Israels Armee meldet Durchbruch bei Zerstörung der Hamas-Tunnel in RafahIsraels Armee meldet Durchbruch bei Zerstörung der Hamas-Tunnel in Rafah
Die Terroristen sitzen in dunklen Tunneln ohne Nachschub, ohne Führung und ohne Zukunft. Israels Armee zieht die Schlinge immer enger zu.
Im Süden des Gazastreifens spielt sich derzeit ein stiller, aber entscheidender Kampf ab. Er liefert keine spektakulären Bilder, keine dramatischen Schlagzeilen, keine lauten Parolen. Doch strategisch betrachtet ist es vielleicht der wichtigste Abschnitt des gesamten Krieges. In Rafah arbeitet die israelische Armee systematisch daran, die letzten Reste der Hamas-Strukturen zu zerschlagen. Was bleibt, sind vereinzelte Kämpfer, die sich unter der Erde verstecken und jeden Tag ein Stück näher an ihr unvermeidliches Ende rücken.
In der Nacht kam es erneut zu einem typischen Zwischenfall. Soldaten der israelischen 7. Brigade stießen auf vier Terroristen, die aus einem Schacht im Osten Rafahs auftauchten und aus nächster Nähe das Feuer eröffneten. Die Antwort war schnell und eindeutig. Alle vier Angreifer wurden im direkten Gefecht getötet, auf israelischer Seite gab es keine Verluste. Solche Begegnungen sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern Ausdruck einer Lage, in der nur noch kleine, verzweifelte Gruppen von Kämpfern übrig sind.
Innerhalb der Armee beschreibt man das Vorgehen mit einem treffenden Begriff: schrittweises Abnagen. Es geht nicht um eine große Offensive, sondern um geduldige, präzise Arbeit. Tunnel werden entdeckt und zerstört, Verstecke aufgespürt, Waffenlager gesichert. Jeder freigelegte Schacht, jede gesprengte Verbindung, jede gefundene Infrastruktur schwächt den verbliebenen Kern der Terrororganisation weiter.
Die Einschätzung der Sicherheitsdienste ist eindeutig. In den unterirdischen Rückzugsräumen befinden sich nur noch wenige Hamas-Mitglieder. Sie sind voneinander isoliert, verfügen kaum über Kommunikation und handeln ohne übergeordnete Führung. Seit Monaten existiert im Süden des Gazastreifens keine funktionierende Kommandostruktur mehr. Die meisten Befehlshaber sind tot oder geflohen, die Netzwerke zusammengebrochen.
Dass die verbliebenen Terroristen überhaupt noch überleben können, liegt an den Vorräten, die sie vor Beginn der Kämpfe angelegt hatten. Große Mengen Konserven und Wasser wurden in die Tunnel gebracht, um sich auf eine lange Belagerung vorzubereiten. Doch auch diese Reserven gehen zur Neige. Niemand kann auf Dauer unter der Erde existieren. Zeit ist nun die mächtigste Waffe Israels.
Genau deshalb sprechen Militärplaner von einer kritischen Phase. Der Druck auf Hamas war noch nie so groß wie jetzt. Jede Unterbrechung der israelischen Operationen würde der Terrororganisation Luft verschaffen. Deshalb lautet die klare Linie: nicht nachlassen, sondern die Zange weiter schließen.
Die Reaktionen der Hamas zeigen, wie verzweifelt die Lage ist. In den vergangenen Tagen kam es zu mehreren Versuchen, die Waffenruhe zu brechen und israelische Soldaten anzugreifen. Mehr als zehn Zwischenfälle wurden allein seit Monatsbeginn registriert. All das sind keine koordinierten Operationen, sondern die letzten Reflexe eines Apparates, der zerfällt.
Gleichzeitig führt Israel gezielte Eliminierungen durch. Mehrere hochrangige Terroristen wurden ausgeschaltet, darunter auch Verantwortliche für frühere Angriffe auf israelische Zivilisten. Die Botschaft ist eindeutig: Auch wer sich tief unter der Erde versteckt, bleibt erreichbar.
Die Kämpfe in Rafah unterscheiden sich deutlich von denen im Norden und Zentrum des Gazastreifens. Hier hatte Hamas über Jahre ein besonders dichtes Tunnelnetz aufgebaut, eine Art unterirdische Stadt, die als Rückgrat ihrer Macht dienen sollte. Doch selbst dieses System, auf das die Organisation so stolz war, zerbricht nun Stück für Stück.
Für Israel ist dieser Abschnitt des Krieges von grundlegender Bedeutung. Solange Hamas in Rafah über funktionierende Strukturen verfügt, kann sie behaupten, noch eine relevante Kraft zu sein. Fällt auch dieser letzte Stützpunkt, verliert die Terrororganisation jede Grundlage für politischen oder militärischen Einfluss.
Dabei geht die Armee mit großer Vorsicht vor. Jede Operation basiert auf präzisen Geheimdienstinformationen, um unnötige Risiken zu vermeiden. Das Ziel ist nicht nur die Tötung einzelner Terroristen, sondern die vollständige Zerstörung des Systems, das sie trägt. Es ist mühsam, manchmal langwierig, aber unverzichtbar.
Der israelische Verteidigungsminister machte deutlich, dass der Kampf auf allen Fronten weitergehen wird. Das ist mehr als eine politische Aussage. Es ist die Realität vor Ort. Tag für Tag wird in Rafah eine Infrastruktur abgetragen, die über Jahre aufgebaut wurde.
Neben der militärischen Dimension spielt auch die psychologische eine zentrale Rolle. Ein Kämpfer, der monatelang ohne Sonnenlicht, ohne frisches Essen, ohne Kontakt zur Außenwelt in einem Tunnel sitzt, verliert irgendwann den Willen. Genau darauf zielt die israelische Strategie ab: nicht nur physische, sondern auch moralische Zermürbung.
Was sich derzeit im Süden des Gazastreifens abspielt, markiert das Ende einer Ära. Über Jahre hinweg konnte Hamas den Alltag in Israel bedrohen, Raketen abfeuern und sich hinter Zivilisten verstecken. Heute bleibt davon nur noch ein Schatten.
Israel hat aus früheren Fehlern gelernt. Halbe Lösungen haben in der Vergangenheit immer nur neue Gewalt hervorgebracht. In Rafah wird deshalb nicht gestoppt, bevor das Problem vollständig gelöst ist.
Der Atem der Hamas wird kürzer. Die Vorräte schwinden, die Möglichkeiten ebenso. Und mit jedem weiteren Tag unter der Erde wird klarer: Diese Schlacht geht ihrem Ende entgegen.
Autor: Redaktion
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Montag, 09 Februar 2026