Iranische Rakete schlägt wenige hundert Meter neben Tempelberg einIranische Rakete schlägt wenige hundert Meter neben Tempelberg ein
Ein iranischer Sprengkopf landet nahe der Altstadt von Jerusalem und bringt die heiligsten Orte der Welt in unmittelbare Gefahr. Nur eine minimale Abweichung hätte eine Katastrophe mit religiösen und menschlichen Folgen ausgelöst, deren Ausmaß unvorstellbar wäre.
Es ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Glaube und Identität verdichten wie nirgendwo sonst auf der Welt. Und genau hier ist ein iranischer Raketensprengkopf eingeschlagen.
Nach Angaben der israelischen Polizei traf der Gefechtskopf einer iranischen ballistischen Rakete ein Gelände nur wenige Dutzend Meter von der Altstadt Jerusalems entfernt. Der Einschlag ereignete sich im Bereich des Sultan’s Pool, einer bekannten Freiluftanlage unmittelbar westlich der Altstadt. Von dort sind es nur wenige hundert Meter zur Klagemauer und weniger als ein Kilometer zum Tempelberg.
Kurz nach Beginn der israelisch amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele wurde in diesem Bereich eine Explosion gehört. Augenzeugen sahen Rauch aufsteigen. Erst später bestätigten Polizeikräfte und Sprengstoffexperten, was tatsächlich geschehen war. Sie fanden den Sprengkopf einer iranischen Rakete sowie verstreute explosive und brandgefährliche Materialien.
Die Spezialisten machten den Sprengkopf unschädlich, bevor er weiteren Schaden anrichten konnte.
Aufnahmen und erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Rakete möglicherweise abgefangen wurde und Teile des Sprengkopfes auf das Gelände stürzten. Doch allein die Tatsache, dass ein solcher Gefechtskopf an diesem Ort landete, verändert alles.
Denn die Altstadt von Jerusalem ist nicht nur ein historischer Ort. Sie ist das Herz dreier Weltreligionen. Hier liegt die Klagemauer, der heiligste Ort des Judentums. Hier befindet sich der Tempelberg. Hier steht auch die Al Aqsa Moschee, eines der wichtigsten Heiligtümer des Islam. Und nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Grabeskirche, die für Christen weltweit von zentraler Bedeutung ist.
Der Kommandeur der Jerusalemer Polizei, Dvir Tamir, brachte die Tragweite auf den Punkt. Aus Sicht des Feindes gebe es keine unantastbaren Orte. Wäre der Sprengkopf nur wenige hundert Meter anders gefallen, hätte er direkt eines dieser heiligen Zentren treffen können. Zu Zeiten, in denen dort Gläubige und Besucher versammelt sind, hätte dies zu einer Katastrophe mit unzähligen Opfern führen können.
Dass es nicht dazu kam, ist kein strategischer Erfolg. Es ist Glück.
Dieser Einschlag zeigt mit brutaler Klarheit, was auf dem Spiel steht. Es geht nicht nur um militärische Ziele. Es geht um Orte, die für Milliarden Menschen eine Bedeutung haben. Es geht um Leben, Glauben und Geschichte.
Und es zeigt, dass selbst Jerusalem, das Herz Israels, nicht außerhalb der Reichweite iranischer Raketen liegt.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Polizei Israel
Sonntag, 01 März 2026