Emirate fordern sofortiges Ende iranischer Angriffe Raketenprogramm soll künftig im Zentrum eines Abkommens stehenEmirate fordern sofortiges Ende iranischer Angriffe Raketenprogramm soll künftig im Zentrum eines Abkommens stehen
Die Vereinigten Arabischen Emirate warnen vor einem langfristigen Vertrauensbruch in der Golfregion. Gleichzeitig halten sie ein baldiges Ende des Krieges für möglich.
Für künftige Verhandlungen mit Iran soll nicht mehr nur das Atomprogramm, sondern vor allem das Raketenarsenal entscheidend sein.
Ein hochrangiger Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate hat ein sofortiges Ende iranischer Angriffe auf Staaten der Golfregion gefordert. Teherans Vorgehen habe in der Region einen tiefen Vertrauensbruch ausgelöst, der noch Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges spürbar sein könne.
Der Emirati-Vertreter erklärte, die Angriffe Irans auf Staaten, die selbst nicht an den Kämpfen beteiligt seien, müssten sofort aufhören. Besonders Länder der Golfregion seien durch Raketen und Drohnen des iranischen Regimes bedroht worden.
Die Regierung der Vereinigte Arabische Emirate habe sich deshalb frühzeitig auf eine mögliche Eskalation vorbereitet. Dazu gehörten unter anderem der Aufbau von Lebensmittelreserven sowie zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen, um Versorgung und Stabilität im Land zu sichern.
Nach Einschätzung des Beamten könnte der Krieg gegen das iranische Regime dennoch schneller enden als viele Beobachter erwarten. Die militärische Auseinandersetzung könne „früher als später“ zu einem Ende kommen, sagte er.
Unabhängig davon werde der politische Schaden jedoch bleiben. Die Angriffe Irans hätten ein massives Vertrauensdefizit geschaffen, das die Beziehungen in der Region langfristig prägen werde. Dieses Misstrauen könne Jahrzehnte bestehen bleiben.
Besonders deutlich äußerte sich der Vertreter zu möglichen künftigen Verhandlungen mit Teheran. Ein neues Abkommen werde sich nicht mehr ausschließlich auf das iranische Atomprogramm konzentrieren können.
Stattdessen müsse das iranische Raketenprogramm in den Mittelpunkt rücken. Die Fähigkeit Irans, ballistische Raketen und Drohnen einzusetzen, habe sich im aktuellen Krieg als entscheidender Faktor erwiesen.
Die Emirate sehen darin eine zentrale Sicherheitsfrage für die gesamte Golfregion. Während frühere internationale Abkommen vor allem die nuklearen Ambitionen Irans begrenzen sollten, rückt nun die militärische Reichweite des Regimes stärker in den Fokus.
Der Emirati-Vertreter lobte zudem die militärische Unterstützung durch Frankreich während der aktuellen Krise. Französische Kampfflugzeuge vom Typ Rafale seien bereits zu Beginn der Kämpfe im Rahmen eines Verteidigungsabkommens mit den Emiraten eingesetzt worden.
Diese Maschinen hätten gemeinsam mit den Luftverteidigungssystemen der Emirate an Patrouillen teilgenommen und dabei Raketen und Drohnen abgefangen.
Trotz der militärischen Spannungen zeigt sich die Regierung in Abu Dhabi überzeugt, dass die wirtschaftliche Stabilität des Landes nicht gefährdet ist. Das Steuer- und Wirtschaftssystem der Emirate bleibe eines der attraktivsten Modelle der Region.
Die Regierung wolle das Land weiterhin verteidigen und gleichzeitig daran arbeiten, schrittweise wieder zur Normalität zurückzukehren.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By The White House - https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/54523752933/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=165395235
Samstag, 07 März 2026