60 Millionen Tonnen Trümmer Gaza steht vor einer selbst verschuldeten Umweltkatastrophe60 Millionen Tonnen Trümmer Gaza steht vor einer selbst verschuldeten Umweltkatastrophe
Unter Schutt, Müll und ungeklärtem Abwasser erstickt der Gazastreifen langsam. Was jetzt sichtbar wird, ist nicht nur eine Folge des Krieges, sondern das Ergebnis jahrelanger Verantwortungslosigkeit, Terrorherrschaft und internationaler Verdrängung.
Der Gazastreifen versinkt. Nicht symbolisch, nicht rhetorisch, sondern buchstäblich. Unter zerbombten Häusern, unter aufgerissenen Straßen, unter provisorischen Zelten liegen inzwischen rund 60 Millionen Tonnen Schutt. Darin: giftige Baustoffe, verbrannter Kunststoff, Schwermetalle, Reste von Munition, ungeklärte Abwässer und menschliche Überreste. Was sich hier entwickelt, ist keine normale Nachkriegslage. Es ist eine ökologische Zeitbombe.
Während international weiterhin fast ausschließlich über politische Schuldzuweisungen gesprochen wird, entsteht vor Ort eine Realität, die kaum noch kontrollierbar ist. Ganze Stadtviertel dienen inzwischen als Müllkippen. Märkte, die früher das wirtschaftliche Rückgrat vieler Familien bildeten, sind zu offenen Deponien geworden. Ratten, Insekten und Krankheitserreger breiten sich ungehindert aus. Der Gestank liegt über Wohngebieten, in denen Menschen leben müssen, weil es keinen anderen Ort mehr gibt.
Diese Katastrophe ist real. Doch sie fällt nicht vom Himmel.
Ein zerstörtes Gebiet ohne funktionierende Ordnung
Fast 80 Prozent der Gebäude im Gazastreifen gelten als zerstört oder schwer beschädigt. Das bedeutet nicht nur Wohnungsnot, sondern auch den Zusammenbruch jeder grundlegenden Infrastruktur. Abwassersysteme sind weitgehend zerstört. Kläranlagen funktionieren nicht mehr. Täglich sickern Hunderttausende Kubikmeter ungeklärten Abwassers in den Boden oder fließen direkt ins Mittelmeer.
Das Wasser ist kontaminiert. Brunnen sind verseucht. Landwirtschaftliche Flächen sind kaum noch nutzbar. Selbst einfache Hygiene wird zum Luxus. Hautkrankheiten, Magen Darmerkrankungen und Atemprobleme nehmen massiv zu. Besonders Kinder, ältere Menschen und Schwangere sind betroffen.
Doch während internationale Organisationen Alarm schlagen, bleibt ein entscheidender Punkt oft unerwähnt: In Gaza existiert keine funktionierende zivile Verwaltung, die diese Krise überhaupt bewältigen könnte. Die Hamas, die über Jahre hinweg Milliarden in Tunnel, Raketen und Waffen investierte, hat keinerlei tragfähige Strukturen für Müllentsorgung, Umweltmanagement oder langfristige Planung aufgebaut.
Was jetzt fehlt, wurde bewusst nie geschaffen.
Umweltzerstörung als Nebenprodukt des Terrors
Die Umweltkatastrophe in Gaza ist kein isoliertes Phänomen. Sie ist Teil desselben Systems, das den Gazastreifen seit Jahren prägt. Während internationale Gelder flossen, entstanden unter Wohnhäusern Tunnelanlagen. Während Generatoren Diesel verbrannten, wurde kein nachhaltiges Stromnetz aufgebaut. Während Schulen und Krankenhäuser als Schutzschilde missbraucht wurden, verfiel jede Form ziviler Vorsorge.
Heute rächt sich diese Politik brutal.
Schutt wird nicht getrennt. Giftstoffe liegen offen. Nicht explodierte Munition befindet sich mitten in Wohngebieten. Menschen verbrennen Müll, weil es keine Abholung gibt. Der Rauch legt sich über Zeltlager, über Kinder, über ganze Viertel. Gleichzeitig steigen die Emissionen durch provisorische Generatoren, während sauberes Trinkwasser kaum verfügbar ist.
Gaza leidet nicht nur unter Zerstörung. Gaza leidet unter struktureller Verwahrlosung.
Israel zwischen Sicherheit und internationalem Druck
Israel steht dabei vor einem kaum lösbaren Dilemma. Schweres Gerät, Bagger, Kräne und Maschinen werden international als notwendige Hilfsmittel gefordert. Gleichzeitig gelten genau diese Geräte als sogenannte Dual Use Güter, weil sie von Terrororganisationen nachweislich für militärische Zwecke missbraucht wurden.
Diese Sorge ist nicht theoretisch. Tunnel wurden mit genau solchen Maschinen gebaut. Waffenlager mit ziviler Infrastruktur getarnt. Jede Lockerung birgt ein reales Sicherheitsrisiko.
Israel wird dennoch regelmäßig aufgefordert, Verantwortung für den Wiederaufbau zu übernehmen, obwohl genau dieser Wiederaufbau in der Vergangenheit immer wieder zur erneuten Aufrüstung der Hamas führte. Der Preis dafür wurde am 7. Oktober auf grausamste Weise sichtbar.
Wer heute fordert, dass Israel einfach alle Schranken fallen lassen müsse, blendet diese Realität bewusst aus.
Die internationale Gemeinschaft steht vor ihrer eigenen Verantwortung
Seit Jahren investiert die Weltgemeinschaft Milliarden in Gaza. Doch ein nachhaltiges Konzept fehlte stets. Geld floss, Kontrolle fehlte. Projekte wurden begonnen, ohne politische Bedingungen. Strukturen wurden finanziert, ohne echte Entwaffnung.
Das Ergebnis liegt nun unter den Trümmern.
Ein Wiederaufbau ohne grundlegenden politischen Wandel würde dieselben Fehler wiederholen. Neue Gebäude würden entstehen, neue Tunnel darunter. Neue Hilfsgüter würden geliefert, neue Waffen daraus finanziert. Eine ökologische Sanierung ohne Sicherheit ist eine Illusion.
Gaza braucht Hilfe. Aber Gaza braucht vor allem etwas anderes: eine Zukunft ohne Terrorherrschaft.
Eine Katastrophe, die niemand mehr ignorieren kann
Unter dem Schutt liegen nicht nur Häuser. Dort liegen die Konsequenzen jahrelanger Entscheidungen. Die Umweltzerstörung, die sich jetzt entfaltet, wird nicht in Monaten verschwinden. Sie wird Jahre, vielleicht Jahrzehnte nachwirken.
Vergifteter Boden, verseuchtes Wasser, zerstörte Küstenstreifen, verlorene Landwirtschaft. Das ist kein kurzfristiges humanitäres Problem, sondern ein struktureller Zusammenbruch.
Wer es ernst meint mit dem Wohl der Menschen in Gaza, darf nicht länger nur Symptome beklagen. Er muss Ursachen benennen. Und diese Ursachen heißen Terror, Missbrauch von Hilfe, ideologische Verblendung und systematische Zerstörung ziviler Verantwortung.
Solange das nicht ausgesprochen wird, wird jeder Wiederaufbau auf einem Fundament aus Gift errichtet.
Autor: Redaktion
Bild Quelle:
Samstag, 31 Januar 2026