Iran setzt Streumunition ein: Mindestens sieben Verletzte nach Raketenangriff auf ZentralisraelIran setzt Streumunition ein: Mindestens sieben Verletzte nach Raketenangriff auf Zentralisrael
Eine neue Raketenwelle aus Iran trifft das Zentrum Israels und bringt eine besonders gefährliche Waffe zum Einsatz. Splitter einer Streumunition verletzen mehrere Menschen, während Rettungskräfte an mehreren Einschlagstellen arbeiten.
Eine iranische Raketenwelle hat am Sonntag erneut das Zentrum Israels getroffen und mindestens sieben Menschen verletzt. Nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten wurden die Opfer durch herabfallende Raketenteile und Splitter getroffen. Ein Mann befindet sich in ernstem Zustand.
Besonders alarmierend ist die Art der eingesetzten Munition. Nach Angaben der israelischen Feuerwehr handelt es sich bei den Einschlägen um Fragmente einer Streumunition. Diese Waffen zerfallen in der Luft in zahlreiche kleinere Sprengkörper und verteilen Splitter über ein größeres Gebiet. Dadurch steigt das Risiko für Menschen in dicht besiedelten Regionen erheblich.
Rettungskräfte von Magen David Adom behandelten mehrere Verletzte unmittelbar nach dem Angriff. Unter ihnen befindet sich ein etwa vierzigjähriger Mann, der durch Splitter schwer verletzt wurde. Ein weiterer Mann im Alter von etwa fünfundzwanzig Jahren erlitt mittelschwere Verletzungen. Ein sechsundfünfzigjähriger Mann wurde leicht verletzt.
Mehrere weitere Menschen verletzten sich auf dem Weg in Schutzräume, als die Sirenen vor dem Angriff ertönten. Auch sie wurden von Rettungskräften versorgt.
Die israelische Feuerwehr arbeitet derzeit an mindestens zwei größeren Einschlagstellen im Zentrum des Landes. Feuerwehrleute sichern die Bereiche, entfernen Trümmer und prüfen, ob weitere gefährliche Splitter oder nicht detonierte Munition vorhanden sind.
Ein Rettungssanitäter von Magen David Adom schilderte die dramatischen Minuten nach dem Angriff. Er befand sich in einem Park nahe der Einschlagstelle, als plötzlich die Sirenen zu hören waren. Kurz darauf folgte eine gewaltige Explosion.
Als er zum Ort der Detonation eilte, sah er eine große Rauchwolke über dem Gebiet aufsteigen. Mehrere Menschen lagen verängstigt auf dem Boden. Besonders kritisch war der Zustand eines Mannes, der schwere Splitterverletzungen erlitten hatte. Nach einer ersten Versorgung vor Ort wurde der Verletzte gemeinsam mit weiteren Rettungsteams in ein Krankenhaus gebracht.
Parallel dazu waren auch Einheiten des Heimatschutzkommandos im Einsatz. Soldaten unterstützten die Rettungsdienste bei der Suche nach möglichen weiteren Verletzten und untersuchten die Einschlagstellen.
Neben den Raketenangriffen wurde am Sonntagmorgen auch eine Drohne über Nordisrael abgefangen. Ein Kampfhubschrauber der israelischen Luftwaffe zerstörte das unbemannte Fluggerät nahe der Grenze.
Während des Abfangmanövers wurden Artilleriegeschosse eingesetzt. Einige dieser Geschosse trafen Gebäude auf israelischem Gebiet und verursachten Sachschäden. Verletzte gab es dabei jedoch nicht.
Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und dem iranischen Regime ist die Zahl der Verletzten im Land deutlich gestiegen. Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bisher insgesamt 1619 Menschen aufgrund der Angriffe medizinisch behandelt werden mussten.
Von diesen befinden sich derzeit 87 Personen noch im Krankenhaus. Vier Patienten befinden sich in kritischem Zustand. Zwei von ihnen wurden direkt durch iranische Raketen getroffen. Einunddreißig Menschen werden wegen mittelschwerer Verletzungen behandelt, fünfzig weitere wegen leichter Verletzungen. Zwei Personen werden noch medizinisch untersucht.
Die neue Angriffswelle begann bereits am Sonntagmorgen, als in großen Teilen Israels Sirenen ausgelöst wurden. Mehrere Raketen wurden abgefeuert, wobei einige Geschosse abgefangen werden konnten. Mindestens ein Raketenteil schlug in einem offenen Gebiet ein.
Später am Tag lösten auch Drohnenalarme im Norden Israels erneut Sirenen aus. Dabei wurden zwar keine Menschen verletzt, doch mehrere Gebäude erlitten Schäden.
Bereits in der Nacht hatte Iran mehrere Raketenwellen abgefeuert. In diesen Fällen wurden keine Verletzten gemeldet, allerdings wurden landwirtschaftliche Einrichtungen beschädigt, darunter mehrere Hühnerställe.
Der anhaltende Beschuss zeigt, dass das iranische Regime weiterhin versucht, Israel auch weit hinter der Frontlinie zu treffen. Besonders der Einsatz von Streumunition gegen dicht besiedelte Regionen unterstreicht die Gefährlichkeit dieser Angriffe für die Zivilbevölkerung.
Autor: Redaktion
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Sonntag, 08 März 2026