Trump startet Gaza Friedensrat ohne Palästinenser und stellt Milliardenplan vorTrump startet Gaza Friedensrat ohne Palästinenser und stellt Milliardenplan vor
Mehr als 45 Staaten kommen in Washington zusammen, doch zentrale Fragen bleiben offen. Israels Sicherheit, die Entwaffnung der Hamas und die Kontrolle über Gaza entscheiden über Erfolg oder Scheitern.
In Washington beginnt heute ein politisches Experiment mit historischer Tragweite. US Präsident Donald Trump eröffnet persönlich die erste Sitzung seines neu geschaffenen Friedensrates für Gaza. Vertreter aus fast 50 Staaten reisen an, Milliardenbeträge werden zugesagt und eine internationale Truppe steht in Aussicht. Doch trotz dieser gewaltigen diplomatischen Kulisse bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet. Wer wird Gaza tatsächlich kontrollieren, wenn der Krieg endgültig endet.
Der neue Friedensrat ist das Herzstück von Trumps Strategie für eine Neuordnung des Gazastreifens nach dem Krieg gegen die Hamas. Israel ist Teil dieses Gremiums, palästinensische Vertreter dagegen nicht. Allein diese Tatsache zeigt, wie sehr sich der politische Rahmen verschoben hat. Für Israel steht fest, dass eine Zukunft für Gaza nur ohne die Hamas möglich ist. Jede andere Lösung würde bedeuten, dass die Terrororganisation ihre Macht früher oder später wieder aufbaut und erneut zur Bedrohung wird.
Trump will bei dem Treffen bekannt geben, dass zunächst fünf Milliarden Dollar für den Wiederaufbau bereitgestellt werden. Ein erheblicher Teil stammt aus den Golfstaaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait. Diese Summe ist jedoch nur ein Anfang. Der Wiederaufbau einer zerstörten Region, deren Infrastruktur über Jahre für Terror missbraucht wurde, wird ein Vielfaches kosten.
Doch Geld allein wird das Problem nicht lösen. Der zentrale Konfliktpunkt ist die Entwaffnung der Hamas. Ohne ihre militärische Zerschlagung kann keine internationale Stabilisierungstruppe eingesetzt werden. Genau hier liegt die größte Unsicherheit. Die Hamas weigert sich bislang, ihre Waffen abzugeben. Für Israel ist klar, dass eine internationale Präsenz nur dann akzeptabel ist, wenn sie nicht zur Schutzmacht der Terrororganisation wird.
Parallel dazu planen mehrere Staaten, Soldaten in eine internationale Stabilisierungstruppe zu entsenden. Diese Einheiten sollen künftig für Sicherheit sorgen und verhindern, dass terroristische Strukturen erneut entstehen. Länder aus Europa, Asien und der islamischen Welt haben ihre Teilnahme signalisiert. Israel betrachtet diese Entwicklung mit vorsichtigem Optimismus, weiß aber aus Erfahrung, dass internationale Kräfte nur dann wirksam sind, wenn ihr Auftrag klar und kompromisslos ist.
Eine weitere offene Frage betrifft die humanitäre Hilfe. Die Versorgung der Bevölkerung ist schwierig, nicht zuletzt weil die Hamas über Jahre hinweg Hilfsgüter systematisch für ihre eigenen Zwecke missbrauchte. Israel hat wiederholt darauf hingewiesen, dass jede Hilfe kontrolliert werden muss, um zu verhindern, dass sie erneut in den Händen von Terroristen landet.
Bemerkenswert ist auch, wer nicht an diesem Treffen teilnimmt. Wichtige Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen fehlen. Das zeigt, dass Trump bewusst einen neuen diplomatischen Rahmen schafft, unabhängig von den traditionellen internationalen Institutionen. Für Israel ist dies eine Chance. Jahrzehntelang wurden Entscheidungen über seine Sicherheit in Gremien getroffen, die seine Bedrohung oft nicht verstanden oder relativiert haben.
Der Friedensrat steht damit vor einer gewaltigen Aufgabe. Er muss nicht nur Geld organisieren und Truppen koordinieren. Er muss vor allem sicherstellen, dass Gaza nicht wieder zu einer Basis für Terror wird. Für Israel ist das keine theoretische Frage. Es ist eine Frage des Überlebens.
Ob dieser neue diplomatische Ansatz Erfolg haben wird, hängt von einer einzigen Bedingung ab. Dass die Hamas endgültig entmachtet wird. Ohne diese Voraussetzung bleibt jeder Wiederaufbau nur eine Pause bis zum nächsten Krieg.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By President.az, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182320996
Donnerstag, 19 Februar 2026