PA Funktionärin verherrlicht Täter des Ramallah LynchmordsPA Funktionärin verherrlicht Täter des Ramallah Lynchmords
Eine führende Vertreterin der Palästinensischen Autonomiebehörde lobt einen Mann, der an einem der grausamsten Morde der Intifada beteiligt war. Für Israel ist das ein weiterer Beweis dafür, dass Terror nicht bekämpft, sondern geehrt wird.
Es ist eine Wunde, die sich in das kollektive Gedächtnis Israels eingebrannt hat. Im Oktober 2000 wurden die israelischen Reservisten Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami in Ramallah von einem palästinensischen Mob brutal ermordet. Die Bilder gingen um die Welt. Blutverschmierte Hände wurden aus einem Fenster gestreckt, während draußen eine Menge jubelte. Diese Szene steht bis heute für den blanken Hass, mit dem Israelis während der zweiten Intifada konfrontiert waren.
Mehr als ein Vierteljahrhundert später sorgt genau dieses Verbrechen erneut für Empörung. Laila Ghannam, eine hochrangige Vertreterin der Palästinensischen Autonomiebehörde und Gouverneurin des Bezirks Ramallah, hat einem der Täter öffentlich Anerkennung ausgesprochen. Der Mann, Habbes Bayyoud, war an dem Lynchmord beteiligt und wurde nach vielen Jahren Haft im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen und nach Ägypten abgeschoben.
Ghannam ließ keinen Zweifel an ihrer Haltung. In einer öffentlichen Botschaft bezeichnete sie die inhaftierten Täter als Priorität und würdigte sie als mutige Männer. Sie betonte, dass ihre Rückkehr ein erklärtes Ziel sei und sprach ihnen und ihren Familien ausdrücklich ihre Unterstützung aus. Diese Worte sind aus israelischer Sicht nicht nur ein politisches Signal, sondern ein moralischer Offenbarungseid.
Denn für Israel geht es nicht um eine abstrakte historische Debatte. Es geht um zwei Männer, die sich verfuhren, in falsche Hände gerieten und unter unvorstellbarer Gewalt starben. Sie wurden nicht auf einem Schlachtfeld getötet, sondern von einer Menge, die sie mit bloßen Händen und Gegenständen erschlug.
Die Tatsache, dass Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde solche Täter öffentlich ehren, bestätigt eine Erfahrung, die viele Israelis seit Jahren machen. Terror wird nicht nur toleriert, sondern als Teil einer nationalen Erzählung gepflegt. Täter werden zu Symbolfiguren, ihre Namen zu politischen Botschaften.
Diese Praxis hat konkrete Folgen. Sie zerstört Vertrauen und untergräbt jede Grundlage für eine Zukunft, in der beide Seiten nebeneinander existieren könnten. Wer Mord als Ruhmestat darstellt, sendet eine Botschaft, die über jede diplomatische Erklärung hinausgeht.
Israel sieht darin einen weiteren Beweis dafür, dass der Konflikt nicht allein um Grenzen oder politische Forderungen geführt wird, sondern um grundlegende Werte. Die Frage ist nicht nur, wer Land kontrolliert, sondern welche Gesellschaft entstehen soll. Eine, die Leben schützt oder eine, die den Tod verherrlicht.
Der Lynchmord von Ramallah ist deshalb nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit. Er ist ein Symbol für eine Realität, die bis heute nachwirkt. Und jede öffentliche Ehrung seiner Täter erinnert Israelis daran, dass der Kampf um Sicherheit und Anerkennung noch lange nicht vorbei ist.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot Facebook
Dienstag, 24 Februar 2026