Freigelassene Hamas-Terroristen in Ägypten: Neue Bedrohung für Israel und Europa wächstFreigelassene Hamas-Terroristen in Ägypten: Neue Bedrohung für Israel und Europa wächst
Was als diplomatische Geste verkauft wurde, könnte sich als sicherheitspolitischer Fehler erweisen. Experten warnen, dass freigelassene Hamas-Terroristen längst damit begonnen haben könnten, neue Strukturen außerhalb Gazas aufzubauen.
Die Freilassung verurteilter Hamas-Terroristen im Rahmen von Waffenstillstands- und Geiselabkommen hat eine neue und gefährliche Realität geschaffen, deren Folgen weit über Gaza hinausreichen. Besonders Ägypten steht nun im Zentrum einer Entwicklung, die nicht nur Israel betrifft, sondern das gesamte regionale Gleichgewicht und möglicherweise auch Europa.
Sicherheitsexperten in Jerusalem sehen die Lage mit wachsender Besorgnis. Unter den freigelassenen Gefangenen befinden sich Männer, die nicht wegen politischer Aktivitäten verurteilt wurden, sondern wegen konkreter Terroranschläge. Viele von ihnen verfügen über Erfahrung im Aufbau von Netzwerken, in Waffenbeschaffung und in der Organisation von Angriffen. Genau diese Fähigkeiten machen sie nun zu einem strategischen Risiko außerhalb der unmittelbaren Reichweite Israels.
Ägypten hat sich bereit erklärt, einen Teil dieser Personen aufzunehmen, doch diese Entscheidung ist kein Zeichen von Vertrauen, sondern vielmehr ein kalkulierter Balanceakt. Die ägyptischen Behörden wissen aus eigener Erfahrung, welche Gefahr von radikalisierten Kämpfern ausgeht. Bereits in der Vergangenheit entstanden in verschiedenen arabischen Ländern terroristische Strukturen, nachdem bewaffnete palästinensische Gruppen dort Fuß gefasst hatten. In Libanon führte genau dieser Prozess zu einem Staat im Staat. In anderen Ländern destabilisierten solche Gruppen ganze Regionen.
Aus israelischer Sicht ist die Gefahr eindeutig. Terrororganisationen funktionieren nicht isoliert, sondern über Netzwerke. Wer einmal Teil dieses Systems war, bleibt Teil davon. Selbst wenn einzelne Personen scheinbar unter Beobachtung stehen, reicht eine kleine Gruppe entschlossener Akteure aus, um neue Zellen zu schaffen. Diese Zellen benötigen nicht viel. Einige Kontakte, etwas Geld, Zugang zu Waffen. Mehr braucht es nicht, um eine Bedrohung entstehen zu lassen.
Ägypten versucht, die Situation unter Kontrolle zu halten. Der ägyptische Sicherheitsapparat gilt als wachsam und erfahren. Doch selbst die strengste Überwachung kann nicht jede Entwicklung verhindern. Terrorismus lebt von Geduld. Er wartet auf den richtigen Moment, auf Lücken, auf Fehler.
Für Israel ist diese Entwicklung besonders gefährlich, weil sie eine neue Front schaffen könnte. Während die Hamas in Gaza militärisch geschwächt wurde, könnte sie versuchen, ihre Strukturen außerhalb wieder aufzubauen. Der Sinai ist dabei ein sensibler Raum. Schmuggelrouten existieren seit Jahrzehnten. Waffen, Geld und Menschen bewegen sich durch diese Netzwerke.
Noch beunruhigender ist jedoch eine andere Dimension. Europa könnte zum nächsten Ziel werden. In den vergangenen Jahren haben mehrere europäische Staaten gezeigt, dass ihre Sicherheitsstrukturen nicht immer in der Lage sind, radikale Netzwerke frühzeitig zu erkennen. Migration, fehlende Kontrolle und politische Zurückhaltung haben Räume geschaffen, in denen extremistische Strukturen wachsen konnten.
Israel beobachtet diese Entwicklung mit klarer Erinnerung an die eigene Geschichte. Terrorismus beginnt selten mit großen Angriffen. Er beginnt mit kleinen Gruppen, mit Planung, mit Vorbereitung. Wenn diese Prozesse nicht früh gestoppt werden, entstehen daraus Organisationen, die später ganze Regionen destabilisieren.
Die Freilassung dieser Männer war ein politischer Preis für die Rettung israelischer Geiseln. Israel musste diese Entscheidung treffen, um seine Bürger nach Hause zu bringen. Doch die Konsequenzen verschwinden nicht. Sie verlagern sich nur.
Am Ende steht eine unbequeme Wahrheit. Terroristen verschwinden nicht einfach, nur weil sie eine Grenze überqueren. Sie nehmen ihre Ideologie mit. Ihre Erfahrung. Ihre Ziele.
Israel wird darauf reagieren müssen. Nicht aus politischem Interesse, sondern aus Notwendigkeit. Denn die Geschichte hat gezeigt, dass jede Bedrohung, die ignoriert wird, irgendwann zurückkehrt.
Autor: Redaktion
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Montag, 23 Februar 2026