Hisbollah feuert 100 Raketen auf Nordisrael, Wohnhaus in Obergaliläa getroffen und fünf Menschen verletztHisbollah feuert 100 Raketen auf Nordisrael, Wohnhaus in Obergaliläa getroffen und fünf Menschen verletzt
Der schwerste Raketenangriff der Hisbollah seit Wiederaufnahme der Kämpfe trifft Nordisrael. Eine Rakete schlägt direkt in ein Wohnhaus in der Obergaliläa ein und verletzt mehrere Menschen. Israel sieht Hinweise auf eine koordinierte Offensive zwischen Iran und Hisbollah. Jerusalem droht Beirut mit Angriffen auf staatliche Infrastruktur, falls der Beschuss anhält.
Bei einem massiven Raketenangriff der Terrororganisation Hisbollah auf Nordisrael sind am Mittwochabend fünf Menschen verletzt worden. Eine Rakete traf ein Wohnhaus in der Obergaliläa direkt und verursachte schwere Schäden an dem Gebäude.
Nach Angaben von Rettungskräften erlitten vier der Betroffenen schwere Schockreaktionen. Eine weitere Person wurde durch herumfliegende Trümmerteile verletzt. Zusätzlich behandelten Sanitäter einen Mann in den Fünfzigern, der durch Splitter an der Hand getroffen wurde.
Feuerwehrkräfte trennten vorsorglich die Stromversorgung des beschädigten Hauses, um einen Brand zu verhindern. Anschließend durchsuchten Rettungsteams das Gebäude, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Menschen unter Trümmern befinden.
Schwerster Beschuss seit Beginn der aktuellen Kampfphase
Nach israelischen Sicherheitsangaben feuerte die Hisbollah rund 100 Raketen aus mehreren Abschussstellungen im Libanon ab. Der Angriff erfolgte in mehreren Wellen und löste in großen Teilen Nordisraels Raketenalarm aus, besonders im Raum Haifa und in Gemeinden der Galiläa.
Auch in der Ortschaft Ba’ana nahe Karmiel wurden mehrere Menschen verletzt, nachdem Teile einer abgefangenen Rakete auf den Boden stürzten. In mehreren weiteren Orten meldeten Einsatzkräfte Einschläge von Trümmern abgefangener Geschosse.
Kurz nach der Raketenwelle aus dem Libanon wurden erneut Sirenen im Norden ausgelöst. Grund war ein Raketenstart aus dem Iran in Richtung Israel. Sicherheitskreise in Jerusalem sehen darin Hinweise auf eine mögliche Koordination zwischen Teheran und der Hisbollah.
Ein israelischer Sicherheitsbeamter erklärte, die kommenden 24 Stunden könnten entscheidend für den weiteren Verlauf der militärischen Auseinandersetzung im Libanon werden. Die Hisbollah bringe mit ihren Angriffen letztlich ihr eigenes Ende näher.
Israel droht Libanon mit Angriffen auf staatliche Infrastruktur
Israel hat parallel zum militärischen Vorgehen auch diplomatisch Druck aufgebaut. Über die Vereinigten Staaten wurde eine Botschaft an die Regierung in Beirut übermittelt.
Sollte der libanesische Staat die Hisbollah nicht stoppen, werde Israel auch nationale Infrastruktur im Libanon angreifen. Die Verantwortung für eine weitere Eskalation liege dann bei der Regierung in Beirut.
In Jerusalem wächst der Eindruck, dass der libanesische Staat nicht bereit oder nicht in der Lage ist, die Terrororganisation zu kontrollieren.
Luftangriffe auf Hisbollah-Hochburg in Beirut
Als unmittelbare Reaktion begann die israelische Luftwaffe mit Angriffen auf Ziele der Hisbollah im Süden von Beirut. Besonders betroffen war das Viertel Dahiyeh, das als politisches und militärisches Zentrum der Organisation gilt.
Dort befinden sich Kommandozentren, Waffenlager und Kommunikationsinfrastruktur der Hisbollah. Nach Angaben des Militärs richten sich die Angriffe gezielt gegen Raketenabschussstellungen und operative Infrastruktur der Terrororganisation.
Die Hisbollah erklärte am Abend ihrerseits, sie habe eine neue militärische Operation gegen Israel begonnen. Die Offensive trägt den Namen „Das gefressene Stroh“, eine religiöse Anspielung auf eine Koranstelle über die Zerstörung einer angreifenden Armee.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: United Hatzalah
Mittwoch, 11 März 2026