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16-jähriger Israeli plante Terroranschlag und wollte als „Märtyrer“ sterben

16-jähriger Israeli plante Terroranschlag und wollte als „Märtyrer“ sterben


Ein Schüler aus Tayibe schließt sich dem Islamischen Dschihad an, besorgt sich Waffen und trainiert für einen Anschlag. Seine eigenen Worte im Verhör offenbaren eine erschütternde Wahrheit über Radikalisierung im Herzen Israels.

16-jähriger Israeli plante Terroranschlag und wollte als „Märtyrer“ sterben

Er war 16 Jahre alt, Schüler eines Gymnasiums im Zentrum Israels, und lebte in Tayibe, einer arabisch geprägten Stadt unweit der israelischen Küstenebene. Nach außen führte er das Leben eines gewöhnlichen Jugendlichen. Doch im Verborgenen traf er eine Entscheidung, die ihn zum Terroristen gemacht hätte. Sein erklärtes Ziel war es, einen Anschlag zu verüben und dabei als „Märtyrer“ zu sterben.

Die Festnahme erfolgte nach präzisen Geheimdienstinformationen des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet und der Polizei des Zentralbezirks. Ermittler hatten Hinweise erhalten, dass der Jugendliche Kontakt zu Terrorstrukturen aufgenommen hatte. Besonders alarmierend war die Erkenntnis, dass er sich nicht nur ideologisch radikalisiert hatte, sondern bereits konkrete Schritte zur Umsetzung eines Anschlags unternahm.

Bei einer Durchsuchung seines Hauses fanden Sicherheitskräfte eine Pistole, ein Gewehr und Kommunikationsgeräte. Noch erschütternder war ein Video, das er selbst aufgenommen hatte. Darin ist zu sehen, wie er mit den Waffen trainiert, gezielt schießt und sich auf einen Angriff vorbereitet. Ermittler gehen davon aus, dass diese Aufnahmen Teil einer geplanten Inszenierung waren, um den Anschlag später propagandistisch zu verbreiten.

Im Verhör legte der Jugendliche seine Motive offen. Er erklärte, er habe sich dem Islamischen Dschihad anschließen wollen. Sein Ziel sei es gewesen, „gegen die israelische Armee zu kämpfen und einen Anschlag so schnell wie möglich zu verüben“. Er sagte den Ermittlern offen, er habe den Wunsch gehabt, als „Shahid“, als Märtyrer, zu sterben. Der Anstoß sei unter anderem der Tod eines Freundes gewesen, der nach seiner Darstellung von israelischen Soldaten getötet worden sei.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatte der Jugendliche Kontakt zu Mitgliedern des Islamischen Dschihad im Gebiet von Nur a Schams aufgenommen. Diese hätten ihn ideologisch beeinflusst und ihm beim Zugang zu Waffen geholfen. Er erhielt nach eigenen Angaben nicht nur die Ausrüstung, sondern auch religiöse Symbole, darunter ein Stirnband, wie es Terroristen bei Anschlägen tragen.

Der zuständige Polizeikommandeur, Superintendent Ohad Goldberg, sprach von einer unmittelbaren Gefahr. Die Beweise zeigten eindeutig, dass der Jugendliche fest entschlossen war, einen tödlichen Angriff auszuführen. Sein Training und seine Vorbereitung belegten, dass es sich nicht um Fantasien, sondern um einen realen Plan handelte.

Verteidigungsminister Israel Katz unterzeichnete daraufhin eine Anordnung zur administrativen Inhaftierung des Verdächtigen. Diese Maßnahme wird in Fällen angewandt, in denen Sicherheitsbehörden davon ausgehen, dass eine akute Bedrohung besteht, die nicht anders verhindert werden kann.

Der Fall zeigt eine Entwicklung, die Israel seit Jahren mit wachsender Sorge beobachtet. Terrororganisationen versuchen gezielt, Minderjährige zu rekrutieren. Junge Menschen werden über soziale Netzwerke, persönliche Kontakte und ideologische Propaganda angesprochen. Sie werden mit religiösen Versprechen, politischer Indoktrination und falschen Heldengeschichten beeinflusst.

Israel ist ein demokratischer Staat, in dem über zwei Millionen arabische Bürger leben. Sie besitzen das volle Wahlrecht, stellen Richter, Ärzte, Abgeordnete und Offiziere. Doch Terrororganisationen versuchen bewusst, einzelne Jugendliche aus diesem Umfeld zu radikalisieren, um Gewalt gegen ihr eigenes Land zu richten.

Die Festnahme des 16-Jährigen verhinderte nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag. Doch der Fall hinterlässt eine beunruhigende Frage. Wenn ein Schüler bereit ist zu sterben, um zu töten, dann ist der Kampf gegen Terror nicht nur ein militärischer, sondern ein gesellschaftlicher.

Israel steht damit erneut vor der Herausforderung, nicht nur seine Grenzen zu verteidigen, sondern auch seine Jugend vor denjenigen zu schützen, die sie zu Waffen machen wollen.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Freitag, 27 Februar 2026

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