vor

Israelische Armee weist Hunger Vorwürfe zurück und legt Zahlen zum Gaza Krieg vor


Die israelische Armee bestätigt erstmals rund 70.000 Tote im Krieg gegen die Hamas. Gleichzeitig widerspricht sie zentralen UN Behauptungen und erklärt, dass kein gesunder Mensch in Gaza an Hunger gestorben ist.

Israelische Armee weist Hunger Vorwürfe zurück und legt Zahlen zum Gaza Krieg vor

Die israelische Armee hat erstmals eine offizielle Gesamtzahl der Todesopfer im Krieg gegen die Hamas genannt. Nach internen Auswertungen kamen während der Kämpfe rund 70.000 Menschen im Gazastreifen ums Leben. Zugleich weist das Militär zentrale internationale Vorwürfe entschieden zurück. Nach Angaben der Armee sei kein gesunder Mensch infolge von Hunger gestorben.

Damit widerspricht Israel direkt Berichten der Vereinten Nationen und zahlreicher internationaler Organisationen, die von einer massenhaften Hungersnot in Gaza gesprochen hatten. Diese Darstellungen seien nach israelischer Einschätzung entweder falsch, stark übertrieben oder auf unvollständigen medizinischen Angaben aufgebaut.

Nach Angaben der Armee handelte es sich bei rund 25.000 der Getöteten um Hamas Terroristen. Die israelische Seite betont, dass viele zivile Todesfälle nicht durch israelische Angriffe verursacht worden seien. Insbesondere in der frühen Phase des Krieges habe die Hamas selbst erheblichen Anteil an der Zahl der Opfer gehabt.

Nach militärischen Auswertungen schlugen bis Anfang 2024 etwa 13 Prozent der von der Hamas abgefeuerten Raketen innerhalb des Gazastreifens selbst ein. Diese Fehlstarts hätten zahlreiche Palästinenser getötet. Hinzu kämen gezielte Hinrichtungen durch die Hamas, vor allem gegen politische Gegner oder gegen Zivilisten, die versuchten, Evakuierungsanweisungen zu folgen.

Eine detaillierte Aufschlüsselung über zivile und militärische Todesopfer liegt bislang nicht vor. Die Armee erklärte, man arbeite weiterhin an einer umfassenden Analyse, ein Veröffentlichungsdatum gebe es jedoch nicht.

Besonders scharf widerspricht Israel den immer wieder erhobenen Vorwürfen einer Hungersnot. Internationale Organisationen und Teile der Medien hatten von bis zu 450 Todesfällen durch Hunger gesprochen. Die israelische Armee erklärte dazu, diese Zahlen beruhten entweder auf erfundenen Angaben oder auf Fällen schwerer Vorerkrankungen, die bereits vor Kriegsbeginn bestanden hätten.

In mehreren dokumentierten Fällen habe das Militär gemeinsam mit Hilfsorganisationen überprüft, ob gemeldete Todesfälle tatsächlich eingetreten seien. Dabei habe sich gezeigt, dass einzelne Kinder, deren Tod international verbreitet wurde, nachweislich noch am Leben gewesen seien.

Auch Bilder stark abgemagerter Kinder seien vielfach falsch interpretiert worden. Nach Angaben der Armee litten einige der gezeigten Kinder bereits vor dem Krieg an schweren chronischen Erkrankungen, die zu körperlichen Fehlstellungen geführt hätten.

Die israelische Armee räumt ein, dass es im Sommer 2025 eine Phase erheblicher Versorgungsprobleme gegeben habe. In den Monaten Juli und August habe es eine akute Lebensmittelknappheit gegeben, auf die Israel jedoch reagiert habe. Die Zahl der Hilfslieferungen sei danach deutlich erhöht worden, um eine tatsächliche Hungersituation zu verhindern.

Nach offiziellen israelischen Angaben wurden während des gesamten Krieges rund 112.000 Hilfstransporte in den Gazastreifen gelassen. Diese umfassten etwa 1,7 Millionen Tonnen Lebensmittel sowie rund 1,8 Millionen Zelte und Schutzplanen. Zusätzlich seien 600.000 Kinder gegen Polio geimpft worden.

Derzeit sind laut Armeeangaben 16 Feldlazarette im Gazastreifen in Betrieb. Insgesamt seien während des Krieges etwa 9.600 Tonnen medizinisches Material eingeführt worden. Parallel dazu hätten rund 5.000 internationale Hilfskräfte Gaza betreten.

Gleichzeitig verließen etwa 42.000 Einwohner des Gazastreifens das Gebiet, entweder zur medizinischen Behandlung in Drittstaaten oder aufgrund doppelter Staatsangehörigkeiten.

Israel betont, dass diese Zahlen im deutlichen Widerspruch zur Darstellung eines vollständigen humanitären Zusammenbruchs stünden. Vertreter der Armee erklärten zudem, dass UN Mitarbeiter vor Ort intern eingeräumt hätten, dass dramatische Hungerberichte teilweise aus politischen Gründen entstanden seien, um internationalen Druck auf Israel zum vorzeitigen Kriegsende aufzubauen.

Ein Teil der israelischen Auswertungen soll vertraulich dem Internationalen Gerichtshof vorgelegt werden. Eine entsprechende Unterrichtung ist für März vorgesehen.

Parallel dazu endet in Kürze die Amtszeit des bisherigen Koordinators der Regierungsaktivitäten in den Gebieten. Generalmajor Ghassan Alian verlässt nach fast fünf Jahren seinen Posten. Sein Nachfolger wird Yoram Halevi, ein ehemaliger hochrangiger Polizeibeamter.

Kritiker werfen der Regierung vor, mit dieser Personalentscheidung interne fachliche Einwände gegenüber internationalen Akteuren reduzieren zu wollen. Offizielle Stellen weisen diese Darstellung zurück.

Für Israel steht nach eigener Darstellung fest, dass viele der weltweit verbreiteten Vorwürfe über Gaza auf falschen Zahlen, politischer Motivation und mangelnder Überprüfung beruhen. Die Armee kündigte an, weitere Informationen vorzulegen, um internationale Narrative zu korrigieren, die aus israelischer Sicht das Bild des Krieges verzerren.


Autor: Bernd Geiger
Bild Quelle: Symbolbild Pixabay


Donnerstag, 29 Januar 2026

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