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Katar finanziert Terror und gibt sich als Friedensstifter

Katar finanziert Terror und gibt sich als Friedensstifter


Der exilierte katarische Oppositionsführer Khalid al-Hail erhebt schwere Vorwürfe gegen Doha. Im Gespräch erklärt er, warum Katar Hamas stützt, Antisemitismus fördert und im Nahen Osten gezielt Chaos statt Stabilität schafft.

Katar finanziert Terror und gibt sich als Friedensstifter

Wer in Europa oder Amerika über den Gaza-Konflikt spricht, hört immer wieder denselben Satz: Katar sei ein wichtiger Vermittler, ein neutraler Akteur, ein Brückenbauer zwischen Israel und der Hamas. Khalid al-Hail, Präsident der katarischen Nationaldemokratischen Partei, sieht das völlig anders. Für ihn ist Doha nicht Teil der Lösung, sondern das Herz des Problems.

Im Gespräch macht der seit 2015 im britischen Exil lebende Oppositionelle deutlich, wie sehr das internationale Bild Katars von der Realität abweicht. Katar präsentiere sich als Friedensmediator, habe aber gleichzeitig über Jahre terroristische Organisationen geschaffen, finanziert und politisch unterstützt. Wer heute als Schiedsrichter auftrete, sei in Wahrheit einer der Hauptverantwortlichen für Instabilität im Nahen Osten.

Besonders scharf kritisiert al-Hail die Rolle Katars im Gaza-Konflikt. Während Doha offiziell an internationalen Verhandlungen teilnehme und sich als Partner westlicher Staaten inszeniere, betreibe das staatlich finanzierte Medienimperium eine massive Propagandakampagne zugunsten der Hamas. Die katarische Führung spiele ein doppeltes Spiel. Auf der einen Seite sitze sie an Verhandlungstischen, auf der anderen Seite schüre sie über ihre Fernsehsender Hass gegen Israel und den Westen.

Diese Doppelstrategie habe konkrete Folgen. Al-Hail ist überzeugt, dass ein großer Teil des wachsenden Antisemitismus in Europa und den Vereinigten Staaten direkt auf den Einfluss Katars zurückzuführen sei. Zahlreiche Organisationen, die heute antisemitische Narrative verbreiten, würden aus Doha finanziert und gesteuert. Was auf den Straßen westlicher Städte geschehe, sei kein Zufall, sondern Ergebnis einer gezielten Kampagne.

Der Oppositionsführer richtet seinen Blick auch auf die jüngsten diplomatischen Initiativen der amerikanischen Regierung. Die von Washington unterstützte Friedenskommission für Gaza, in der Katar eine zentrale Rolle spielt, hält er für einen gefährlichen Fehler. Personen, die jahrelang destruktive Politik betrieben hätten, könnten nicht plötzlich glaubwürdige Friedensstifter sein. Es sei absurd, dass Menschen, die eng mit radikalen Kräften verbunden seien, nun als Architekten einer neuen Ordnung auftreten sollen.

Al-Hail warnt ausdrücklich vor Naivität im Umgang mit Katar. Das Land stelle für Israel eine reale Bedrohung dar, auch wenn es sich nach außen als moderat gebe. Doha habe die Hamas über Jahre politisch am Leben gehalten, ihre Führer beherbergt und ihre Aktivitäten legitimiert. Wer Frieden wolle, dürfe einem solchen Staat keine Schlüsselrolle überlassen.

Neben der Außenpolitik spricht al-Hail offen über die inneren Zustände in Katar. Das Emirat präsentiere sich gern als modernes, fortschrittliches Land, doch in Wahrheit herrsche ein autoritäres Ein-Mann-System. Opposition werde unterdrückt, Kritik zum Schweigen gebracht. Viele echte Katarer hätten keinen politischen Einfluss mehr, während die Führung auf ausländische Berater und loyale Eliten setze.

Der Oppositionspolitiker berichtet von massiven Menschenrechtsverletzungen, von willkürlichen Verhaftungen und von einer Medienlandschaft, die vollständig unter staatlicher Kontrolle stehe. Die katarische Führung verkaufe der Welt das Bild eines stabilen und geeinten Landes, doch unter der Oberfläche wachse der Widerstand. Er selbst sei 2014 verhaftet und gefoltert worden, nachdem er Reformen gefordert habe.

Seine Partei bereite inzwischen eine Exilregierung vor und wolle den Druck auf Doha deutlich erhöhen. Ziel sei ein politischer Wandel hin zu einer verfassungsmäßigen Monarchie, in der die Gründerfamilien Katars wieder Einfluss erhielten und nicht allein der Clan der Al-Thani herrsche. Das gegenwärtige System gefährde nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern die gesamte Region.

Al-Hail fordert den Westen auf, endlich konsequent zu handeln. Sanktionen gegen Katar seien notwendig, um das Regime zur Vernunft zu zwingen. Es könne nicht sein, dass ein Land gleichzeitig Partner westlicher Staaten sei und Terrororganisationen wie Hamas, Muslimbruderschaft oder Taliban unterstütze. Die internationale Gemeinschaft müsse aufhören, sich von der katarischen PR-Maschine täuschen zu lassen.

Seine Worte klingen hart, doch sie spiegeln eine Realität wider, die viele Regierungen bisher nicht wahrhaben wollen. Katar profitiere enorm von seinem Reichtum und nutze diesen, um Kritik zum Schweigen zu bringen und Einfluss zu kaufen. Der Emir könne praktisch über Nacht entscheiden, hunderte Millionen Dollar an radikale Gruppen zu überweisen, ohne dass jemand Einspruch erheben könne.

Für al-Hail ist klar: Ein echter Frieden im Nahen Osten wird erst möglich sein, wenn der Einfluss Katars zurückgedrängt wird. Solange Doha Terror finanziere und Hasspropaganda verbreite, könne es keine Stabilität geben. Wer wirklich Frieden wolle, müsse aufhören, den Brandstifter als Feuerwehrmann zu feiern.

Seine Analyse stellt die gängige westliche Sichtweise auf den Kopf. Doch sie wirft eine unbequeme Frage auf: Warum vertraut die internationale Gemeinschaft einem Staat, der gleichzeitig Vermittler spielen und extremistische Kräfte fördern kann? Für al-Hail ist die Antwort eindeutig. Weil zu viele Regierungen lieber an ein bequemes Märchen glauben, als die unangenehme Wahrheit zu akzeptieren.

Die Zukunft Katars, so der Oppositionelle, werde nicht von teuren Imagekampagnen entschieden, sondern vom Willen der eigenen Bevölkerung. Und diese, sagt er, habe das Spiel längst durchschaut. Eines Tages werde das System in Doha fallen. Bis dahin aber bleibe Katar genau das, was es heute sei: kein Friedensstifter, sondern ein Problemverursacher.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By The White House - https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/54521856571/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=165337196
Donnerstag, 12 Februar 2026

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