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Fatah verherrlicht das Olympia-Attentat von München kurz vor den Winterspielen 2026

Fatah verherrlicht das Olympia-Attentat von München kurz vor den Winterspielen 2026


Während die Welt in Mailand sportliche Höchstleistungen feiert, erinnert Fatah an eines der dunkelsten Kapitel der olympischen Geschichte. Die Regierungspartei der Palästinensischen Autonomiebehörde glorifiziert öffentlich das Massaker von 1972, bei dem elf Israelis ermordet wurden.

Fatah verherrlicht das Olympia-Attentat von München kurz vor den Winterspielen 2026

Zwei Wochen vor Beginn der Winterspiele 2026 in Mailand veröffentlichte die Informations- und Kulturkommission der Fatah auf ihrer Facebook-Seite Beiträge, in denen das Attentat auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München positiv dargestellt wird. Die Tat, bei der Mitglieder der Terrororganisation Schwarzer September elf israelische Sportler und Betreuer ermordeten, wird darin als historische „Überraschung“ beschrieben. Die Täter werden als „sich aufopfernde Kämpfer“ bezeichnet.

In einem auf dem parteieigenen Sender Awdah TV ausgestrahlten und online verbreiteten Segment wird geschildert, wie acht Bewaffnete in das Quartier der israelischen Delegation eindrangen, Geiseln nahmen und die Freilassung hunderter in Israel inhaftierter Terroristen forderten. Die Verantwortung für den Tod der Geiseln wird in der Darstellung relativiert. Der Schwerpunkt liegt nicht auf dem Mord an unbewaffneten Sportlern, sondern auf der angeblichen „Kühnheit“ der Operation.

Verherrlichung eines Attentats

Am selben Tag veröffentlichte die Fatah zudem Beiträge zum Jahrestag des Todes von Ali Hassan Salameh, einer Schlüsselfigur hinter dem Attentat von München. Salameh, führendes Mitglied der Fatah und Kommandeur der Terrororganisation Schwarzer September, wird als „Roter Prinz“ und als brillanter „Sicherheitsstratege“ beschrieben. Seine Rolle bei Anschlägen gegen israelische Ziele in Europa wird als Teil eines „versteckten Kampfes“ dargestellt. Dass seine Organisation für die Ermordung von Sportlern verantwortlich war, bleibt in der Würdigung ausgeblendet oder wird indirekt legitimiert.

Historisch ist die Faktenlage eindeutig. Am 5. September 1972 drangen Terroristen in das Olympische Dorf ein, töteten zwei Mitglieder der israelischen Mannschaft und nahmen neun weitere als Geiseln. Der Befreiungsversuch auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck endete mit dem Tod aller Geiseln. Das Attentat erschütterte die Welt und veränderte das Sicherheitskonzept internationaler Großveranstaltungen dauerhaft.

Dass eine Regierungspartei der Palästinensischen Autonomiebehörde diese Tat mehr als fünf Jahrzehnte später öffentlich glorifiziert, wirft grundsätzliche Fragen auf. Die zeitliche Nähe zu den aktuellen Winterspielen verstärkt die Symbolik. Während Sport als verbindendes Element zwischen Nationen gefeiert wird, wird ein Anschlag auf Sportler als Teil einer politischen Erzählung inszeniert.

Signalwirkung nach innen und außen

Die Botschaft richtet sich nicht nur an ein internes Publikum. Sie wirkt auch international. Wer Täter als „Märtyrer“ oder strategische Vorbilder darstellt, sendet ein Signal der Kontinuität. Die Distanzierung von Gewalt, die Voraussetzung für glaubwürdige politische Verhandlungen wäre, bleibt aus.

Für Israel hat das Attentat von München bis heute eine tiefe Bedeutung. Es war ein Angriff auf Menschen, die ihr Land sportlich repräsentierten, nicht militärisch. Die Erinnerung an die Opfer ist fester Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses. Wenn die Tat politisch umgedeutet wird, trifft das nicht nur historische Fakten, sondern auch Angehörige und die internationale Sportgemeinschaft.

Die aktuellen Veröffentlichungen zeigen, dass die Auseinandersetzung mit Terror und dessen Verherrlichung kein abgeschlossenes Kapitel ist. Die Entscheidung, das Massaker kurz vor einem globalen Sportereignis erneut ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ist kein Zufall. Sie ist eine bewusste politische Setzung.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert
Freitag, 13 Februar 2026

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