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Geheime Reise nach Washington: Israels Armeechef warnt vor einem gefährlichen Iran-Deal

Geheime Reise nach Washington: Israels Armeechef warnt vor einem gefährlichen Iran-Deal


Während in Washington über neue Abkommen mit Teheran gesprochen wird, schlägt Israels Generalstabschef Alarm. Ejal Zamir reist heimlich in die USA, um klarzumachen, was auf dem Spiel steht und warum ein halber Deal für Israel keine Option ist.

Geheime Reise nach Washington: Israels Armeechef warnt vor einem gefährlichen Iran-Deal

Die Reise fand fern der Öffentlichkeit statt, ohne Ankündigung, ohne Bilder, ohne politische Begleitmusik. Genau das macht sie so bedeutend. Israels Generalstabschef Ejal Zamir ist am vergangenen Wochenende heimlich nach Washington geflogen, um hochrangige Vertreter des amerikanischen Verteidigungsapparates zu treffen. Nicht für Höflichkeitsgespräche, sondern um eine klare Warnung zu überbringen. Aus israelischer Sicht steuert die internationale Diplomatie erneut auf einen gefährlichen Irrweg zu.

In den Gesprächen legte Zamir sensibelstes Geheimdienstmaterial vor. Die Botschaft war eindeutig. Der Iran arbeitet mit Hochdruck am Wiederaufbau seiner militärischen Fähigkeiten. Besonders alarmierend ist die Entwicklung im Bereich der ballistischen Raketen. Zwar wurde das iranische Arsenal im Sommer 2025 erheblich reduziert, doch inzwischen nähert sich Teheran wieder dem früheren Niveau von rund 2.500 Raketen. Diese Entwicklung geschieht nicht zufällig. Sie folgt einer klaren strategischen Linie der Islamischen Republik, die aus ihren Rückschlägen gelernt hat und nun systematisch verlorene Kapazitäten ersetzt.

Aus israelischer Sicht liegt hier der Kern des Problems. In Washington wird derzeit über ein mögliches Abkommen mit Teheran gesprochen, das sich vor allem auf das Einfrieren der Urananreicherung konzentrieren soll. Genau dieses Szenario bereitet Jerusalem größte Sorgen. Denn ein Abkommen, das sich ausschließlich auf das Atomprogramm beschränkt und die Raketenfrage ausklammert, würde Irans militärisches Bedrohungspotenzial nicht entschärfen, sondern stabilisieren.

Zamir machte deutlich, dass moderne Kriegsführung nicht allein von Nuklearsprengköpfen ausgeht. Ein massives Arsenal präziser Langstreckenraketen reicht aus, um Israel existenziell zu bedrohen. Der Iran benötigt dafür keine Bombe, um Druck auszuüben, Abschreckung aufzubauen und regionale Stellvertreter zu stärken. Wer diese Realität ignoriert, handelt nicht pragmatisch, sondern fahrlässig.

Besonders kritisch sieht Jerusalem Berichte, wonach ein mögliches Abkommen es dem Iran erlauben könnte, bereits angereichertes Uran zu behalten. Nach aktuellen Schätzungen verfügt Teheran über rund 400 Kilogramm hochangereichertes Material sowie große Mengen auf 20 Prozent angereicherten Urans. Dieses Material allein könnte theoretisch für mehrere Nuklearwaffen reichen, sollte es gelingen, eine neue geheime Anreicherungsanlage in Betrieb zu nehmen. Genau darin liegt die israelische Sorge. Nicht im Heute, sondern im Morgen.

Zamir machte in Washington unmissverständlich klar, dass ein solches Szenario für Israel nicht hinnehmbar wäre. Ein Einfrieren der Anreicherung bei gleichzeitigem Erhalt dieser Vorräte würde den Iran nicht schwächen, sondern ihm strategische Zeit verschaffen. Zeit, in der neue Zentrifugen beschafft, neue Anlagen vorbereitet und neue militärische Optionen aufgebaut werden könnten.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der in Jerusalem zunehmend Unruhe auslöst. Ein möglicher Deal unter Präsident Donald Trump könnte zwar härter formuliert sein als frühere Abkommen, zugleich aber politische Konsequenzen für Israel haben. Sollte Washington eine Vereinbarung als Erfolg verkaufen, könnte der Handlungsspielraum Jerusalems militärisch eingeschränkt werden. Ein amerikanisches Abkommen würde faktisch bedeuten, dass israelische Präventivmaßnahmen politisch kaum noch durchsetzbar wären, selbst wenn sich die Bedrohungslage weiter zuspitzt.

Für Israel ist das eine bekannte, aber gefährliche Situation. Schon in der Vergangenheit führten internationale Abkommen dazu, dass Bedrohungen verwaltet statt beseitigt wurden. Die Folge waren Jahre strategischer Illusionen, während Teheran im Schatten weiter aufrüstete. Zamirs Reise ist deshalb auch ein Versuch, diese Dynamik frühzeitig zu stoppen.

Die Gespräche in Washington zeigen, wie ernst die Lage aus israelischer Sicht eingeschätzt wird. Der Generalstabschef reiste nicht, um militärische Abenteuer zu bewerben, sondern um rote Linien zu definieren. Israel akzeptiert keine Vereinbarung, die dem Iran Zeit, Material und strategische Tiefe verschafft. Sicherheit entsteht nicht durch Formulierungen auf Papier, sondern durch überprüfbare, vollständige Entwaffnung gefährlicher Fähigkeiten.

Während Diplomaten über Worte verhandeln, zählt für Israel eine andere Realität. Raketen haben keine Geduld. Uran kennt keine politischen Absichtserklärungen. Und ein Regime, das offen zur Zerstörung Israels aufruft, verdient kein Vertrauen auf Vorschuss.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF
Sonntag, 01 Februar 2026

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