Tragödie in Aschdod: Zwei Arbeiterinnen sterben nach Einsatz in IndustrieanlageTragödie in Aschdod: Zwei Arbeiterinnen sterben nach Einsatz in Industrieanlage
In einem Werk in Aschdod werden zwei Frauen leblos gefunden. Rettungskräfte kämpfen vergeblich um ihr Leben. Der Verdacht konzentriert sich auf defekte Schutzanzüge und tödlichen Sauerstoffmangel.
Tragödie in Aschdod: Zwei Arbeiterinnen sterben nach Einsatz in Industrieanlage
Vorschautext: In einem Werk in Aschdod werden zwei Frauen leblos gefunden. Rettungskräfte kämpfen vergeblich um ihr Leben. Der Verdacht konzentriert sich auf defekte Schutzanzüge und tödlichen Sauerstoffmangel.
Ein gewöhnlicher Arbeitstag hat sich am Mittwochmorgen in Aschdod in eine schmerzhafte Tragödie verwandelt. In einem Industriebetrieb an der Neft-Straße wurden zwei Frauen, beide etwa in ihren Fünfzigern, bewusstlos aufgefunden. Als die alarmierten Teams des Rettungsdienstes Magen David Adom eintrafen, lagen die Arbeiterinnen bereits reglos am Boden. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen blieb jede Hilfe vergeblich. Nach längeren Versuchen mussten die Notärzte den Tod der beiden Frauen feststellen.
Die genauen Umstände des Unglücks sind noch Gegenstand intensiver Ermittlungen. Nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte konzentriert sich der Verdacht auf ein technisches Versagen der persönlichen Schutzausrüstung. Die beiden Frauen trugen offenbar spezielle Schutzanzüge, die in dem Betrieb für bestimmte Arbeitsprozesse vorgeschrieben sind. Ermittler prüfen, ob diese Ausrüstung fehlerhaft war und dadurch ein gefährlicher Sauerstoffmangel entstand, der zum Kollaps der Arbeiterinnen führte.
Unmittelbar nach Eingang des Notrufs wurde ein Großaufgebot an Rettungs- und Sicherheitskräften in Bewegung gesetzt. Neben den Teams von Magen David Adom rückten Feuerwehr und Gefahrgutexperten aus. Zunächst bestand die Sorge, dass es zu einer Freisetzung gefährlicher Stoffe gekommen sein könnte. In Industriebetrieben wie diesem wird regelmäßig mit chemischen Substanzen gearbeitet, weshalb solche Vorsichtsmaßnahmen zwingend notwendig sind.
Nach gründlichen Messungen und Kontrollen konnten die Einsatzkräfte jedoch Entwarnung geben. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Leckage oder auf austretende giftige Stoffe. Die Feuerwehr erklärte ausdrücklich, dass keine Gefahr für die Umgebung oder die Bevölkerung bestehe. Auch außerhalb des betroffenen Gebäudes wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Damit konnte ein größerer Katastrophenfall ausgeschlossen werden.
Das israelische Ministerium für Umweltschutz entsandte umgehend eigene Inspektoren an den Ort des Geschehens. In einer ersten Stellungnahme erklärte die Behörde, man untersuche gemeinsam mit Polizei und Rettungsdiensten die Ursachen des Vorfalls. Die Beamten prüfen, ob geltende Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden und ob möglicherweise technische oder organisatorische Mängel vorlagen.
Die Polizei hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Neben der Auswertung technischer Daten werden auch Mitarbeiter des Betriebs befragt. Von besonderem Interesse sind Wartungsprotokolle der verwendeten Schutzausrüstung sowie Arbeitsanweisungen und Sicherheitsabläufe. Sollte sich herausstellen, dass Fahrlässigkeit oder mangelnde Kontrollen zu dem Unglück beigetragen haben, drohen den Verantwortlichen ernste Konsequenzen.
Für die Kolleginnen und Kollegen der Verstorbenen ist das Geschehen ein schwerer Schock. Menschen, mit denen sie täglich zusammenarbeiteten, sind innerhalb weniger Minuten aus dem Leben gerissen worden. Der Betrieb, der normalerweise für Routine und geregelte Abläufe steht, wurde plötzlich zum Ort eines tödlichen Dramas. Viele Mitarbeiter berichten von Fassungslosigkeit und Trauer.
Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang sind in Israel vergleichsweise selten, doch wenn sie eintreten, werfen sie immer grundlegende Fragen auf. Die Sicherheit am Arbeitsplatz gilt als hohes Gut. Besonders in Bereichen, in denen mit gefährlichen Stoffen oder unter speziellen Bedingungen gearbeitet wird, müssen Schutzmaßnahmen lückenlos funktionieren. Schon kleinste Fehler können verheerende Folgen haben.
Experten weisen darauf hin, dass Schutzanzüge und Atemsysteme regelmäßig überprüft und gewartet werden müssen. Defekte Ventile, undichte Schläuche oder falsch eingestellte Sauerstoffzufuhr können in abgeschlossenen Räumen innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich werden. Wer sich bei seiner Arbeit auf technische Sicherheitssysteme verlässt, muss sich darauf verlassen können, dass diese einwandfrei funktionieren.
Für die Familien der beiden Frauen bleibt all dies ein schwacher Trost. Sie haben Angehörige verloren, die morgens wie jeden Tag zur Arbeit gingen und nicht mehr zurückkehrten. Die menschliche Tragweite solcher Unfälle geht weit über technische Analysen hinaus. Hinter jeder Statistik stehen Schicksale, Trauer und eine Leere, die nicht mehr gefüllt werden kann.
Der betroffene Betrieb äußerte sich bislang nur knapp zu dem Vorfall. Man arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen und unterstütze die Aufklärung, hieß es in einer kurzen Mitteilung. Weitere Details sollen erst veröffentlicht werden, wenn belastbare Ergebnisse vorliegen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Magen David Adom
Mittwoch, 11 Februar 2026