Israel greift Hisbollah gezielt an, um Irans nächsten Krieg zu verhindernIsrael greift Hisbollah gezielt an, um Irans nächsten Krieg zu verhindern
Kurz vor einer möglichen neuen Konfrontation mit Teheran handelt Israel im Norden mit wachsender Entschlossenheit. Jeder Schlag im Libanon folgt einem klaren Ziel, die gefährlichste Terrorarmee der Region zu schwächen, bevor sie erneut zuschlägt.
Israel bereitet sich auf ein Szenario vor, das in Jerusalem niemand leichtfertig ausspricht, aber jeder ernst nimmt. Die Möglichkeit eines weiteren offenen Konflikts mit dem Iran zwingt die israelische Armee zu präventiven Maßnahmen, und diese beginnen nicht in Teheran, sondern im Libanon. Dort greift die israelische Armee gezielt die Infrastruktur der Hisbollah an, um zu verhindern, dass die vom Iran aufgebaute Terrorarmee im entscheidenden Moment ihre volle Schlagkraft entfalten kann. Hinter jedem Angriff steht eine strategische Logik. Israel will verhindern, dass sich die Bedrohung an seiner Nordgrenze erneut zu einer existenziellen Gefahr entwickelt.
Seit Anfang Februar wurden im Libanon mehrere Terroristen der Hisbollah und des Islamischen Dschihad ausgeschaltet. Diese Operationen sind kein Zufall und keine isolierten Aktionen. Sie sind Teil eines umfassenden Plans, der darauf abzielt, die militärische Struktur der Hisbollah systematisch zu schwächen. Ziel sind nicht nur einzelne Kämpfer, sondern das gesamte Netzwerk aus Raketenstellungen, Waffenlagern und Verbindungsstrukturen, die es der Organisation ermöglichen, im Auftrag des Iran zu handeln. Jeder zerstörte Waffenposten, jede unterbrochene Verbindung reduziert die Fähigkeit der Hisbollah, Israel im Ernstfall anzugreifen.
Besonders deutlich wurde diese Strategie bei Angriffen auf Terroristen, die versuchten, militärische Infrastruktur wieder aufzubauen. Diese Personen hatten eine Schlüsselrolle. Sie koordinierten die Verbindung zwischen der Hisbollah und der lokalen Bevölkerung und nutzten zivile Gebiete, um militärische Aktivitäten zu tarnen. Diese Methode ist ein bekanntes Muster der Organisation. Sie nutzt Dörfer und Wohnhäuser, um ihre Strukturen zu verstecken und Israel vor schwierige Entscheidungen zu stellen. Israels Reaktion zeigt, dass diese Strategie ihre Schutzwirkung verliert.
Der Hintergrund dieser Operationen reicht zurück bis zum 7. Oktober 2023. Einen Tag nach dem Massaker der Hamas begann die Hisbollah mit Angriffen auf Israel und eröffnete damit eine zweite Front. Israel reagierte mit einer militärischen Kampagne, die die Organisation schwer traf. Ein Großteil ihrer Führung wurde ausgeschaltet, ihre militärische Struktur beschädigt. Dennoch hat die Hisbollah nie aufgehört, ihre Fähigkeiten wieder aufzubauen. Immer wieder wurden Waffen bewegt, Positionen vorbereitet und neue Strukturen geschaffen, trotz bestehender Vereinbarungen zur Waffenruhe.
Die israelische Führung hat aus der Vergangenheit gelernt. Die größte Gefahr entsteht nicht in dem Moment, in dem der Krieg beginnt, sondern in den Jahren davor, wenn sich der Gegner vorbereitet. Der Iran verfolgt seit Jahrzehnten eine klare Strategie. Er baut ein Netzwerk aus Stellvertreterarmeen auf, die Israel aus verschiedenen Richtungen angreifen können. Die Hisbollah ist dabei das wichtigste Instrument. Mit ihrem riesigen Raketenarsenal stellt sie die unmittelbarste Bedrohung für israelische Städte dar.
Israel handelt deshalb jetzt, nicht später. Jeder Angriff im Libanon ist Teil eines größeren Versuchs, den Einfluss des Iran einzudämmen und die Voraussetzungen für einen möglichen größeren Konflikt zu verändern. Es geht nicht nur um die Gegenwart, sondern um die Zukunft. Israel will verhindern, dass sich die Ereignisse des 7. Oktober in anderer Form wiederholen.
Diese Realität erklärt, warum Israel trotz internationaler Kritik an seiner Strategie festhält. Für Israel ist die Bedrohung nicht theoretisch. Sie ist konkret und greifbar. Die Existenz einer schwer bewaffneten Terrororganisation an seiner Grenze ist kein Zustand, den ein Staat dauerhaft akzeptieren kann. Die aktuellen Angriffe senden eine klare Botschaft. Israel wird nicht warten, bis seine Feinde bereit sind.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Source: Tomás Del Coro from Las Vegas, Nevada, USADerivative: User:MathKnight - File:Israeli Air Force F-16I 469 Tayeset 119 (IDFAF) "Bat (Ha" Atalef)" (28649997154).jpg, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64109722
Dienstag, 17 Februar 2026